Sylt, die größte der Nordfriesischen Inseln, liegt vor der Küste Schleswig-Holsteins. Während sich zur Ostseite hin das Wattenmeer erstreckt, öffnet sich nach Westen die offene Nordsee. In dieser geografischen Lage ist Sylt dem Meer und dem Wetter ausgesetzt, immer schon bestimmten maritime Einflüsse das Leben auf der Insel. Wo heute überwiegend der Tourismus blüht, lag vor einigen Hundert Jahren ein Großteil der friesischen Walfangflotte. Vor allem die Zeit zwischen 1630 und 1800 galt als „Goldenes Zeitalter“, einige wunderschöne Kapitänshäuser aus jener Epoche zeugen vom Reichtum, den die Menschen mit dem Walfang erwarben.

Tourismus auf Sylt

Nach einer Phase der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit kamen zu Beginn des 19. Jahrhundert die ersten Badegäste nach Sylt. Vor allem gestresste Städter waren es, welche die Nordseeinsel als Urlaubsziel auserkoren. Heute beschränkt sich der größte Teil der touristischen Aktivitäten auf den größten Ort der Insel – Westerland. Mit einer Kurpromenade samt Kurhaus, einer Spielbank, einem Spaßbad und weiteren Attraktionen ist Westerland das Zentrum des Fremdenverkehrs auf Sylt. Beliebt ist bei den Gästen die Westküste der Insel, hier findet sich ein 40 Kilometer langer Weststrand, der Raum für Wassersport aller Art bietet.

Reizvolle Orte auf Sylt

Fast schon legendär ist der der kleine Ort Kampen auf der Ostseite der Insel. Lediglich 700 Einwohner leben in dem Dorf, das vor allem in den 60er und 70er Jahren von den „Reichen und Schönen“ dieser Welt zum Treffpunkt auserkoren worden war. Heute geht es ruhiger in Kampen zu, jedoch hat das Dorf mit seinen schönen Friesenhäusern und seiner Nähe zum Roten Kliff am Oststrand nichts von seiner Attraktivität verloren.
Als Geheimtipp gilt Keitum, ebenfalls auf der Wattseite gelegen. Vor den prächtigen alten Kapitänshäusern liegen kleine, liebevoll gepflegte Gärten, im Sommer ist hier eine wahre Blütenpracht zu bewundern. Die sehr alten Bäume runden das Bild eines der schönsten Dörfer Nordfrieslands ab.