Algerien ist ein Land, das im letzten Jahrhundert, vor allem in den 60er und 90er Jahren, viel Krieg erleben musste. Seitdem befindet sich das Land im Aufschwung und steckt alle Energie in neue Strukturierungen und in den Neuaufbau der Städte.

Fast nirgendwo sind heute noch Spuren des Krieges zu sehen. Algerien liegt als größtes Land in Nordafrika zwischen Marokko, Lybien, Tunesien, Niger, Mali, Mauretanien und der West-Sahara. Die Hauptstadt ist Algier und ist gleichzeitig die größte Stadt des Landes sowie finanzielles und kulturelles Zentrum. Die offiziellen Sprachen in Algerien sind Arabisch, Französisch und Berberisch, wobei das Arabisch nicht mit der Sprache anderer arabischer Länder zu vergleichen ist. In Algerien ist es das ganze Jahr warm, auch im Winter steigen die Temperaturen meist deutlich über 20 C°, teilweise noch über 30°C. Die Sommer sind extrem heiß und im Freien für Europäer kaum auszuhalten, das Thermometer zeigt öfter mal an die 50°C.

Durch das trockene Klima Algeriens sind viele alte Bauwerke erhalten geblieben, die es zu besichtigen lohnt. Türkische Bauten und Paläste, große Moscheen und viele historische Stätten bieten sich als Ausflugsziele für Kulturliebhaber an. Im Westen des Landes befinden sich schöne Küstengegenden, vor allem im Bereich der zweigrößten Stadt des Landes, Oran. Constantine, die drittgrößte Stadt Algeriens, befindet sich im Osten des Landes auf einem Plateau, das nur über Brücken zu erreichen ist, die über das Tal des Flusses Rhumel führen. Sie ist die älteste bewohnte Stadt von Algerien und dort kann man einen der schönsten Paläste weit und breit bewundern, den Ahmed-Bey Palast.

Besonders faszinierend ist für viele Menschen die Sahara. Sie ist kaum bewohnbar, lediglich im Winter können Besucher einen Blick auf die eindrucksvolle Landschaft werfen, die im Sommer aufgrund der Hitze niemanden anlocken kann. In den Oasen gibt es zahlreiche Unterkünfte, die im Winter jedoch schnell ausgebucht sind, weswegen ein solcher Ausflug am besten länger im Voraus gebucht werden sollte.

Das vulknanische Hoggar-Gebirge kann von der Stadt Tamanrasset aus betrachtet werden, der größten Stadt im Süden von Algerien. Von Tamanrasset aus kann man in westliche Richtung Tam erreichen und dabei eine Tour durch das Gebirge und die westliche Sahara machen. Über 6000 Jahre alte Felsmalereien findet man in der kleinen Oase Djanet, die auf dem „Plateau der Abgründe“ liegt, einer eindrucksvollen Ebene aus vulkanischen Schluchten und ausgetrockneten Flüssen.