Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem sehr wenig oder keine Vegetation vorhanden ist. Nur auf etwa 5% der Oberfläche von Wüsten wächst Vegetation. Zu den Gründen für die Entstehung von Wüsten gehören fehlende Wärme (Eiswüste), Wassermangel (Hitzewüste), Überweidung, unangepasster Ackerbau, Entwaldung und Dürreperioden.

Wüstenarten (geomorphologische Einteilung)

  • Sandwüste: Sie besteht aus Quarzsand, der entweder aus anderen Gebieten eingeweht wurde oder durch Bodenerosion einer Kieswüste entstand.
  • Kieswüste: Kieswüsten entstehen nach Erosion von Stein- oder Felswüsten (Anhäufung größerer Körner durch Verwehung der kleineren) oder durch Kiesablagerung in Gletschernähe.
  • Stein- oder Felswüste: Sie ist durch Schutt und Felsen gekennzeichnet, entstanden durch Verwitterung und Verwehung des Feinmaterials.
  • Salzwüste: Sie entsteht in Sedimentbecken durch Verdunstung. Das Salz kommt aus benachbarten Bergen, wenn Ablagerungen heruntergeschwemmt und ausgewaschen werden.
  • Eiswüste: entspricht der Kältewüste

Wüstenarten (eingeteilt nach klimatischer Entstehungsweise)

  • Trockenwüste: Hier wird das Pflanzenwachstum durch den Wassermangel verhindert.
  • Subtropische Trockenwüste: Sie befinden sich auf beiden Seiten des Äquators bei einer geographischen Breite von etwa 30°. Dazu gehören z. B. Großteile der Sahara und der Kalahari.
  • Binnenwüste und Regenschattenwüste: Sie entstehen meist hinter hohen Gebirgen oder in Becken im Inneren von Kontinenten, wo durch die große Entfernung zum Meer nur wenig Regen fällt (Binnenwüsten) oder auf windabgewandten Seiten von Gebirgen mit wenig Niederschlag (Regenschattenwüste).
  • Nebelwüste: Nebelwüsten sind Küstenwüsten. Man findet sie in den Subtropen an den Westküsten der Kontinente.
  • Kältewüste: Sie entstehen in Polregionen und in Hochgebirgslagen, wo durch die außerordentlich niedrigen Temperaturen ein Pflanzenwachstum unmöglich ist.
  • Windwüste: Man findet sie z. B. auf den subantarktischen Inseln im Südatlantik. Aufgrund der ständigen Stürme können sich Bäume dort nicht entwickeln.

    Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem sehr wenig oder keine Vegetation vorhanden ist.

    Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem sehr wenig oder keine Vegetation vorhanden ist.

Weitere Wüstenarten

  • Halbwüste: Sie ist feuchter als eine richtige Wüste, jedoch trockener als die Dornsavanne und entsteht oft in Nachbarschaft einer richtigen Wüste (Sahelzone, Gobi).
  • Edaphische Wüste: Hier ist der Boden so wasserdurchlässig, dass es gar nicht oder nur unzureichend gespeichert werden kann, wodurch kaum Pflanzen wachsen.

Leben in der Wüste

Wüsten sind nicht zwingend lebensfeindlich. Durch spezifische Anpassungen können Pflanzen, Wüstentiere und auch Menschen trotz des großen Wassermangels überleben. Pflanzen passen sich beispielsweise an die Trockenheit an oder weisen besondere Salzverträglichkeit auf. Sogar große Tiere wie Kropfgazelle und Steppeniltis können durch Anpassung in diesen heißen Regionen heimisch werden und besonders Reptilien, Skorpione und Insekten sind häufig vorkommende Lebensformen. Was den Menschen betrifft, so konnte er vor allem durch die Domestizierung des Dromedars tiefer in die Wüste vordringen und sie zu seinem Lebensraum machen.