Was ist eine Skireise?

Bei einer Skireise handelt es sich um einen Urlaub, in dem das Skifahren im Vordergrund steht. Meistens fährt man für eine Skireise nach Österreich oder in Schweiz, weil es dort eine große Anzahl an Skipisten gibt. Eine Skireise ist der absolute Gegensatz zu einem Badeurlaub am Stand, denn in der Regel liegt auf den Bergen Schnee und die Temperaturen befinden sich unter dem Nullpunkt.

Dabei gibt es nicht nur viele erwachsene Menschen, die gerne Ski fahren, sondern auch reichlich Kinder. Allerdings sollte man auf das Alter der Kinder achten, denn unter vier Jahren lohnt sich keine Skireise für die Kleinen. Außerdem sollte man in Erwägung ziehen, dass Kinder, die noch klein sind, zunächst einen Skikurs absolvieren sollten. Wobei Skikurse auch für Erwachsene empfehlenswert sind, gerade wenn es sich um Anfänger handelt.

Die richtige Ausrüstung auf der Piste

Die richtige Ausrüstung ist auf einer Skireise unverzichtbar. ( Bildquelle:  © mma23 - Fotolia.com )

Die richtige Ausrüstung ist auf einer Skireise unverzichtbar. ( Bildquelle: © mma23 – Fotolia.com )

Wer auf eine Skireise geht, sollte sich auch ordnungsgemäß ausrüsten. Dazu gehören gut sitzende Skischuhe mit einer harten Schale. In Fachgeschäften kann man sich professionell über die Ausrüstung informieren lassen. Wer Kinder dabei hat, sollte darauf achten, dass die Skier nicht größer sind als das Kind selber. Da man beim Skifahren immer in Bewegung ist, sollte man sich und die Kinder nicht allzu warm anziehen. Dafür ist Funktionskleidung optimal geeignet, denn sie sorgt für den nötigen Temperaturenausgleich. Darüber sollte man einfach eine Jacke oder eine Hose tragen.

Des Weiteren gehören Schal und Mütze, sowie Handschuhe zur Ausstattung für eine Skireise. Auch eine Sonnenbrille mit Sicherheitsglas und ein Helm sind ein absolutes Muss. Selbstverständlich sollte man auch den Sonnenschutz nicht vergessen. Obwohl es in den Bergen kalt ist und viel Schnee liegt, zieht man sich trotzdem sehr schnell einen ordentlichen Sonnenbrand zu.

Darauf muss man achten!

Wer auf eine Skireise geht, muss einiges beachten und Vorkehrungen treffen. Zunächst sollte man sich um eine vernünftige Versicherung kümmern, denn Ski fahren gehört zu einer Risikosportart. Auch während der Skireise bzw. auf der Piste sollte man jede Menge beachten. Dazu gehört vor allem auch die Rücksichtnahme auf andere Personen in der Umgebung.

Außerdem sollte man auf eine angemessene Fahrweise auf der Piste achten, sowie auf die richtige Fahrspur. Auf den Pisten gibt es viele Zeichen und Markierungen, sowie Signale, auf die man achten sollte. In Skigebieten gilt die Ausweispflicht und gerade für Unfälle ist es enorm wichtig, dass man seinen Ausweis bei sich trägt.

Auch die Auswahl vom richtigen Skigebiet spielt eine große Rolle, genauso wie eine exquisite Unterkunft, die zudem nah an dem Skigebiet sein sollte. Beliebt sind Skigebiete wie IschglObertauern und Garmisch Patenkirchen.

Die bekanntesten Skigebiete

Im Winter sind viele Skigebiete gut besucht. Denn: Das Skifahren ist im Winter die beliebteste und am weitesten verbreitete Sportart. Neben einigen beliebten Skigebieten gibt es auch jene, die auf der ganzen Welt bekannt sind.

Diese Skigebiete liegen ganz vorne

Skibegeisterte finden auf der ganzen Welt Plätze zum Skifahren. Insgesamt gibt es sogar 4579 Skigebiete, verteilt auf 75 Länder, die das Herz des Skifahrers höher schlagen lassen und die Skireise zu einem Erfolg werden lässt. Diese Skigebiete liegen im Bekanntheitsgrad ganz oben:

  • Wilder Kaiser-Brixental: Dieser Skiplatz liegt in Tirol und gilt als Österreichs größtes Skigebiet in den Kitzbühler Alpen. Der Wilder Kaiser-Brixental bietet 279 Pistenkilometer, von welchen 210 das ganze Jahr über beschneit werden.
  • Ischgl: Auch Ischgl liegt in Tirol und ist als bester Après-Ski Ort der Welt bekannt. Durch seine Höhe von 2872 Metern und einem gut funktionierendem Beschneiungssystem ist immer für reichlich Schnee gesorgt. Der Ischgel wartet mit 210 Pistenkilometern auf.
  • St. Moritz: Dieser Ort liegt in der Schweiz und zählt zu den ältesten Skigebieten der Welt. Er verfügt über 163 Pistenkilometer, wovon 87 Kilometer als schwer eingestuft werden. Der höchste Punkt des St. Moritz liegt bei 3057 Metern.
  • Engelberg: Von den Skigebieten ist der Engelberg zwar ein kleiner Vertreter mit einer maximalen Abfahrtslänge von 12 Kilometern, doch gilt er als wunderschön. Bekannt ist dieses Skigebiet wegen seiner unzähligen Freeride-Möglichkeiten.
  • Zermatt: Die Skipisten des Zermatts gehören zu dem Kanton Wallis in der Schweiz. Hier finden Skifreunde tiefe Powder-Runs, vielseitige Pisten und eine Abfahrtslänge von 20 Kilometern. Zermatt ist das höchstgelegene Skigebiet der Alpen.
  • Chamonix: In Frankreich liegt das Skigebiet Chamonix. Es ist das wildeste und schönste Gebiet der Welt. Man findet hier in jeder Höhenlage, klasse Abfahrten, sowie eine maximale Strecke von 22 Kilometern.

Gute Skigebiete sind überall

Nicht nur in der Schweiz gibt es schöne Skigebiete. ( Bildquelle: © www.photalo.de - Fotolia.com )

Nicht nur in der Schweiz gibt es schöne Skigebiete. ( Bildquelle: © www.photalo.de – Fotolia.com )

Neben den bisher genannten Skigebieten gibt es natürlich noch einige mehr. Auch hier findet der begeisterte Skifahrer tolle Abfahrten, schneebeladene Hänge und jede Menge Spaß:

  • Obertauern: Zählt zu den schneesichersten Skigebieten Österreichs.
  • Garmisch Patenkirchen: familienfreundliches Skigebiet in Bayern
  • Portes du Soleil: In Frankreich gelegen, längste Abfahrt acht Kilometer.
  • La Plagne: ebenfalls in Frankreich. Verfügt über 225 angelegte Pistenkilometer.
  • Heavenley: Dieses Gebiet liegt in der USA.
  • Telluride: Befindet sich in der USA, Colorado. Die längste Abfahrt beträgt 7,4 Kilometer.
  • Aspen: USA, Colorado. Ausgeglichenes Klima, trockene Luft und viel Schnee.
  • Lake Wanaka: Neuseeland
  • Whistler: Liegt in Kanada, besitzt die aktivste Szene

Wie man sieht, spielt es keine Rolle, wo man lebt.
Es gibt überall Plätze, an denen sich Skifahrer nach Herzenslust austoben können.

Ischgl – Vom Skifahren zum Après-Ski

Ischgl ist eine österreichische Gemeinde mit ca. 1600 Einwohnern. Der Ort hat durchschnittlich 15 Einwohner auf einen Quadratkilometer, verfügt über ca. 11.000 Gästebetten und liegt im Gerichtsbezirk Landeck. Geografisch liegt Ischgl im Paznaun zwischen der Verwallgruppe und Silvretta.

Mathon gehört mit zu Ischgl und obwohl es keine eigene Gemeinde darstellt wird es separat geführt. Die Orte Kappl, Galtür, Sent und Samnaun liegen in direkter Nachbarschaft.

Mathon und Ischgl haben nur eine Haupteinnahmequelle – den Tourismus

Ursprünglich war Ischgl ein Bergbauerndorf, welches vor rund 1000 Jahren von Walsern besiedelt wurde. Eine Verbindung in das Oberinntal existierte lange Zeit nicht. Wirtschaftlich bestand jedoch ein enger Kontakt mit Vorarlberg und Engadin. Erzherzog Siegmund privilegierte Ischgl, indem Vieh zollfrei in bestimmte Gegenden exportiert werden durfte. Im Gegenzug konnte Getreide zollfrei nach Ischgl eingeführt werden. Im 17. Jahrhundert wurde der Handel deutlich weniger. Grund dafür war, dass Engadin sich von Tirol löste. Der Jamtaler Ferner hatte sich im 18. Jahrhundert soweit vergrößert, dass der Weg nicht einmal mit Hilfe von Saumpferden passierbar war. Daraufhin erlag der Handel komplett.

Durch das Ende des Handels konnte die Bevölkerung im Tal nicht mehr ernährt werden. Eine große Abwanderung war die unvermeidbare Folge. Man schickte Kinder als Arbeitskräfte in die Fremde. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man mit Tourismus eine große Einnahmequelle. Zwischen 1882 und 1889 errichtete man viele Schutzhütten. In den letzten Jahrzehnten ging das Bild des idyllischen Bergbauerndorfes jedoch gänzlich verloren. In der heutigen Zeit ist Ischgl ein Beispiel für Massen – und Eventtourismus im Après-Ski.

Zum Kulturbild von Ischgl gehören unter anderem folgende Sehenswürdigkeiten:

  • die Totenkapelle und der Friedhof,
  • die Expositurkirche heiliger Sebastian in Mathon
  • die Kapelle heilige Anna auf der Bodenalpe und
  • die Kapelle zu den 7 Schmerzen Mariens in Unterpardatsch.

Mit Popkonzerten feiert man jährlich die Saisoneröffnung und den Saisonausklang. Zahlreiche Seilbahnen dienen dazu die Touristen in die Skigebiete zu befördern. Regelmäßige Veranstaltungen in dem Bergbauerndorf sind das Top of the Mountain Concert und das Ironbike Ischgl.

Das Dorf hat die größte Dichte an 4 Sterne Hotels in ganz Österreich und ist eine Skireise wert. Obertauern zählt hingegen zu den schneesichersten Skigebieten Österreichs. 

Obertauern in Österreich

Der Tourismusort Obertauern ist mit 950.000 Übernachtung im Jahr einer der wichtigsten Touristenorte im österreichischen Bundesland Salzburg. Dabei entfallen die meisten Übernachtungen in den 9.000 Betten des Gebietes von Obertauern in die Winter-Ski-Saison. Seit 1920 machen sich Ski-Begeisterte auf, um die Ski-Pisten des Gebietes zu nutzen.

Obertauern im Wandel der Zeit

Das Gebiet selbst hat Marktrecht, gehört aber kommunal zu zwei Gemeinden:

  • Untertauern 
  • Tweng

Wer Obertauern sagt, der meint im Wesentlichen erst einmal das Hoteldorf Obertauern. Die Zeiten, wo Pferdeschlitten das Gepäck der Gäste transportierten, gehören zu den nostalgischen Anfängen dieses Skigebietes an. Auch, dass die Skipisten in den Jahren 1948 bis 1960 selbst getreten wurden, ist längst Vergangenheit. Für diesen Einsatz gab es damals drei Freifahrten mit dem Ski-Lift gratis. 1961 wurde die moderne Pendelseilbahn in Betrieb genommen und ab 1963 kamen die Pistenraupen zum Einsatz.

Obertauern als beliebtes Ski – und Snowboardgebiet

Obertauern ist einer der wichtigsten Touristenorte in Salzburg ( Bildquelle: © Martin M303 - Fotolia.com )

Obertauern ist einer der wichtigsten Touristenorte in Salzburg ( Bildquelle: © Martin M303 – Fotolia.com )

Skifahren und Snowboarden sind wohl die beliebtesten Wintersportarten in Obertauern. Rund 100 km präparierte Pisten mit 26 Beförderungsmitteln können in der Stunde bis zu 50.000 Gäste auf die Pisten befördern. Die Pisten sind je nach Schwierigkeitsgrad farblich markiert. Selbstverständlich können auch Nicht-Wintersportler die Sesselbahnen und Gondeln für Bergfahrten nutzen und die einmalige Landschaft genießen.

Zu den steilsten Pisten Österreichs gehören die Gamsleiten 2 im Ort am Tauernpass. Für ausreichend Parkfläche ist in Obertauern mit 24.000 qm gut gesorgt. Im Sommer ist der Ort ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen entlang des Zentralalpenweges.

Was der Gast sich nicht entgehen lassen sollte

Die Liftanlagen sind rund um das Skigebiet angelegt und so kann der Skireisende die einzelnen Pisten im Uhrzeigersinn ausprobieren. Wer vom Pistenfahren genug hat, kann auch die 26 km gespurten Langlaufloipen entlang der Wanderwege nutzen. Bis in die Steiermark und Flachau sind es jeweils 2 Stunden (im Sommer als Wanderwege zu nutzen). Abends wartet nach der Halbpension, entweder das Nachtleben des Ortes oder noch eine Runde im Sportzentrum. Hier haben schon Olympiasieger und Weltmeister trainiert.

Das Sportzentrum bietet:

  • 660 qm Vitalcenter mit sportmedizinischer Betreuung.
  • zwei Tennis-Hallenplätze mit Schwingboden
  • drei vollautomatische Kegelbahnen
  • ein Badmintoncourt
  • drei Squashboxen

Wer lieber in Deutschland bleiben möchte, für den ist eine Skireise nach Garmisch Patenkirchen in Bayern zu empfehlen.

Garmisch Partenkirchen

Wer Garmisch Partenkirchen hört, dem fällt wahrscheinlich als erstes die dortige Skisprungschanze ein und assoziiert diesen heilklimatischen Kurort in Oberbayern unweigerlich mit dem Skisport.

Garmisch Partenkirchen – ein beliebtes Skigebiet

Tatsächlich hat Garmisch Partenkirchen als Skigebiet einiges zu bieten. Insgesamt 40 Kilometer preparierte Pisten, davon 7 Kilometer leichte, 24 Kilometer mittelschwere und 9 Kilometer schwarze Pisten, bieten für jedes fahrerische Können etwas. Legendär geworden ist die schwarze „Kandahar Abfahrt“ die vom mehr als 1700 Metern hoch gelegenen Kreuzjoch bis ins 1000 Meter tiefer gelegene Garmisch führt.

Mit seinen zehn Schleppliften, vier Sesselliften, zwei Gondeln, zwei Luftseilbahnen, sowie einem sogenannten Zauberteppich bietet Garmisch Partenkirchen eine ausgezeichnete Infrastruktur für Skisportler.

Gute Erreichbarkeit und unproblematische Anreise

Gäste aus ganz Deutschland, sowie aus den Beneluxländern, schätzen die gute Erreichbarkeit des Skiortes. Von München führt die Autobahn A95 bis Eschenlohe und von dort aus sind es nur noch 15 Kilometer, die auf der Bundesstrasse 2 gefahren werden müssen, um in Garmisch Partenkirchen anzukommen. Wer vom Süden her kommt, fährt am Besten über die Passstrasse B179 oder nimmt den Weg über Seefeld und Mittenwald.

Prädikat ausgesprochen familienfreundlich

So erreichen Sie Garmisch Patenkirchen. ( Bildquelle: © artalis - Fotolia.com )

So erreichen Sie Garmisch Patenkirchen. ( Bildquelle: © artalis – Fotolia.com )

Garmisch Partenkirchen erweist sich zudem als Skigebiet besonders familienfreundlich. Die örtliche Skischule befindet sich an der Talstation der Hausbergbahn. Ein sehr schön ausgestattetes Kinderland, das sogenannte „Lummerland“ findet sich an der Bergstation der Hausbergbahn.

Die Kinder werden von „Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“ zu jeder Menge Spass im Schnee animiert. Wenn man mit Kindern im Skigebiet von Garmisch Partenkirchen unterwegs ist, sollte eigentlich nur die schwarze „Kandahar Abfahrt“ gemieden werden. Von dieser Ausnahme einmal abgesehen können Familien mit Kindern sämtliche Abfahrten bedenkenlos geniessen.

Après Ski

Ein Skigebiet wäre kein Skigebiet, gäbe es nicht auch zahlreiche Après Ski Gelegenheiten zur Stärkung. Die trendige CafèBar „Kandahar“, an der Talstation der Kreueckbahn gelegen, verwöhnt seine Gäste mit leichten Snacks und italienischen Kaffeespezialitäten.

Wer es deftiger mag, der findet Gefallen an der guten bayerischen Küche des Drehmöser 9 oder im Garmischer Haus am Hausberg. In der Kandahar Bar kann nach der letzten Abfahrt auch noch der letzte wärmende Glühwein genossen werden. Discotheken und Bars runden das Angebot zur Abendunterhaltung ab.

Garmisch Partenkirchen ist somit für Skifahrer und Snowboarder eine Skireise wert, die den Vergleich mit IschglObertauern oder St. Anton keineswegs zu scheuen braucht.