Der Suez Kanal in Ägypten

Der Suez Kanal, im Arabischen Qanat As Suways, gilt als die wichtigste Schiffsroute der Welt, denn er erspart Transportschiffen den Umweg um Afrika. Der Kanal wurde nach Plänen des österreichischen Eisenbahnpioniers Alois Negrelli von der französischen Suez-Kanal-Gesellschaft unter Leitung von Ferdinand de Lesseps erbaut. 

Für die Schifffahrt freigegeben wurde er am 16. November 1869. Nach der Verstaatlichung am 27. Juli 1956 vom ägyptischen Präsidenten Nasser wurde die Suez-Krise entfacht, bei der Frankreich, Israel und Großbritannien Truppen aussandten, um Ägypten anzugreifen. Nach Einsatz der UNO und der UdSSR wurde der Krieg jedoch schon am 22. Dezember 1956 beendet, allerdings versperrten versenkte Schiffe noch bis 1957 die Durchfahrt.

Ein Wasserweg in Ägypten




Als künstlicher Wasserweg erstreckt sich der etwa 163 Kilometer lange 
Suez Kanal vom nordöstlichen Port Said, bis hin zum südöstlich gelegenen Suez in Ägypten. Die Einbahnstrecke beginnt bei Port Said, am Mittelmeer, wo zwei in das Meer hinauslaufende Molen den Vorhafen der Stadt bilden und durch westliche Strömung herbeigeführten Nilschlamm abhalten. Weiterhin verläuft der Suez Kanal Richtung Süden, über El Kantara, durch den Menzaleh- und Ballahsee, über El Ferdane und El Gisr, in den Timsahsee, nach Ismalia im Osten Ägyptens. Je weiter sich der Suezkanal dem Roten Meer nähert, desto stärker machen sich Ebbe und Flut des Meeres bemerkbar. Er durchläuft die ägyptischen Bitterseen und erreicht schließlich, südöstlich von Suez die Reede, also die Ankerplätze, der Stadt.

Schiffsverkehr auf dem Suez Kanal

Der Suez Kanal erspart Transportschiffen, die vom Mittelmeer zum Roten Meer gelangen wollen, den Umweg rund um den Kap der guten Hoffnung, der sich um Afrika erstreckt. Er dient der Schifffahrt, wie auch der Panamakanal in Amerika, als Abkürzung. Jährlich durchqueren rund 15000 Frachtschiffe den Kanal, welche etwa 14 Prozent der weltweiten Schiffsfracht ausmachen. Lediglich Öltanker nehmen, aufgrund ihrer enormen Breite, den Weg rund um den Kap der guten Hoffnung. Aufgrund der Schmalheit des Suez Kanals herrscht hier Einbahnverkehr. Für Touristen bietet sich eine Kreuzfahrt auf dem Suez Kanal an, auch sind weitere Ausbaupläne bereits vorhanden.

Port Said

Port Said, oder auch Bur Sa´id, wie sie die Ägypter nennen, ist die viertgrößte Stadt Ägyptens und liegt auf einer Landzunge im Nordosten des Landes, ca. 200 km von Kairo entfernt. Im Jahre 1859, während des Baus des Suez Kanals, wurde Port Said gegründet, sie ist aus einem ehemaligen Lager der Bauarbeiter, die für den Suez Kanal zuständig waren, entstanden.

Ihren Namen erhielt die Stadt von Vizekönig Muhammad Said, der in der Zeit von 1854 bis 1863 lebte. Auf jeden Fall lohnt sich eine Reise nach Port Said, denn die Stadt am Suez Kanal, mit einer Einwohnerzahl von ca. 550.000 Menschen, hat einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Der Krieg am Suez Kanal

1956 wurde Port Said durch den Suez Kanal durch schwere Luftangriffe stark zerstört. Erst Mitte der 70er Jahre begann man langsam mit dem Wiederaufbau.

Suez Kanal

Die Hauptattraktion von Port Said ist natürlich der Suez Kanal mit einer Länge von 163 km. Der Suez Kanal verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer. Es ist faszinierend anzusehen, wie die großen Ozeanriesen sich durch die enge Passage schlängeln.

Der Hafen und seine Bedeutung



Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Port Said ist, wie der Name schon sagt, der Hafen. 
Nach Alexandria ist der Hafen von Port Said der Bedeutendste des ganzen Landes. Er gilt als wichtiger Umschlagplatz für zahlreiche Waren, insbesondere für Reis und Baumwolle, und ist Industriehafen und Tanklager am Suez-Kanal. Mit über 230 ha ist er der Haltepunkt für alle Schiffe, die den Suez Kanal passieren wollen. Die Hafenstadt Port Said ist eine Freihandelszone. Daher sind Einkäufe hier besonders günstig und es gibt ein sehr großes Warenangebot vor Ort. Das ganze Jahr über findet man Straßenhändler rund um den Hafen, die dort ihre Waren anbieten. Außerhalb des Hafens sind die Waren jedoch noch günstiger. Oft gibt es hier aber gar keine richtigen Verkaufsstände, die Waren liegen dann einfach auf der Straße.

Ein besonderes Highlight ist die Anlegestelle für Kreuzfahrtriesen. Die imposanten Schiffe legen in der Nähe des Leuchtturms, am westlichen Kanal und Hafenufer, an. Obwohl sich in Port Said viel Industrie angesiedelt hat, gilt sie trotzdem als eine der schönsten Städte Ägyptens. Viele alte Gebäude von Port Said sind noch erhalten geblieben und vermitteln den Besuchern so, einen Einblick in die Vergangenheit der Hafenstadt.

Das Land Ägypten

Ägypten ist ein Staat in Afrika. Hier leben über 80 Millionen Menschen bei einer Gesamtfläche von über einer Million Quadratkilometern. Die größte Metropole ist die Stadt Kairo, die gleichzeitig die amtierende Hauptstadt des Landes ist. Ägypten selbst, gehört zu den am meisten bevölkerten Ländern, der Welt. Zu den Hauptnachbarländern gehören Libyen und der Sudan.

Das Land selbst, liegt sowohl am Mittelmeer, als auch am Roten Meer und wird von den Fluss Nil, durchzogen. Durch die nordöstliche Lage in Afrika, ist die Insel Zypern nicht weit von Ägypten entfernt. Das Land gilt als interkontinentaler Staat, da es eine Landbrücke nach Asien besitzt. Die Amtssprache ist hauptsächlich Arabisch. Als wichtigste Fremdsprache gilt jedoch Französisch in Oberschicht. Englisch bekommt ebenfalls immer mehr Bedeutung zu, in dem multikulturellen Staat.

Da Ägypten ein islamisches Land ist, hat der Islam ebenfalls die Hauptbedeutung unter den Religionen. Dicht gefolgt von dem Judentum, ist das Christentum ebenfalls sehr verbreitet. Das alte Ägypten begann bereits 4000 v. Chr. in Erscheinung zu treten. Das Land wurde damals durch den Sonnengott Ra regiert. Die Hochkultur begann jedoch erst 1000 Jahre später und wurde durch den Pharao Menes regiert. 1000 v. Chr. bekam Ägypten eine neue Hochzeit durch Ramses dem II.. 525 v. Chr. eroberten die Perser das Land.

Tourismus-Informationen

Ägypten hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten ( Bildquelle: © mandritoiu - Fotolia.com )

Ägypten hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten ( Bildquelle: © mandritoiu – Fotolia.com )

Touristen bekommen in Ägypten viel geboten. Da es in einem Trockengürtel liegt, sind dort sehr wenige Niederschläge zu erwarten. Das besonders im Sommer, heiße Wetter, ist durch die geringe Luftfeuchtigkeit, sehr gut für Urlauber zu ertragen. Die Durchschnittstemperaturen liegen hier bei ca. 35°C. Es gibt viele Sehnswürdigkeiten und Reisevarianten für das Land. Über den Suezkanal können Schifffahrten nach Port Said, einer ägyptischen Hafenstadt, unternommen werden. Die Hauptsehenswürdigkeiten sind wohl die Pyramiden von Gizeh. Diese gelten als älteste Bauwerke der Menschheit. Man findet sie am Stadtrand von Kairo. Bei der Besichtigung der Pyramiden, kann ebenfalls die Sphinx von Gizeh besichtigt werden. Hierbei handelt es sich um eine 20 Meter hohe Statue, die am Westufer des Nils steht. Sie zeigt, das Format eines Löwen mit dem Kopf eines Mannes. Eine Reise nach Ägypten lohnt sich also.

Die Schiffsfahrt

Die Geschichte des Schiffsverkehrs. Die Überquerung der Meere und Wasser war schon in der frühesten Geschichte Menscheit von größter Bedeutung, denn nur so ließen sich neue Länder erkunden und potentielle Lebensräume schaffen. Aus dieser Notwendigkeit entwickelte sich der Schiffsverkehr.

Die Anfänge des Schiffsverkehr

Die ersten Menschen nutzten Flöße oder Einbäume um Meere und Flüsse überwinden zu können. Das war der Anfang des Schiffsverkehr und entwickelte sich von da an immer weiter. Wasser wurde somit zu einem Transportweg und konnte zur Erkundung, dem Handel und dem Austausch von Ideen genutzt werden. Doch kam durch den Schiffsverkehr auch, die Möglichkeit militärische Konflikte in weit entfernte Regionen zu tragen. Heute ist der Schiffsverkehr für den Handel von größter Wichtigkeit, denn nur so lassen sich große Güter und viele über lange Zeit transportieren. Schiffe sind auch zur Forschung sehr wichtig. Ein Großteil der Antarktis konnte nur mit Hilfe von schmalen Wasserwegen erkundet werden und somit aufschlussreiche Daten liefern.

Wo gibt es Schiffsfahrt?

Diese Form des Transportes gibt es auf zwei Arten: Die Seeschifffahrt deckt alle Bereiche der Meere und Ozeane auf der Welt ab. Die Binnenschifffahrt bezeichnet den Transport auf Flüssen. Kanäle wie der Suez-Kanal in Ägypten, sind eine Möglichkeit eine Landmasse durch einen künstlichen Kanal zu durchqueren. Die Wasserstraße zwischen den Hafenstädten Port Said und Port Taufiq bietet für zahlreiche Schiffe, eine Möglichkeit schneller ans Ziel zu kommen. So funktioniert auch der Panamakanal in Südamerika.

Schiffsverkehr ist seit langem eine effektive Möglichkeit zum Transport von Gütern ( Bildquelle: © Carabay - Fotolia.com )

Schiffsverkehr ist seit langem eine effektive Möglichkeit zum Transport von Gütern ( Bildquelle: © Carabay – Fotolia.com )

Seewege nennt man diese Strecken, sie haben eine zentrale Bedeutung. Diese Strecken werden schon jahrelang beschifft und bieten die schnellsten Möglichkeiten für den Schiffsverkehr. Die bedeutendsten und meist genutzten Seewege sind:

  • Der Pazifik ist durch den Atlantik auf drei Arten zu erreichen: Über das Nordpolarmeer (Nordwest- und Nordostpassage), Mittelamerika über den Panamakanal und Südamerika über Feuerland und die Straße des Magellan.
  • Von Europa über Afrika (Suez-Kanal oder um das Kap der guten Hoffnung) nach Asien und zurück.
  • Europa und Amerika über den Atlantik
  • Asien-Ozeanien und Amerika über den Pazifik.

Die Schiffsfahrt ist für die Industrie, die Fischerei und den Handel von zentraler Bedeutung. Aufgrund von Piraten und Unfällen ist die Schiffsfahrt auch ein gefährliches Feld (Titanic und Somalische Piraten).

Der Panamakanal

Der Panamakanal ist ein 81,6 km langer künstlicher Schifffahrtsweg durch die Landenge (Isthmus) der mittelamerikanischen Präsidialrepublik Panama und verbindet den Atlantik (Karibische See) mit dem pazifischen Ozean. Beiderseits des Kanals befindet sich ein Landstreifen, die sogenannte Kanalzone, welche bis 1999 unter amerikanischer Herrschaft war.

Der Eingang der Wasserstraße befindet sich auf der Atlantikseite bei Colón und Cristóbal. Über die Schleusen von Gatun (26 m Niveauunterschied) und dem künstlichen Stausee Gatun (423 qkm), sowie weiteren drei Doppelschleusen, erreicht man den Kanalausgang am Pazifik bei Balboa. Ausgangspunkt für den Bau der Wasserstraße war die Verkürzung der Schifffahrtswege und somit die Reduzierung der Transport- und Reisezeit von der nordamerikanischen Ost- zur Westküste. Die Umschiffung der Spitze Südamerikas sollte nicht mehr erforderlich sein.

Der Panamakanal, fast wie der Suez Kanal

Der Bau des Panamakanals begann 1879 unter der Leitung des Franzosen Ferdinand de Lesseps, welcher bereits für den erfolgreichen Bau des Suez Kanals und dessen Inbetriebnahme 1869 bekannt war. Im Rahmen der Bauarbeiten starben in den Jahren 1881 bis 1889 jedoch tausende Arbeiter an den bis dahin noch unbekannten Erregern der Malaria und des Gelbfiebers. Zudem führten finanzielle Schwierigkeiten, organisatorische und technische Mängel, sowie die problematische geologische Situation dazu, dass die ursprünglichen Pläne nicht eingehalten werden konnten und die Arbeiten am Panamakanal 1889 durch die verantwortliche französische Kanalbaugesellschaft eingestellt wurden. Die Wiederaufnahme der Bauarbeiten erfolgte durch die USA, die den Panamakanal 1914 fertig stellte und in Betrieb nahm.

Wirtschaftliche Bedeutung des Panamakanals



Der Panamakanal, im Jahr 1999 von den USA an Panama zurückgegeben, hat, als 
eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, eine große Bedeutung für den Schiffsverkehr und erhebliche Folgen für die wirtschaftliche Lage Panamas.
Ein Großteil des Volkseinkommens Panamas entsteht durch die Einnahmen aus dem Kanalverkehr und den daraus resultierenden Dienstleistungen. Die Passierdauer beläuft sich, in Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen und des Andrangs, auf durchschnittlich zwölf Stunden. 
Mithilfe von Lokomotiven werden die Schiffe durch die Schleusen geleitet. Jährlich durchqueren bis zu 15.000 Schiffe den Panamakanal und transportieren eine Warenmenge von ca. sechs Prozent des Welthandels. Rohstoffe wie Holz, Erze und Kohle, sowie Erdölprodukte gehören zu den häufigsten Transportgütern. Zusätzlich werden vermehrt Kreuzfahrten, inklusive einer Passage durch den Kanal, angeboten. Die kürzeste Seeverbindung der Ost- zur Westküste Nordamerikas und der damit verbundenen verringerten Transportzeiten hat sich insbesondere positiv auf die Importe aus Asien ausgewirkt. Zum 100-jährigen Jubiläum des Kanals 2014 sind weitere Ausbaumaßnahmen geplant, sodass auch Schiffe mit größeren Maßen bei der Passage berücksichtigt werden können.