Ischgl ist eine österreichische Gemeinde mit ca. 1600 Einwohnern. Der Ort hat durchschnittlich 15 Einwohner auf einen Quadratkilometer, verfügt über ca. 11.000 Gästebetten und liegt im Gerichtsbezirk Landeck. Geografisch liegt Ischgl im Paznaun zwischen der Verwallgruppe und Silvretta.

Mathon gehört mit zu Ischgl und obwohl es keine eigene Gemeinde darstellt wird es separat geführt. Die Orte Kappl, Galtür, Sent und Samnaun liegen in direkter Nachbarschaft.

Mathon und Ischgl haben nur eine Haupteinnahmequelle – den Tourismus

Ursprünglich war Ischgl ein Bergbauerndorf, welches vor rund 1000 Jahren von Walsern besiedelt wurde. Eine Verbindung in das Oberinntal existierte lange Zeit nicht. Wirtschaftlich bestand jedoch ein enger Kontakt mit Vorarlberg und Engadin. Erzherzog Siegmund privilegierte Ischgl indem Vieh zollfrei in bestimmte Gegenden exportiert werden durfte. Im Gegenzug konnte Getreide zollfrei nach Ischgl eingeführt werden. Im 17. Jahrhundert wurde der Handel deutlich weniger. Grund dafür war, dass Engadin sich von Tirol löste. Der Jamtaler Ferner hatte sich im 18. Jahrhundert soweit vergrößert, dass der Weg nicht einmal mit Hilfe von Saumpferden passierbar war. Daraufhin erlag der Handel komplett.

Durch das Ende des Handels konnte die Bevölkerung im Tal nicht mehr ernährt werden. Eine große Abwanderung war die unvermeidbare Folge. Man schickte Kinder als Arbeitskräfte in die Fremde. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man mit Tourismus eine große Einnahmequelle. Zwischen 1882 und 1889 errichtete man viele Schutzhütten. In den letzten Jahrzehnten ging das Bild des idyllischen Bergbauerndorfes jedoch gänzlich verloren. In der heutigen Zeit ist Ischgl ein Beispiel für Massen- und Eventtourismus im Après-Ski.

Zum Kulturbild von Ischgl gehören unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten:

  • die Totenkapelle und der Friedhof,
  • die Expositurkirche heiliger Sebastian in Mathon,
  • die Kapelle heilige Anna auf der Bodenalpe und
  • die Kapelle zu den 7 Schmerzen Mariens in Unterpardatsch.

Mit Popkonzerten feiert man jährlich die Saisoneröffnung und den Saisonausklang. Zahlreiche Seilbahnen dienen dazu die Touristen in die Skigebiete zu befördern. Regelmäßige Veranstaltungen in dem Bergbauerndorf sind das Top of the Mountain Concert und das Ironbike Ischgl.

Das Dorf hat die größte Dichte an 4 Sterne Hotels in ganz Österreich und ist eine Skireise wert. Obertauern zählt hingegen zu den schneesichersten Skigebieten Österreichs. Wer lieber in Deutschland bleiben möchte, für den ist eine Skireise nach Garmisch Patenkirchen in Bayern zu empfehlen.