Usbekistan ist ein interessantes Reiseziel. Großartige Bauwerke aus der Blütezeit der islamischen Kunst sind in den Städten entlang der Seidenstraße zu bewundern.

Geographische Lage Usbekistans

Usbekistan befindet sich in Zentralasien. Es ist von fünf Nachbarstaaten umgeben: Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan. Die längste Grenzlinie hat Usbekistan mit Kasachstan gemeinsam, sie teilen sich auch das Gebiet des Aralsees.

Usbekistan hat eine Fläche von rund 447.000 km, es ist somit fast ein Fünftel größer als Deutschland. Allerdings besteht ein großer Teil des Landes aus Wüsten. Wichtige Siedlungsräume liegen im Osten des Landes im fruchtbaren Ferghanatal. Die Bergrücken des Hochgebirges Altai ziehen sich bis ins Ferghanatal hinein. Auch Taschkent, die Hauptstadt des Landes, liegt im Osten. Usbekistan besticht vor allem durch seine unberührte Natur, denn dicht besiedelt ist Usbekistan, wie auch Nachbarstaat Kasachstan, nicht.

Die Usbeken und ihre Geschichte

Die meisten Einwohner der Landes gehören zur Bevölkerungsgruppe der Usbeken. Der Name leitet sich von Usbek Khan ab. Er war im 14. Jahrhundert ein Khan der Goldenen Horde und sorgte für die Islamisierung seines Herrschaftsgebietes.

Die Vorfahren der Usbeken waren ein turk-mongolisches Volk aus Sibirien, das während der Wanderungsbewegungen zur Zeit der Khanate in das Gebiet des heutigen Usbekistans gelangte. Die Zeit der Usbekischen Khanate, die vom 15. bis ins 18. Jahrhundert hinein dauerte, war eine fruchtbare Zeit für Wissenschaft und Kultur. Im 19. Jahrhundert wurde Usbekistan russisches Herrschaftsgebiet. 1991 erlangte Usbekistan seine Unabhängigkeit.

Der sunnitische Islam ist die dominierende Religion in Usbekistan. In ländlichen Gegenden tragen die Menschen noch die typische Kleidung alter Zeiten; die Frauen farbenfrohe Gewänder ohne Schleier und die Männer bestickte Kappen oder Turbane.

Die Kultur Usbekistans

Die Kultur dieses Landes ist eng mit der Seidenstraße verbunden. Auf diesen Karawanenwegen vollzog sich einst der wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Austausch zwischen dem Mittelmeerraum und Asien. Entlang der Seidenstraße sind usbekische Städte wie Perlen aufgereiht:

  • Samarkand, mit ihren 2750 Jahren eine der ältesten Städte der Erde, sie gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe; in ihrem Zentrum gibt es großartige Meisterwerke islamischer Baukunst zu besichtigen, wenn man Usbekistan besucht, sollte man sich dafür auf jeden Fall Zeit einplanen.
  • Buchara, auch diese Stadt gehört aufgrund ihrer wunderschönen Zeugnisse alter, islamischer Baukunst zum Weltkulturerbe
  • Chiva, gehört ebenfalls zu den ältesten noch genutzten Städten der Menschheit, ihre Altstadt bietet ein Vielzahl prächtiger orientalischer Bauwerke

In Usbekistan wird seit alten Zeiten die Tanzkunst gepflegt. Bei den traditionellen Festen wie Nouruz, das im Mai begangen wird, pflegen die Menschen diese Kultur sehr.

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