„Ich hab noch einen Koffer in Berlin!“ – Niemand anders hat es besser fassen können als die in die USA emigrierte Diseuse Marlene Dietrich. „Deswegen muss ich nächstens wieder hin“, wie der Text weitergeht. War Berlin schon zu der Diedrichs Zeiten mondän und anziehend, so ist die Hauptstadt nach Fall der Mauer und Wiedervereinigung die Stadt in Deutschland, die der Besucher immer wieder sehen kann. Ob Admiralspalast oder Friedrichstadtpalast, Alexanderplatz oder Unter den Linden, Schloss Charlottenburg und Schloss Sanssouci, die Hauptstadt zieht viele Menschen an.

„Berliner Luft“

Ob es die Berliner Mauer, die Luftbrücke, der Besuch J.F.Kennedys war, die Hauptstadt hat eine wechselvolle Geschichte und trägt vielen Erinnerungen wie Perlen in sich. Ob es nun der neuaufgeblühte Stadtteil Kreuzberg ist, oder der Prenzlauer Berg und Friedrichshain mit seinem Nachtleben, durch das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz haben wir es mit einer pulsierende Metropole zu tun, die wie New York nie schläft. Am Potsdamer Platz und rund um den Hauptbahnhof mit dem angrenzenden Regierungsviertel mit dem Reichstag gehen die Lichter nie aus.

Berliner Flair und Leben

Bei dem Brandenburger Tor handelt es sich um Berlins bekannteste Sehenswürdigkeit.

Bei dem Brandenburger Tor handelt es sich um Berlins bekannteste Sehenswürdigkeit.

Ob Brandenburger Tor, Siegessäule oder der Fernsehturm am Alex, sie alle sind nur ein kleiner Eindruck von dem, was die Stadt zu bieten hat. Schon eine legendäre Currywurst, an der Imbissbude am Mehringdamm probiert, die in der Stadt erfunden wurde? Oder vielleicht schon mal die echt Berliner Institutionskneipe Klo in Charlottenburg besucht?  Für die Erkundungstouren bieten sich die Bus-Linie 100 oder 200 an, die den Gast zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bringt. Wie ein Hop-On-Bus kann ein und ausgestiegen werden, ob am Schloss Bellevue, den nordischen Botschaften, für ein leckeres Mittagessen in der Kantine dort (sehr empfehlenswert!), oder direkt am Bundestag, um ein paar Meter zum Kanzleramt zu gehen, das die „freche Berliner Schnauze“ nur Waschmaschine nennt. Wie bunt die Stadt werden kann zeigt sich an Pfingsten beim „Karneval der Kulturen“ und Ende Juni zwei Wochen mit dem Bundesauftakt der Christopher-Street-Days mit ihrem Höhepunkt der Parade.

Das Gänsehautfeeling durch die jüngste Geschichte

Ältere Semester haben das Geräusch der Mauerspechte noch im Ohr, kurz nach der Grenzöffnung. Unvergessen die „Einheit“ das Feuerwerk und das erstmalige Singen der gemeinsamen Nationalhymne vor dem Reichstag. Dann das Bild des alternden Papstes, der mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl durch das offene Brandenburger Tor schritt. Nach der Überwindung zweier ungerechter Regime im 20. Jahrhundert atmet fast jeder Stein Geschichte. Das zerstörte Stadtschloss wird wiederaufgebaut. „Schaut auf diese Stadt!“ Mit den Worten Willi Brandts kann man sagen, was aus der einst geteilten Hauptstadt wunderbares für Deutschland und Europa geworden ist.