Die Wüste Gobi liegt in Zentralasien und erstreckt sich über den Norden Chinas und den Süden der MongoleiMit einer Größe von etwa 1,2 Mio. Quadratkilometern, ist sie die sechst größte Wüste der Welt. Im Gegensatz zu den afrikanischen Wüsten, wie zum Beispiel der Sahara oder der Kalahari, bei welchen es sich um reine Sandwüsten handelt, ist die Wüste Gobi etwas komplexer.

Bei der Gobi handelt es sich um eine Halbwüste bzw. Wüsten- und Steppenlandschaft, bestehend aus mehreren Teilwüsten.
Die beiden größten Teilwüsten tragen die Namen Bejschan und Alashan.
Bejschan wird die Gebirgsregion der Gobi genannt wogegen Alashan sich als Sandwüste im Südwesten befindet.
Aber auch Salzseen und Salzsümpfe gibt es in dieser Wüste, die darauf schließen lassen, dass dieses Gebiet in früheren Zeiten nahe am Meer gelegen haben muss.

Das Besondere der Wüste Gobi ist, dass dort sehr viele Saurierskelette und sogar deren Nester mit Eiern gefunden wurden.
Dies bedeutet, dass in dieser Region vor einigen Millionen Jahren ein komplett anderes Klima geherrscht haben muss, welches den Urzeittieren einen üppig bewachsenen Lebensraum geboten habe muss.

Flora und Fauna

Bei der Gobi handelt es sich um eine Halbwüste bzw. Wüsten- und Steppenlandschaft.

Bei der Gobi handelt es sich um eine Halbwüste bzw. Wüsten- und Steppenlandschaft.

Auf den ersten Blick muten Wüsten sehr lebensfeindlich an, dennoch gibt es Pflanzen und Tiere, die sich diesen widrigen Bedingungen angepasst haben.
Hier ein paar Beispiele für Wüstentiere:

  • Steinböcke
  • Rennmäuse
  • Asiatische Esel
  • Kropfgazellen
  • Schneeleoparden
  • Wildkamele
  • Wölfe
  • Steppeniltisse
  • Riesenwildschafe
  • Gobi-Bären

Auch findet man Sträucher und Gräser in diesen sonst kargen Gegenden.
Eine Gefahr für das Weideland in den Steppenregionen der Gobi, sind allerdings die Vieherden der Nomaden.
Viele der Wüstenbewohner leben vom Verkauf von Kaschmirwolle.
Die Ziegen jedoch, die diese Wolle liefern, reißen die Gräser – im Gegensatz zu den Schafen – mit samt den Wurzeln aus.
Dies führt dazu, dass die Weideflächen veröden und auch wild lebenden Tieren die Nahrungsgrundlagen genommen werden.

Klima

Da sich die Wüste Gobi in Zentralasien befindet, herrscht dort kontinentales Klima, was bedeutet, dass es Jahreszeiten wie Sommer und Winter gibt.

In den Wintermonaten können die Temperaturen Tiefstwerte bis zu -65 Grad Celsius erreichen.
Zudem herrscht eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit vor.
Aber auch im Sommer schwanken die Temperaturen zwischen Tag und Nacht enorm.
Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei ca. 100 mm auf den Quadratmeter.