Sind Sie gerade auf der Suche nach einem passenden Reiseziel? Wieso machen Sie dann nicht einfach in Tunesien Urlaub? Tunesien ist das am nördlichsten liegende Land Afrikas. Mit knapp 164.000 Quadratkilometern ist es aber bei weitem nicht das Größte auf dem Kontinent. Insgesamt leben hier über zehn Millionen Einwohner. In der Hauptstadt Tunis sind 730.000 Einwohner zu Hause.

Wenn Sie in Tunesien Urlaub machen, sollten Sie die Stadt Tunis unbedingt besuchen, die eine der ältesten Städte am Mittelmeer ist. Alleine schon die Altstadt, die seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist mit ihren orientalischen Bauwerken eine Reise wert. Daneben gibt es aber auch noch als Kontrast den im europäischen Stil gebauten Teil der Stadt. Tunis liegt zudem in der Nähe des Mittelmeers, weshalb hier nicht nur kulturinteressierte Urlauber, sondern auch die Badegäste bei warmen Wassertemperaturen voll auf ihre Kosten kommen.

Tunesiens Wüsten

Die Chotts besichtigt man am Besten auf Kamelen ( Bildquelle: © mrks_v - Fotolia.com )

Die Chotts besichtigt man am Besten auf Kamelen ( Bildquelle: © mrks_v – Fotolia.com )

Wer einen Ausflug in die Wüste plant, ist bei einem Tunesien Urlaub gut aufgehoben. Es ist allerdings darauf zu achten, dass der Ausflug sorgfältig geplant wird und man unbedingt einen einheimischen Führer mitnimmt. Wenn man dies beachtet, steht einem bei der Erkundung der Wüste nichts mehr im Weg. Was hier auf jeden Fall gesehen werden muss, sind die zahlreichen Chotts. Chotts sind ausgetrocknete Salzseen. Diese Seen werden von Bächen aus den Gebirgen gespeist, die Salze aus dem Gestein lösen und mit sich führen. Wegen den hohen Temperarturen im Sommer verdunstet das Wasser sehr schnell und lässt die Salze übrig. Wer im Sommer, beim Tunesien Urlaub, die Wüste besucht, hat die erhöhte Chance, eine Fata Morgana zu sehen.

Sehenswürdigkeiten in Tunesien

Der Süden Tunesiens ist vor allem berühmt wegen den Drehorten vieler bekannter Filme. So wurden dort unter anderem viele Szenen von Star Wars gedreht. Wer sich die Drehorte ansehen möchte, kann mit verschiedenen Veranstaltern einen Ausflug buchen. Nicht vergessen darf man bei einem Tunesien Urlaub die Stadt Karthago. Diese Stadt kämpfte lange Zeit mit den Römern um die Herrschaft des Mittelmeerraums. Seit einigen Jahren wird sie nun Stück für Stück wieder freigelegt. In El Djem kann man ein Kolosseum betrachten, in dem bis zu 30.000 Menschen einen Platz gefunden hatten. Die Stadt Kairouan ist eine der bedeutendsten Pilgerstätten des Islam. Die dortige Moschee kann bis zu 200.000 Menschen aufnehmen. Da auch Christen diese Moschee besuchen dürfen, sollten man sich dies, bei einem Tunesien Urlaub, nicht entgehen lassen.

Wenn Sie in Tunesien Urlaub machen wollen, gibt es natürlich noch viele weitere interessante Dinge zu entdecken. Eine Reise wird sich auf jeden Fall lohnen.

Tunesiens politische Geschichte

Die Tunesische Republik, besser bekannt als Tunesien, ist ein Land in Nordafrika. Der Name leitet sich von der Hauptstadt Tunis ab. Seine Grenzen stoßen im Westen an Algerien, im Süden und Osten an Libyen. Das Mittelmeer bildet die natürliche Begrenzung im Norden und Nordosten. 

Das ursprünglich von Berbern besiedelte Land unterlag in der Vergangenheit den verschiedensten kulturellen Einflüssen. Zuerst war Tunesien ein Teil des römischen Imperiums, dann wurde es Jahrhunderte lang christlich beherrscht, bis sich dann im 7. Jahrhundert nach Christus der arabische Einfluss durchsetzte. Nach einer kulturellen Blütezeit im 12. Jahrhundert begann die Herrschaft des osmanischen Reiches, die bis in das 19. Jahrhundert andauerte. Danach war Tunesien lange französisches Protektorat, bis es 1956 seine Unabhängigkeit erlangte. Nach der Abschaffung der Monarchie 1957, wurde das Land von der tunesischen Einheitspartei regiert.

Revolutionen in Tunesien

Im Oktober 2011 fanden in Tunesien die ersten freien Wahlen statt ( Bildquelle: © lassedesignen - Fotolia.com )

Im Oktober 2011 fanden in Tunesien die ersten freien Wahlen statt ( Bildquelle: © lassedesignen – Fotolia.com )

Tunesien wurde fortan von einigen politischen Krisen erschüttert, die ihren Höhepunkt in der Revolution 2010/2011 fanden. Die sogenannte Jasmin- Revolution eskalierte zu landesweiten Protesten, Forderungen nach Presse-und Meinungsfreiheit, einem Ende der Zensur und der weitverbreiteten Korruption standen im Mittelpunkt der Demonstrationen. Im Frühjahr 2011 wurde von Präsident Ben Ali der Ausnahmezustand verhängt und die Regierung aufgelöst. Kurz danach verließ er fluchtartig das Land. Premierminister Ghannouchihat setzte als vorläufiger Nachfolger eine Übergangsregierung ein, welche Pressefreiheit und die Freilassung aller politischen Gefangenen ankündigte. Im Oktober 2011 fanden die ersten freien Wahlen in Tunesien statt. Offizieller Sieger wurde die islamistische Partei Ennahda und Hamadi Jebali neuer Premierminister.

Das neue Tunesien

Im neuen Tunesien hat sich allerdings nicht viel verändert, Presse und Internet werden weiterhin zensiert. Jetzt sind die Zensoren die ehemals verfolgten Mitglieder der islamistischen Partei Ennahda. Diese versucht den islamistischen Einfluss zu stärken und die Verfassung entsprechend zu ändern. Das hat im Jahr 2012 zu neuen landesweiten Protesten geführt, bei der sich vor allem Frauen gegen die Einschränkung ihrer Rechte durch die Islamisten wehrten. Vor der Jasmin-Revolution war der Tourismus eine Haupteinnahmequelle Tunesiens. Tunesienreisenden dürften vor allem die Insel Djerba und die Küstenorte Hammamet, Nabeul und Suosse ein Begriff sein. Seit 2011 ist die Zahl der Urlauber allerdings um über 50% eingebrochen und die Aussichten auf Besserung sind weiterhin ungewiss.

Das Wetter in Tunesien

Tunesien gehört zu den beliebtesten Reisezielen. Lange weiße Traumstrände, glasklares Wasser, Pinienwälder, beeindruckende Berge und die karge Wüstenlandschaft machen den Reiz dieses einzigartigen Landes aus. Auch kulturell hat Tunesien jede Menge zu bieten. Die Sehenswürdigkeiten sind Zeugen einer jahrtausendealten Geschichte.

Das Wetter in Tunesien

Das ganzjährig milde Wetter in Tunesien lockt Jahr für Jahr unzählige Touristen nach Tunesien. Das Land ist mit 300 bis 324 Sonnentagen pro Jahr gesegnet. Das Wetter in Tunesien ist in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich. In Tunesien treffen arides und mediterranes Klima aufeinander. Das Wetter in Tunesien ist subtropisch. Im Landesinneren herrscht deshalb ein arides, am Mittelmeer dagegen mediterranes Klima. Im Sommer liegen die Mitteltemperaturen hier um die 25 Grad und im Winter um die 12 Grad. An der Ostküste können Maximalwerte von 38 Grad gemessen werden. Da Tunesien in der subtropischen Zone liegt, herrscht im Landesinneren ein sehr arides Klima. Hier ist der Niederschlag geringer als die Verdunstung. Am Meer herrscht jedoch mediterranes Klima. Durch die Meereswinde ist es im Sommer wie im Winter angenehm mild. Selbst im Hochsommer wird hier ein abkühlender Effekt erzeugt. Das Wetter in Tunesien ist eines der Hauptgründe für die Beliebtheit des Reiselandes

Die beste Reisezeit beim Wetter in Tunesien

Wer in Tunesien Wetter milder Art erwartet liegt falsch. Es kann unangenehm heiß werden. ( Bildquelle: © fotogestoeber - Fotolia.com )

Wer in Tunesien Wetter milder Art erwartet liegt falsch. Es kann unangenehm heiß werden. ( Bildquelle: © fotogestoeber – Fotolia.com )

Die beste Reisezeit für den Norden Tunesiens ist von Mai bis Oktober, obwohl die Temperaturen im Landesinneren, bis ins Unangenehme steigen können. Für alle anderen Gebiete ist die beste Zeit zum Reisen Oktober bis Mai, wobei die Monate März, April und Mai am angenehmsten sind. Auch die Zeit von Mitte September bis Mitte November eignet sich hervorragend für einen Aufenthalt in Tunesien. Die Tagestemperaturen sind dann nicht mehr so hoch und die Wassertemperatur im Meer beträgt immer noch 22-27 Grad. Außerdem gibt es nur selten Regentage.

Bei welchem Wetter in Tunesien sollte man auf einen Besuch verzichten?

Im Januar und Februar sollte man lieber nicht nach Tunesien reisen, da das Wetter hier besonders ungemütlich ist. Dann ist die regenreichste Zeit. In manchen Regionen wie zum Beispiel im Nordwesten, kann es sogar auch schneien.

Wunderschönes Djerba

Das wunderschöne Djerba ist eine flache Insel und liegt an der Ostküste Tunesiens. Djerba ist mit 513 km² die größte nordafrikanische Insel. Auf der Insel leben etwa 120.000 Menschen, die meisten sind Berber, aber auch eine jüdische Gemeinde gibt es auf der Insel.

Das wunderschöne Djerba war in der Antike, unter der griechischen Bezeichnung Meninx (Μῆνιγξ, laut Ptolemäus „Insel der Lotosesser“) bekannt. Erst seit der Spätantike ist Girba als Name belegt. Das Titularbistum Girba geht auf ein spätantikes Bistum der römisch-katholischen Kirche zurück. Die Normannen hielten die Insel von 1134 bis 1165 besetzt. Ein Aufstand der Bewohner wurde 1154 blutig niedergeschlagen. Zwischen 1524 und 1551 war das wunderschöne Djerba der Hauptstützpunkt der nordafrikanischen-türkischen Korsaren. Bei der Seeschlag 1560, fügte die Flotte des Osmanischen Reichs, der Flotte der christlichen Mittelmeermächte eine zerschmetternde Niederlage zu.

Auf Djerba ist viel Geschichte zu entdecken

Eine der Hauptattraktionen von Djerba ist der alte Römerdamm ( Bildquelle: © shinzoo - Fotolia.com )

Eine der Hauptattraktionen von Djerba ist der alte Römerdamm ( Bildquelle: © shinzoo – Fotolia.com )

Das wunderschöne Djerba ist auch heute noch geprägt von seiner Vergangenheit. Überall auf der Insel findet man Synagogen und Moscheen. Die bekannteste und zugleich älteste Synagoge weltweit, die Al-Ghriba-Synagoge liegt nur wenige Kilometer von Houmt Souk entfernt. Nur etwa drei Kilometer hinter Sedouieck, befindet sich eine Unterirdische Moschee. Die Anlage ist in einem Olivenhain angelegt und schwierig zu finden. Obwohl sie frei zugänglich ist, ist sie nicht ausgeschildert. Noch auf die römische Zeit geht der gleichnamige Römerdamm zurück. Dieser Damm verbindet auf einer Länge von sieben Kilometern und einer Breite von gut zehn Metern, die Insel mit dem Festland. Der Damm wurde einmal vom Meer überflutet und später wegen der Auseinandersetzung Draguts mit Spanien im Jahr 1551 durchbrochen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Damm wiederhergestellt.

Antike Stätten auf Djerba

Bereits die Römer gründeten auf dem wunderschönen Djerba den Hauptort Houmt Souk. Der Ort besitzt deshalb eine lange Handelstradition. Davon zeugen viele alte Karawansereien. Zeuge der Vergangenheit ist auch Kastell. Erbaut wurde diese Festung 1289 durch Roger de Loria, einem spanischen Eroberer. Die malerische Ruine liegt auch heute noch auf einer Landzunge. Geprägt von der Vergangenheit ist auch, die archäologische Stätte Meninx. Sie liegt in der Nähe des Römerdammes an der südöstlichen Küste. Meninx ist eine antike Stadt, welche bereits von den Phöniziern erbaut wurde. In römischer Zeit war Meninx die Inselhauptstadt. Dort waren ein Amphitheater, Thermen, Basilika und ein Theater vorhanden.

Ausflug nach Tunis

Ein Ausflug nach Tunis, eine Stadt mit Geschichte und Flair
Tunis, die Hauptstadt von Tunesien, das zwischen den Nachbarstaaten Algerien und Libyen liegt, ist ein beliebtes Reiseziel für Urlauber. Das nordafrikanische Land, das nur wenige Kilometer von Europa entfernt liegt, gehört zu den sogenannten Maghreb-Staaten und wird auch häufig als das Land von Tausend und einer Nacht bezeichnet. Die nordafrikanische Metropole verfügt über eine Jahrtausend alte Geschichte und wurde von vielen verschiedenen Völkern geprägt.

Tunis besticht nicht nur mit Meeresblick, sondern auch mit einem reichem kulturellen Erbe. ( Bildquelle: © Fyle - Fotolia.com )

Tunis besticht nicht nur mit Meeresblick, sondern auch mit einem reichem kulturellen Erbe. ( Bildquelle: © Fyle – Fotolia.com )

Dieser Vielzahl an Völkergruppen verdankt das Land das reiche kulturelle Erbe, das Sie auf einer Reise nach Tunis selbst entdecken können. Die Stadt im Nordosten des Landes bietet für jeden Geschmack etwas. Neben der reichen Kultur, profitiert die Stadt vor allen Dingen von ihrer Lage am Mittelmeer, denn neben Textilien, Teppichen und Olivenöl, lebt die Stadt hauptsächlich vom Tourismus. Wunderschöne Strände in den umliegenden Stadtteilen, ziehen jährlich zahlreiche Urlauber in das Land. Die Anreise erfolgt am besten mit dem Flugzeug über den Flughafen Tunis Carthage, der sich nur etwa 10-15 Fahrminuten vom Stadtzentrum befindet.

Viele Völker prägen das kulturelle Erbe von Tunis

Tunis verfügt über eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückgeht und wurde von vielen verschieden Völkern geprägt. Der Name der Stadt geht auf die Schutzgöttin Tanit von Karthago, aus der Zeit der Punier, zurück. Die Stadt hatte ihren Namen also bereits im 9. Jahrhundert vor Christus, als die Phönizier das Land besiedelten. Doch erst im 7. Jahrhundert unter den Arabern, als Karthago vollständig zerstört wurde, erhielt die Stadt überregionale Bedeutung. Unter den Arabern entstand im 9. Jahrhundert, die bis heute erhaltene Medina, mit der Ez-Zitouna-Moschee. Die Stadt blühte im 12. Jahrhundert weiter auf und wurde zum Handelszentrum mit Europa. Viele Völker versuchten die Stadt bzw. das Land zu erobern, darunter Franzosen, Spanier und schließlich auch die Türken, die es im 16. Jahrhundert tatsächlich schafften. Die Spuren der türkischen Gouverneure, ihre Bey-Paläste, sind bis heute noch zu sehen. Im 17. Jahrhundert kamen viele Flüchtlinge, Muslime und Juden aus Andalusien nach Tunis, die dazu beitrugen, dass das Land weiter aufblühte. 1881 eroberten schließlich die Franzosen das Land und machten Tunis zum Hauptsitz ihres Protektorats. Ihre Präsenz prägte die Architektur weiter Teile der Stadt, mit Bauwerken im europäischen Stil. Das Land wurde erst 1956 endgültig unabhängig von den Franzosen.

Die Hauptstadt Tunis und ihre Attraktionen

Die lange Geschichte des Landes spiegelt sich in den Bauwerken der Innenstadt von Tunis wider. Besonders reizvoll ist die Medina, die der Stadt mit ihren Souks, das arabische Flair von Tausend und einer Nacht verleiht. Besonders beeindruckend ist die EZ-Zitouna Moschee, die zweitgrößte des Landes, die von den Aghlabiden errichtet wurde. Außerhalb der Medina befindet sich die Neustadt, die durch die Bauwerke im französischen Stil aus dem 19. Jahrhundert geprägt wurde. Bewegt man sich Richtung Mittelmeer, dem Golf von Tunis, so führt die Strecke am See von Tunis, einer flachen Lagune vorbei, wo sich mittlerweile viele Bürogebäude, aber auch zahlreiche Cafés angesiedelt haben. Direkt am Meer in den Vororten La Marsa, Sidi Bou Said, Carthage und La Goulette erhält man wunderschöne Ausblicke auf das Meer und kann den Strandurlaub bei bestem Wetter genießen. Besonders bekannt ist Sidi Bou Said mit den blau weißen Häusern, dem Markt sowie dem Café des Nattes.

Besonders sehenswert:

  • Medina und Souks
  • Ez-Zitouna Moschee
  • Avenue Habib Bourghiba, nach dem ersten Präsidenten Tunesiens benannt
  • die Vororte und ihre Strände
  • Sidi Bou Said mit dem berühmten Café des Nattes