Der Ätna auf Sizilien

Der Ätna gehört zu einem der bekanntesten Vulkane der Welt. Er liegt in Sizilien und ist der größte Vulkan in Europa. Dieser Vulkan hat einen Durchmesser von über 40 Kilometern und eine Höhe zwischen 3.330 und 3.340 Metern. Ebenfalls erstreckt er sich auf einer Fläche von rund 1.400 Quadratkilometern. Entstanden ist der Ätna vor etwa 700.000 Jahren über der tektonischen Bruchlinie. Natürlich ist der Ätna schon sehr oft ausgebrochen. In den letzten 400 Jahren hat dieser Feuerberg mehr als eine Milliarde Kubikmeter Lava ausgespuckt, das aus dem Erdinneren stammt.

Der Ätna ist einer der bekanntesten Vulkane auf der ganzen Welt. Besonders in Europa ist der Vulkan bekannt, weil er zu den wenigen Vulkanen in Europa zählt, die noch aktiv sind. Mit über 3200 Metern über dem Meeresspielgel, liegt er außerdem extrem hoch. Finden kann man ihn auf der italienischen Insel, Sizilien. Im Jahr 2013 würde der Vulkan in die Liste der Weltnaturerben der UNESCO aufgenommen

Die Ausbrüche des Vulkans

Heute ist der Ätna ein beliebtes Reiseziel und lockt zahlreiche Touristen an. Dies liegt nicht nur an seiner Schönheit, sondern auch an den zahlreichen Mythen, die sich um diesen Vulkan ranken. In der Mythologie der Griechen befand sich in diesem Berg die Werkstatt des Schmiedegottes Hephaistos. Gerade deswegen ist mit dem Ätna auch nicht zu Spaßen. Auch heute bricht der Vulkan immer einmal wieder aus.

Der Ätna bricht seit Jahrtausenden immer mal wieder aus

Der erste dokumentiere Ausbruch fand 1.500 v. Chr. statt und hat viele Menschenleben ausgelöscht. Dennoch hat es die Menschen immer wieder zum Feuerberg getrieben. Dies lag daran das, dass Gebiet rund um den Vulkan sehr fruchtbar ist und somit eine tolle Grundlage für Besiedlungen. Seit dem Altertum ist der Vulkan mehr als 150 Mal ausgebrochen und hat dabei immer seine zerstörerische Wut gezeigt. Der letzte große Ausbruch fand im Jahre 1669 statt, als die Stadt Catania vollkommen zerstört wurde. Es gab in den Jahren 1989 und 1992 einige kleine Ausbrüche, auch im Jahre 2002 und 2003 hat der Ätna kleine Lavaströme fließen lassen.

Der Ätna als Touristenziel

Die Landschaft rund um den Ätna ist ein wahrer Touristenmagnet ( Bildquelle: © ArTo - Fotolia.com )

Die Landschaft rund um den Ätna ist ein wahrer Touristenmagnet ( Bildquelle: © ArTo – Fotolia.com )

Trotz seiner ruinösen Ader ist der Ätna ein tolles Reiseziel und ein wahrer Touristenmagnet. Mehrmals im Jahr spuckt der Vulkan kleine Mengen an Asche, Feuer und Rauch aus, was für viele Menschen immer wieder ein faszinierendes Schauspiel bietet. Es können Touren zu Fuß, mit dem Auto oder auch der Seilbahn unternommen werden, um die Kraterlandschaft des Berges zu bestaunen und erkunden. Es ist sogar ein kleines Skigebiet auf dem Feuerberg zu finden.

Vorhersage der Vulkanausbrüche

Heutzutage ist es möglich, die meisten Vulkanausbrüche vorherzusagen. Allerdings lässt die Genauigkeit von diesen Vorhersagen noch sehr zu wünschen übrig. Man kann Anzeichen erkennen, aber keinen genauen Zeitpunkt bestimmen. Die technischen Hilfsmittel helfen dabei Gefahrenzeichen zu erkennen. Ein Ausbruch hat typische Eigenschaften, welche man bereits vor dem eigentlichen Ausbruch messen und somit auch analysieren kann. Viele Wissenschaftler, Forscher und Experten haben sich zwar darauf spezialisiert, die genauen Zeitpunkte eines Ausbruches zu erfahren, die meisten Angaben sind aber eine grobe Spekulation.

Vorhersagen durch Messstationen auf dem Ätna

Auf dem Ätna gibt es, wie auf vielen anderen aktiven Vulkanen auch, Messstationen, die ständig Messungen durchführen. Beispielsweise wird die Erdbewegung gemessen. Die exakten Geräte erkennen kleinere Erschütterungen und Erhebungen sowie Senkungen. Außerdem wird ständig die Temperatur des Bodens überprüft. Kleinere Abweichungen von den normalen Messwerten, können auf einen Ausbruch hinweisen. Wenn man in einer kurzen Zeit relativ viele kleinere Erdbeben misst, wird die Region vor einem möglichen Ausbruch gewarnt.

Je höher die Temperatur, desto wahrscheinlicher der Ausbruch

Ein weiteres Anzeichen für einen Ausbruch ist, wenn sich die Bodentemperatur des Ätnas zu stark erhöht. Auch in diesem Fall werden die Einwohner der anliegenden Städte gewarnt. Die modernen Messgeräte können selbst die geringsten Veränderungen wahrnehmen und somit höchste Sicherheit garantieren. Ein weiteres starkes Anzeichen für einen Ausbruch sind die chemischen Gase, die vor einem Ausbruch entstehen. Mit Messungen kann man feststellen, welche chemischen Elemente sich zu welchen Anteilen im Boden befinden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den SO4- Emissionen. Vor einem Ausbruch stellte man in Vergangenheit nämlich immer wieder erhöhte SO4- Emissionen fest. Wenn es eine Überschneidung von Vorwarnungen gibt, müssen Forscher und Wissenschaftler einen Zeitpunkt ermitteln, an dem es zum Vulkanausbruch kommen kann.

Was sind die Nachteile an den aktuellen Methoden?

Da es nicht möglich ist den genauen Zeitpunkt eines Vulkanausbruches zu bestimmen, ist das natürlich ein großer Nachteil an den aktuellen Methoden. Auch wenn man die Vorzeichen richtig deutet und die Naturkatastrophe vorhersagen kann, ist es nicht möglich den Vulkanausbruch zu verhindern. Man kann die Menschen, die in der Region wohnen nur warnen, sie aber nicht vor der Katastrophe schützen. Man kann nur dafür sorgen, dass die Region evakuiert wird. Dafür muss man aber hohe materielle Verluste in Kauf nehmen. Anders als bei einer Überflutung, bei der man sich mit Dämmen vor den Wassermassen schützen kann, gibt es bei einem Vulkanausbruch keine geeigneten Sicherheitsmaßnahmen vor der Lava. Wenn man also in der Nähe eines aktiven Vulkans lebt, wird man zwar relativ früh gewarnt, aber nicht besonders gut beschützt.

Wissenswertes über Vulkane

Unter einem Vulkan versteht man eine Öffnung in der Erdkruste, aus der geschmolzenes Gestein aus den Inneren der Erde entweicht. Das entweichende geschmolzene Gestein wird dabei entweder ruhig ausgestoßen oder unter starken Explosionen ausgespieen. Dieser gesamte Vorgang wird dann als Vulkanausbruch bezeichnet. Dieses geschmolzene Gestein glüht und kann am Besten mit geschmolzenem Eisen aus einem Hochofen verglichen werden. Solange sich das Gestein im Inneren des Vulkans befindet heißt es Magma, sobald es aber austritt nennt man es Lava. Nach dem austreten und abkühlen, erstarrt die Lava zu festem Gestein. Die Asche, die manchmal als grauer Rauch über einem Vulkan aufsteigt, ist eigentlich nur Staub aus Lavagestein.

Die Entstehung eines Vulkans

Durch das Ausbrechen der Lavaströme, die kilometerweit aus dem Vulkan fließen, entsteht dort, wo sie sich abkühlt haben neues Land oder der Berg vergrößert sich durch lauter erkaltete Lavaschichten. So entsteht der eigentliche Vulkan im Laufe vieler vieler Jahre. Die Lava tritt aus und erstarrt. Sie baut sich Schicht für Schicht um den Berg herum auf. Auch der größte Vulkan hat einmal als kleines Loch oder als kleine Spalte im Erdboden angefangen. Manchmal bilden sich mit der Zeit auch unzählige Nebenkrater.

Was passiert bei einem Vulkanausbruch

Wenn Vulkane ausbrechen wird auch viel Gas freigesetzt ( Bildquellen: © Siegfried Schnepf - Fotolia.com )

Wenn Vulkane ausbrechen wird auch viel Gas freigesetzt ( Bildquellen: © Siegfried Schnepf – Fotolia.com )

Beim Ausbruch eines Feuerberges (=Eruption) tritt nicht nur Lava, sondern auch Gas aus. So eine Ausbruchswolke kann manchmal sogar viele Kilometer hoch sein. Ist es im Erdinneren besonders heiß, kann das plastische Gestein ringsherum schmelzen. Da das Gestein im Inneren der Erde aber leichter ist als das Äußere entsteht ein sehr hoher Druck. Auch das Gas im Inneren erhöht diesen Druck noch zusätzlich. Das Magma versucht dem Druck auszuweichen und es kommt zum Ausbruch. Zuerst steigt es durch kleine Risse in die Erdkruste und sammelt sich dort in sogenannten Magmakammern. Sobald diese Magmakammer gefüllt sind und der Druck wieder größer wird, kommt es zum endgültigen Ausbruch. Dabei wird zwischen explosiven und effusiven Ausbrüchen unterschieden. Bei explosiven Ausbrüchen kommt es regelrecht zur Explosion und die Lavafetzen werden hoch in die Luft geschleudert. Bei einem effusiven Ausbruch hingegen fließt die Lava wie ein ruhiger Fluss aus dem Inneren.

Weltbekannte Feuerberge

In Europa zählen wohl der Ätna auf Sizilien, der Vesuv bei Neapel, der Stromboli nahe Sizilien und der Pico del Teide auf Teneriffa zu den bekanntesten Vulkanen. Außerhalb Europas sind der Kilimanscharo, der Krakatau, der Fujisan, der Mount Saint Helens und der Pinatubo bekannt. In Deutschland zählt beispielsweise der Kaiserstuhl als erloschener Feuerberg.

Vulkanausbrüche

Ein Vulkanausbruch ist ein besonders eindrucksvolles, aber auch gefährliches Naturereignis. Es kommt zustande, wenn geschmolzenes Gestein aus der Tiefe der Erde, bis an ihre Oberfläche aufsteigt und durch Erdspalten und -risse austritt. Vor dem eigentlichen Vulkanausbruch sammelt sich das geschmolzene Gestein, Magma genannt, in zwei bis fünfzig Kilometer Tiefe. Ab einem gewissen Punkt ist der Druck so groß geworden, dass das Magma über Spalten im Vulkan aufsteigt und schließlich an die Erdoberfläche gelangt. Während des Vulkanausbruchs wird nicht nur glühende, flüssige Lava freigesetzt, sondern es treten auch Gase und Feststoffe aus.

Die Kegelform des Vulkans entsteht im Laufe der Jahrtausende durch herunterfließende und dabei erstarrende Lava.

Lässt sich ein Vulkanausbruch vorhersagen?

Es ist nicht einfach einen Vulkanausbruch vorherzusagen ( Bildquelle: © Rainer Albiez - Fotolia.com )

Es ist nicht einfach einen Vulkanausbruch vorherzusagen ( Bildquelle: © Rainer Albiez – Fotolia.com )

Jede Eruption in einem besiedelten Gebiet stellt eine potenzielle Gefahr dar und hat oft tiefgreifende persönliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Deshalb versucht der Mensch schon seit Jahrtausenden, einen möglichen Vulkanausbruch möglichst frühzeitig vorherzusagen. Da jeder Vulkan ein anderes Ausbruchsverhalten zeigt, kann dies durchaus schwierig sein. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Überwachungsmethoden, die je nach Vulkantyp miteinander kombiniert werden.

Seismographen auf dem Ätna

So wurden beispielsweise zahlreiche Seismometer um den aktivsten Vulkan Europas, den Ätna, installiert. Diese empfindlichen Geräte messen selbst schwächste Erdbeben in der Umgebung des Ätna. Gerade solche minimalen Erdbeben deuten oft darauf hin, dass ein Vulkanausbruch bevorsteht. Die von den Seismometern, um den Ätna registrierten Erdstöße, werden an das vulkanologische Institut im nahen Catania weitergeleitet und dort ausgewertet. So hofft man, die Menschen frühzeitig warnen und gegebenenfalls evakuieren zu können. Weitere Möglichkeiten zur Vulkanüberwachung sind etwa die Analyse der aus dem Vulkan aufsteigenden Gase und die Messung der oberflächennahen Temperatur.

Die schlimmsten Vulkanausbrüche

Nicht jeder Vulkanausbruch führt zu einer Katastrophe; doch so mancher Ausbruch hat sich unauslöschlich in das Gedächtnis der Menschen eingebrannt.

  • Am 24. August des Jahres 79 nach Christus brach der italienische Vesuv aus, begrub die Städte Pompeji, Herculaneum und Stabiae unter sich und tötete 3360 Menschen
  • Im Jahr 1815 starben durch den Vulkanausbruch des indonesischen Tambora 12.000 Menschen. Die Aschewolken verdunkelten die Atmosphäre und es kam zu weltweiten Ernteeinbußen und Hungersnöten, wodurch ebenfalls viele tausend Menschen starben
  • Am 27. August 1883 explodierte der Krakatau und sandte eine Druckwelle sieben Mal um die Erde. Die Katastrophe löste einen gewaltigen Tsunami aus, durch den 36.000 Menschen ums Leben kamen
  • Am 8. Mai 1902 brach auf Martinique der Montagne Pelée aus. Alle 29.000 Einwohner der Stadt St. Pierre wurden getötet.

Lava

Lava ist erruptiertes Magma, das aus dem Erdinneren nach Außen gelangt, wenn Vulkane ausbrechen und es ausspeien. Die Lava steht als vulkanisches Förderprodukt in einer Reihe mit Kohlenstoffdioxid, Wasser, Schwefeldioxid, Ammoniak die ebenfalls als vulkanisches Förderprodukt bezeichnete werden. Die fließend, glühende Lava, wie auch die schon durch die Kühlung an der Luft erstarrte Lavateile bezeichnet man als Lavastrom.

Die verschiedenen Lavaarten

Lava gibt es in den unterschiedlichsten Arten und Formen ( Bildquelle: © siimsepp - Fotolia.com )

Lava gibt es in den unterschiedlichsten Arten und Formen ( Bildquelle: © siimsepp – Fotolia.com )

Je nach den Bedingungen, unter welchen die Lava an die Erdoberfläche gelangte, und je nach den Unterschieden in dem darauffolgenden Aufstieg und der darauffolgenden Abkühlung, existieren unterschiedliche Lavarten. Die Flutbasalte ist eine extrem dünnflüssige, basaltische Lavaart, die allerdings in Einzelfällen, je nach Fördermenge, riesige Tafeln zu erzeugen in der Lage ist, die Früher als Trapp genannt wurde und heute eher die Bezeichnung Large Igneous Province hat. Bei der Blocklava handelt es sich um eine kurze, gedrungene, eher zähflüssige Lavart, deren Oberfläche sich in kompakte, porenarme und verschiedenartigste Formen auflöst. Pähoehoe-Lava ist eine sehr dünnflüssige Lava, die Hangabwärts fließt und sich zu einer glasigen Oberfläche heranbildet, deren verschiedene Erscheinungsformen Stricklava und Fladenlava sind.
Kissenlava ist eine elliptische, schlauchartige Lava, die durch das schnelle Abkühlen im Wasser entsteht. Ihr Durchmesser beträgt in etwa 1 Meter.

Bekannte Lavaseen

Einige der bekanntesten und eindrucksvollsten Lavaseen gibt es, in ihrer einzigartigen Schönheit, im Nordosten Äthopiens, am Erta Ale zu bestaunen oder in der demokratischen Republik Kongo am Nyriagongo. Diese beiden Vulkane sind Zwei von wenigen weltweit, in denen sich ein aktiver Lavasee befindet. Ein Lavasee entsteht, wenn sich in einem Vulkankrater die Lava über einen längeren Zeitraum langsam abkühlt und man dabei zusehen kann, wie sich die flüßige Lava langsam versteinert.

Bekannte Lavalandschaften

Eine der wohl bekanntesten, schönsten und faszinierendsten Lavalandschaften der Erde befindet sich auf der Kanaren Insel Lanzarote. Entstanden ist diese Lavalandschaft zwischen den Jahren 1730 bist 1736, als die kontinuierlichen Ausbrüche des Vulkans, die Menschen in Angst leben ließ. Heute Leben die Menschen auf Lanzarote ruhig, aber es kocht unter ihnen trotzdem weiter.

Vulkane in Deutschland – Die Vulkaneifel

Geprägt von Vulkankratern, Bimsstein-, Basalt- und Mineralwasservorkommen, ist die abwechslungsreiche Landschaft der Vulkaneifel einzigartig in Deutschland. Eine reichhaltige Flora und Fauna ergänzt den attraktiven Gebirgszug.

Die Vulkaneifel reizt durch ihre Landschaft und Natur: Im Osten begrenzt sie der Rhein. ( Bildquelle:  © Foto-Ruhrgebiet - Fotolia.com )

Die Vulkaneifel reizt durch ihre Landschaft und Natur: Im Osten begrenzt sie der Rhein. ( Bildquelle: © Foto-Ruhrgebiet – Fotolia.com )

Als „Vulkaneifel“ wird eine bergige Region im Nordwesten von Rheinland-Pfalz bezeichnet. Etwa 200.000 Menschen bewohnen ca. 2.000 Quadratkilometer. Im Osten der Vulkaneifel fließt der Rhein. Im Westen erstreckt sie sich bis zu den Ardennen. Die Grenze im Süden bildet die Südeifel und im Norden die Nordeifel. Die größten Gipfel in der Vulkaneifel erreichen fast 700 Meter Höhe.

Geografisch unterteilt wird die Vulkaneifel in die:

  • Vulkanische Hocheifel mit den Gemeinden Adenau, Kelberg, Nohn und Ulmen,
  • Vulkanische Osteifel mit den Gemeinden Brohltal, Maifeld, Mendig, Pellenz und Vordereifel,
  • Vulkanische Westeifel mit den Gemeinden Daun, Gerolstein, Hillesheim, Manderscheid und Obere Kyll.

Geschichte der Vulkaneifel

Zahlreiche Ablagerungen und Gesteinsformationen künden noch heute von heftigen Lavaausbrüchen in der gesamten Vulkaneifel, die vor etwa 50 Millionen Jahren begannen. Wissenschaftlich datiert werden diese Ausbrüche spätestens bis 10.000 Jahre v. Chr. Kuppelförmige Vulkanbauten, mit eingebetteten Basaltkörpern zeugen von ehemaligen Vulkanschloten, die von der Erosion über die Jahrtausende freigelegt wurden. Drei typische Vulkanbauten finden sich in der Vulkaneifel:

Krater: Der Krater eines Vulkans ist eine sichtbare Vertiefung – schüsselförmig oder schachtartig -, aus der das Magma austritt. Während eines Vulkanausbruches werden feste, glutflüssige und gasförmige Stoffe über den Krater freigesetzt. Das Abkühlen der Lava sorgt indes für ein erneutes Verschließen des Kraters.

Maare: Ein Maar kann sich im Umfeld eines Vulkans bilden. Die schüssel- oder trichterförmige Mulde entsteht durch Wasserdampfexplosionen – Grundwasser trifft auf das heiße Magma des Vulkans. Umliegende Gesteinsschichten werden durch die Explosion ebenfalls mit nach oben geschleudert.

Diatreme: Das Diatrem ist ein anderes Wort für Schlot. Damit bezeichnet es den nahezu senkrechten Aufstiegskanal eines Vulkans. Über diese Röhre werden Gase, flüssiges Magma und Steine nach oben transportiert.

Caldera: Die Caldera bezeichnet eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs. Oft hinterlässt ein Vulkanausbruch hohle Kammern unter der Erdoberfläche in unmittelbarer Umgebung. Diese können entweder explodieren oder einstürzen. Besonders einstürzende Kammern werden oft von ausströmender Lava überdeckt und bilden später einen Calderasee.

Tourismus in der Vulkanlandschaft in Deutschland

Drei Geo- und Naturparks locken in der Vulkaneifel jedes Jahr Tausende von Touristen und Besuchern in die Region. Besonders bekannt als Attraktionen der Vulkaneifel sind die Geysire in Wallenborn und Andernach, das Vulkanmuseum Mendig, das Römerbergwerk Meurin und der Laacher See. Viele weitere Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten vereinigen die Deutsche Vulkanstraße und die Wildstraße in zahlreichen Routen.

Blick in die Zukunft der Vulkaneifel

Der Vulkanismus in der Vulkaneifel ist noch heute aktiv. Zahlreiche Gasaustritte, wirtschaftlich genutzte Mineralquellen und mehrere Kaltwassergeysire gehören dazu. Auch wenn der letzte Vulkanausbruch bereits 11.000 Jahre her ist, können jederzeit erneut vulkanische Aktivitäten auftreten.