Andalusien ist die Südlichste der autonomen Regionen in Spanien und erstreckt sich über eine Länge von 83.000 km². Der westliche Teil Andalusiens grenzt an Portugal und im südlichen Bereich grenzt es an das Mittelmeer und den Atlantischen Ozean. Von der südlichsten Stadt Andalusiens aus, Tarifa, sind es nur 14 Kilometer bis nach Afrika. Die Hauptstadt ist Sevilla, die viertgrößte Stadt Spaniens.

Der Felsen von Gibraltar: Hier sind es nur 14 km zwischen Andalusien und Afrika

Der Felsen von Gibraltar: Hier sind es nur 14 km zwischen Andalusien und Afrika

Andalusien bietet viele Sehenswürdigkeiten und ist bei Touristen sehr beliebt. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Region für jeden Geschmack etwas Passendes bietet. Es gibt lange Sand- und Kiesstrände zum Ausspannen und Schwimmen, aber auch die Sierra Morena, eine bis zu 1000 Meter hohe Mittelgebirgskette, die zum Klettern und Bergwandern einlädt. Die berühmte „Straße von Gibraltar“ beschreibt die Meeresenge zwischen Andalusien und Afrika, die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet. Sie wird unter anderem als Handelsstraße für den Schiffsverkehr genutzt und bietet auch Touristen ein beeindruckendes Schauspiel, wenn sie vom Schiff aus die vielen Wale und Delfine beobachten können, die dort leben. Die Mittelmeerküste Costa de Sol ist zum Baden am besten geeignet, zum Surfen empfiehlt sich die Costa de la Luz an der Atlantikküste, an welcher der beste Wellengang herrscht. Zwischen März und Oktober ist in Andalusien Stierkampf-Saison, und auch als Tourist kann man sich einen solchen Kampf in einer echten Arena ansehen.

Auch für historisch interessierte Besucher bietet Andalusien viele Sehenswürdigkeiten. So findet man in Sevilla die Grabstätte von Christoph Kolumbus oder die Reste der großen Stadtmauer, die einmal um die ganze Innenstadt verlief. Auch die Altstadt allein ist schon eine Reise wert, sie gestaltet sich aus zahlreichen kleinen Gassen und einem echten Labyrinth aus kleinen Lädchen und Verkäufern von Handwerk.

Die andalusische Küche ist beeinflusst von einigen verschiedenen Ländern und Kulturen und ähnelt der spanischen Küche. In den Küstenregionen herrscht eine Vorliebe für Fischgerichte, im Inland werden aber auch gerne deftige Mahlzeiten gekocht. Dort gibt es viele Eintöpfe und Schmorgerichte, zum Beispiel den Cocido, ein Kichererbsen-Eintopf mit Blutwurst, Schinkenknochen und Paprikawurst. Die bekannteste Suppe aus Andalusien ist die Gazpacho, eine kalte Suppe aus ungekochtem Gemüse, das zur Hälfte pürriert, zur Hälfte in Würfeln darin verarbeitet ist.