Unter dem Begriff „See“ lassen sich zahlreiche Formen von Wasserflächen zusammenfassen. Generell handelt es sich um ein Binnengewässer ohne Verbindung zum offenen Meer und wird durch eine Wasseransammlung gebildet, die eine landschaftliche Bodenvertiefung füllt. Dabei spricht man erst ab einer Wasseroberfläche von mindestens 1 Hektar von einem See, kleinere Wasserflächen bezeichnet man in der Regel als Tümpel, Teich oder Weiher.

Die Mindestgröße für einen See beträgt einen Hektar.

Die Mindestgröße für einen See beträgt einen Hektar.

Erst eine gewisse Größe ermöglicht die notwendige Temperaturschichtung, die u.a. dafür sorgt, dass auch ein relativ stehendes Gewässer über den erforderlichen Wasseraustausch verfügt und somit nicht zu einer „trüben, stinkenden Brühe“ wird.
Eine Umweltkatastrophe besonderer Art entwickelte sich am einst viertgrößten Binnengewässer der Erde, dem russischen Aralsee, der durch Austrocknung bereits in mehrere Teile zerfallen ist. Der weitere Verfall scheint unaufhaltsam zu sein.

Im Verlauf der Erdentwicklung sind Seen aufgrund unterschiedlichster Ursachen entstanden. Natürliche Seen bildeten sich häufig aufgrund von Gletscherbildung und späterer Gletscherschmelze. Ein überaus riesiges Beispiel hierfür sind die „Great Lakes“ im Nordosten der USA und Teilen Kanadas.
Tektonische Gewässer wie der russische Baikalsee oder der afrikanische Tanganjikasee bildeten sich durch Risse und Dehnungen in der Erdkruste. Bei Erdbeben entstanden so Gräben und Brüche, die sich im Laufe der Zeit mit Wasser füllten und zu ausgedehnten Seen entwickelten.
Kraterseen entstehen durch Vulkanaktivitäten. Diese finden sich auch in Deutschland und bilden das landschaftlich äußerst reizvolle Erholungsgebiet der Maare in der Eifel.

Neben den natürlich entstandenen Seen wurden künstliche Bagger- und Stauseen durch den Menschen geschaffen. Diese dienen in erster Linie als Wirtschaftsfaktor und zur Energie- und Trinkwassergewinnung, sind aber meist auch beliebte Freizeitziele. Hier ist zu erwähnen, dass es sowohl Süß- wie auch Salzwasserseen gibt. Während zur Trinkwassergewinnung Süßwasser erforderlich ist, sind Salzwasserseen wie das Tote Meer oder der Große Salzsee nicht nur schöne Reiseziele, sondern aufgrund ihres extrem hohen Salzgehalts gesundheitlich interessant.

Die außergewöhnlichsten Seen unserer Erde

  1. Das Tote Meer liegt 420 m unter dem Meeresspiegel
  2. neuseeländische „Blue Lake“ hat das klarste Süßwasser
  3. Der russische Baikalsee ist bis zu 1.642 m tief
  4. Der Titicaca-See ist auf 3.810 m der höchste, kommerziell schiffbare See
  5. Der höchstgelegene See ist der tibetische Llagba Pool auf 6.368 m