Das Schloss Sanssouci steht in Potsdam und wurde von 1745 bis 1747 von dem Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtet. Die Skizzen des Bauplans zeichnete der preußische König Friedrich der II. persönlich im Stil des Rokoko. Ursprünglich war das Schloss als Sommerresidenz des Königs gedacht. Knapp 100 Jahre später wurde ein Umbau des Schlosses veranlasst. König Ludwig Persius fertigte die Skizzen für die Entwürfe selbst.

Seit 1990 steht das Schloss samt Schlossgarten unter dem Schutz der UNESCO und zählt zum Weltkulturerbe. Friedrich der zweite wollte mit dem Schloss Sanssouci ein kleines Schloss in dem er in Ruhe wohnen und sich zurückziehen konnte. Man gelangt unkompliziert und schnell vom Wohnkomplex in den Garten. Am 01. Mai 1747 wurde die Einweihung des Schlosses gefeiert, trotzdem nicht alle Räumlichkeiten zu 100 Prozent fertig waren. Im Schloss Sanssouci lebte nur der König von April bis Oktober und zeitweise von ihm ausgewählte Gäste. In den Wintermonaten bewohnte Friedrich der II. Schloss Sanssouci. Von seiner Gattin grenzte er sich im Jahr 1740 nachdem er den Thron bestiegen hatte räumlich ab. Sie lebte im Schloss Schönhausen welches sich bei Berlin befindet.

Der Park vom Schloss Sanssouci lädt im Sommer zu Spaziergängen ein.

Der Park vom Schloss Sanssouci lädt im Sommer zu Spaziergängen ein.

Weil er Sanssouci so sehr liebte, beschloss König Friedrich der II. noch zu Lebzeiten sich nach seinem Tode in einer Gruft an einer von ihm ausgewählten Stelle auf Höhe der Terrassen beisetzen lassen. Als er im Jahr 1786 im Schloss Sanssouci starb wurde sein letzter Wille jedoch nicht berücksichtigt und er wurde in der Potsdamer Garnisonkirche beigesetzt. Nachdem der König verstorben war ließ sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm der II. noch im selben Jahr die Einrichtung austauschen und die Schlaf- und Wohnräume renovieren und neu herrichten. Ab dem Jahr 1797 regierte der König Friedrich Wilhelm der III. Er wohnte nur selten im Schloss Sanssouci, jedoch lebte seine Gattin mit ihrer Schwester für einige wenige Monate im Schloss. Während der französischen Besetzung stand Sanssouci unter dem Schutz Napoleons. Er ersparte dem Schloss somit die Plünderung.

Im Jahr 1835 erhielt der neue preußische König Friedrich Wilhelm der IV. die Erlaubnis in Schloss Sanssouci einzuziehen. Der König und seine Frau wohnten in den Gästezimmern auf der westlichen Seite. Die ehemaligen Räume Friedrichs des II. dienten zunächst nur als Räumlichkeiten für Staatsveranstaltungen und Gesellschaften. 1840 wurde eine erneute Renovierung notwendig. Der Architekt Ferdinand von Arnim ließ die Seitenflügel wegreißen und aufgestockt und verlängert wieder aufbauen. Die vorhandenen Möbel blieben erhalten und die Räumlichkeiten in denen Friedrich der II. starb sollten wieder hergerichtet werden. Dieser Plan wurde nicht umgesetzt. 1861 starb Friedrich der IV. Er wurde in der Friedenskirche beigesetzt. Seine Witwe lebte bis zu ihrem Tod noch 13 weitere Jahre im Schloss. Sie war die letzte Bewohnerin Sanssoucis. Das Schloss samt den darin enthaltenen Möbeln dient seit dem Jahr 1873 bis heute als Museum. Den zweiten Weltkrieg überstand das Schloss, im Gegesatz zum Schloss Charlottenburg oder dem Reichstag, weitgehend unbeschadet. Die für die Zeit des Krieges ausgelagerten Gegenstände fielen der Roten Armee in die Hände. Von 1945 bis 1946 wurde das Museum für die Öffentlichkeit geschlossen und stand unter der Kontrolle von Jewgeni Fjodorowitsch Lutschuweit. Im Jahr 1958 tauchten wenige Gegenstände, die die Rote Armee bis zu dem Zeitpunkt in ihrem Besitz hatte wieder auf. Der westliche Seitenflügel trägt seit 1981 den namen „Damenflügel“. Die Küche ist seit 1993 für die Öffentlichkeit zugänglich.