Mit dem englischen Begriffen Work and Travel (work = arbeiten, travel = reisen) wird eine Urlaubsform bezeichnet, in der sich die Urlauber ihren Urlaub „erarbeiten“. Größtenteils entscheiden sich junge Erwachsene für diese Urlaubsform. Work and Travel wird oftmals von Schülern und Studenten als Alternative zu anderen klassischen Auslandsaufenthalten, wie zum Beispiel als Au-pair, gewählt. Der Vorteil eines Work-and-Travel-Auslandsaufenthalt liegt darin, dass man nicht während der gesamten Aufenthaltsdauer an einem festen Ort gebunden ist und die Arbeitgeber und somit den Aufenthaltsort wechseln kann.

Das Work-and-Travel-Visum

Die meisten Länder verlangen für diese Art der Reise ein spezielles Visum, welches in der Regel für 12 Monate ausgestellt wird. Einige Organisationen sind auf Work and Travel spezialisiert, sie organisieren die Reise und sind das Bindeglied zu staatlichen und privaten Jobagenturen. Jedoch kann die Durchführung und Planung einer Work-and-Travel-Reise durchaus auch selber organisiert werden.

Für das sogenannte Working-Holiday-Visum ist zumeist ein Alter zwischen 18 und 30 Jahren Voraussetzung. Für deutsche Staatsangehörige bestehen Abkommen mit einigen Staaten. Über Organisationen wird zumeist am Anfang des Work-and-Travel-Auslandsaufenthaltes ein Sprachkurs angeboten.
Da viele Länder ein begrenztes Kontingent an Working-Holiday-Visa bereithalten, sollte solch ein Aufenthalt bereits frühzeitig geplant werden.

Wo wird Work and Travel angeboten?

Work and Travel wird weltweit fernab der typischen Touristenziele angeboten. Durch diese Urlaubsform lernt der Travel Worker das Land und seine Bewohner vollkommen anders als der übliche Tourist kennen, da er einen ganz anderen Kontakt zur Bevölkerung aufbauen kann. Work and Travel wird überwiegend von Farmen und kleineren Hotels und Pensionen angeboten, aber auch Angebote im sozialen Bereich sind nicht selten.

Außer in den europäischen Nachbarländern wird Work and Travel noch in folgenden Ländern angeboten:

  • Australien
  • Hongkong
  • Japan
  • Kanada
  • Neuseeland
  • Norwegen
  • Südafrika
  • Südkorea
  • Taiwan

In allen Ländern ist der Abschluss einer Kranken-, Haftpflicht und Unfallversicherung Pflicht.

Selber organisieren oder eine Organisation damit beauftragen?

Zweifelsohne ist die eigene Organisation eines Work-and-Travel-Aufenthalts die preiswertere Variante. Allerdings ist zu beachten, dass Organisationen über Kontakte vor Ort verfügen und so die Arbeitssuche deutlich erleichtert ist. Zudem übernehmen die Organisationen neben der Beantragung des Visums auch noch die Flugbuchung und die Organisation einer passenden ersten Unterkunft und bieten Ansprechpartner vor Ort.