Allgemeines

Die Kalahari oder auch Kgalagadi genannte Wüste ist eine Sandwüste, die vor allem aus rötlichem Sand besteht. Ihre Fläche beträgt mehr als 1,2 Mio. km² und sie erstreckt sich über die Gebiete von Namibia bis nach Angola und Sambia. Innerhalb der Wüste gibt es größere Gebiete, die zu Reservaten und Naturschutzgebieten umgebildet worden sind.

Erst gegen Ende der 1990er konnte ein Highway gebaut werden, welche durch Teile der Wüste führt und diese somit begehbar machte. Diese Strecke gilt insgesamt auch als wichtiger Transportweg, um Waren an Menschen in verlassenen Gebieten bringen zu können und eine Wasserversorgung zu gewährleisten.

Flora und Fauna

Die Wüste selbst ist nicht sonderlich ertragsreich, weist jedoch an vielen Stellen Wüsten- und Dünenpflanzen auf. Akazien-Bäume, die recht hochgewachsen sind, werden in der Wüste jedoch auch öfter angetroffen und können relativ lange ohne Wasser auskommen. Allgemein haben sich die wenigen Pflanzen den klimatischen Bedingungen gut angepasst.

Die Kalahari mag staubig und sehr trocken wirken, jedoch besitzt die Kalahari unterhalb des Sandes, ganz tief im Boden reiche Ströme an Wasser, aus welchen sich die Pflanzen meist geringe Mengen holen, um erblühen zu können. Je nach Jahreszeit befinden sich vor allem in den südlichen Teilen der Wüste viele Wüstentiere, die ihre Nahrung von Bauern bekommen oder sich teilweise von den vorhandenen Gräsern ernähren. Die Dünen werden meist durch stärkeren Pflanzenbefall gestützt. Bei der Wüste handelt es sich um eine Trockensavanne, dementsprechend hoch sind die Niederschläge, die pro Jahr auf die Erde fallen.

Die Klimazone der Kalahari ist kontinental aride (wie auch in der Sahara). Sie zeichnet sich durch recht lange Trockenzeiten und später plötzlichen Regenfällen aus. Die Temperaturen in der Kalahari liegen meist über 30 Grad und dies über einen längeren Zeitraum. Die Temperaturen können vor allem im Winter in der Nacht auf Minusgrade herunterkühlen. In der Kalahari ist es meist trocken, da sie eine relativ niedrige Luftfeuchtigkeit besitzt. Aber das ist nicht in allen Wüsten so. In der Wüste Gobi herrscht demgegenüber beispielsweise  kontinentales Klima, was bedeutet, dass es Jahreszeiten wie Sommer und Winter gibt.

Die Kalahari ist eine Sandwüste, die vor allem aus rötlichem Sand besteht.

Die Kalahari ist eine Sandwüste, die vor allem aus rötlichem Sand besteht.

Siedlungen

Die Kalahari Wüste ist das Hauptsiedlungsgebiet des Stammes der San. Sie waren erst südlich vorhanden, wurden jedoch nach einiger Zeit verdrängt und kamen in andere Regionen der Kalahari Wüste unter. Sie gelten als kleinwüchsig und sehr im Einklang mit der Natur.

Die San finden kaum Anschluss an die Neuzeit, da sie sehr abgeschieden leben in ihren Siedlungen und es innerhalb ihres Stammes auch kein Privateigentum gibt. Sie versorgen sich in ihren Siedlungen meist selbst mit Wasser aus unterirdischen Quellen. Außerdem betreiben sie Viehzucht und können sich sich und ihren kompletten Stamm ernähren. Die Einbindung in den Tourismus findet auch meist nicht statt, da es schwer ist, zwischen den Touristen und den Völkern zu vermitteln.