In dem gleichen Ausmaß wie Handelsschiffe heutzutage die Straße von Gibraltar passieren, ranken sich Sagen und Legenden um die Küstenstädte von Marokko. Laut der alten Griechen habe der Hammer des Herkules hier einst Europa und Afrika voneinander getrennt und somit den beiden Kontinenten zu einer unabhängigen Kulturgeschichte verholfen.

Die parfümierten Teestuben und Gewürzmärkte der Mittelmeerstadt Tanger führen die Sinne des Reisenden sofort in eine neue Welt. Marokkos mediterrane Metropole wirkt wie ein Tor in die Kulturreichtümer des nordafrikanischen Kontinentes. Die kulturellen Referenzpunkte liegen vor allem in den Hallen des Musée de la Casbah sowie den archäologischen Stätten von Volubilis, die anhand kostbarer Schätze die Geschichte des Maghrebinisches Königreiches erzählen.

Die Berber, welche vor mehr als 4000 Jahren auf dem Territorium von Marokko siedelten, wuchsen über die Jahrtausende zu einer geschlossenen Ethnie zusammen und schufen inmitten der Wüstensteppe eine Oase der Kultur. Der einzigartige architektonische Mantel legt sich dabei anmutig über die vielfältige Vegetation des Landes. Eine Wanderung durch die Wälder aus Thujen, Atlaszedern und Aleppokiefern oder das Verweilen unter einer schattigen Dattelpalme in den Oasen der Wüstensteppe gewähren dem Urlauber ein einmaliges Gefühl für die Tiefe der Natur Marokkos. Nichtsdestotrotz sind es die marokkanischen Städte, welche die Sinne mit einem Hauch an exotischem Genuss überziehen. Es sind die feinen Düfte der Märkte, die prunkvollen Moscheen, die historischen Festungen und die Gebetsrufe des Muezzin, welche den historischen Stadtzentren von Rabat, Marrakesch, Fés, Casablanca, Tanger und Agadir einen unvergleichlichen Charme verleihen.Der Hassanturm von Rabat ist das Wahrzeichen der marokkanischen Hauptstadt und ein elementares Reiseziel für einen Urlaub in Marokko. Zusammen mit der Großen Moschee, der Kasbah des Oudaïas, und dem Bab el Oudaïazeigt sich die Medina als ein ausgezeichnetes Symbol für die Erhabenheit der Architektur der Araber. Auf der anderen Seite der Andalusier-Mauer aus dem 17. Jahrhundert reflektiert die Französische Neustadt den Pomp der Kolonialzeit und beschreibt die Entwicklung des modernen Marokkos. Seit der Verfassung von 1992 und dem Beginn der konstitutionellen Monarchie schreitet die königliche Garde im treuen Schritt über den Paradeplatz der sogenannten Mischua, dem Königspalast von Rabat und präsentiert dem Besucher stolz die kulturellen Werte des Landes. In ganz Marokko lebt das Gefühl von Loyalität und das Ideal der Gastfreundschaft. Nicht nur in Rabat ist dem Besucher ein kleiner Blick in die Gemächer des Königspalastes möglich. Auch in Fès, Marrakesch und Meknès leiten die Torbögen der Königspaläste in die imposante Kultur des Landes.