Wer wandert, ist nicht nur auf eine sportliche Betätigung aus, vielmehr schätzen die Wanderer den Einklang mit der Natur und den Genuss der Naturschauspiele, die man nirgendwo sonst finden kann.

Gerade in der Tiroler Bergwelt gibt es einiges zu entdecken. Im Frühling verzaubert die Berglandschaft mit einem besonderen Naturschauspiel, überall sieht man die Alpenblumen blühen. Wer früh aufbricht, hat sogar die Möglichkeit, mit dem Sonnenaufgang den Gipfel zu erklimmen, dies ist ein besonderes Naturschauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Wer gut zu Fuß ist, kann sich in die Wolfsklamm wagen. Es ist wirklich ein wildromantisches und herrliches Naturschauspiel, wenn man hinunter auf das rauschende Wasser blickt und dabei alles um sich herum vergisst. Tosende Wasserfälle und ein unglaubliches Panorama machen diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

Ein weiteres Naturschauspiel, das jährlich die Besucher fasziniert, sind die Erdpyramiden von Südtirol. Sie entstanden über die Jahrhunderte durch Erosionserscheinungen und klimatische Einflüsse. Besonders bekannt sind die Erdpyramiden der Ritten, sie gelten als die schönsten in ganz Europa und sind eine Reise wert.

Ein weiteres Naturschauspiel befindet sich am Fuß des Gandberges in einer 200 Meter langen 10–50 Meter breiten Mulde, die berühmten Eislöcher. Hier gedeihen sogar Wald und Pflanzen, die normalerweise erst ab einer Höhe von 1500 m wachsen würden. Dieses Phänomen wird durch das physikalische Prinzip der Windröhre erklärt. Dabei besteht das Gebiet rund um die Eislöcher aus Porphyrschuttmassen, an deren obere Öffnungen strömt warme Luft hinein, die am Fels abkühlt. Das Naturschauspiel beginnt, wenn die kalte Luft nach unten strömt und dort als eiskalte Luft austritt. Die Eislöcher verteilen sich hier auf einen über 200 Meter langen und 40 Meter breiten Landstreifen und sogar im Hochsommer können hier die Eisstalaktiten bestaunt werden.

Ein besonders außergewöhnliches Naturschauspiel bietet das Knottnkino zwischen Vöran und Hafling auf dem Tschögglberg. Errichtet wurde das Kino vom berühmten Künstler Franz Messner in einer Höhe von 1465 Metern ü. d. M. Das Kino umfasst 30 Sitzplätze aus Stahl und Kastanienholz und das Kino passt sich der Jahreszeit an. Regisseur und Hauptdarsteller ist die Natur. Wenn Sie Platz genommen haben, kann das Naturschauspiel auch schon losgehen. Vor Ihnen eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama auf das gesamte Etschtal, dem Penegal, die Dolomiten, Ultental, die Texelgruppe, das Meraner Becken und das Passeiertal.