Rom

Die Geschichte, der Stadt Rom, verleiht ihr einen großen Teil ihrer Anziehungskraft. Viele historische Bauten und Elemente sind über die ganze Stadt Rom verteilt. Laut Sage durch Romulus und Remus im ja 753 v.Chr. erlebte die Stadt in ihrer über 2000 jährigen Geschichte viele Wandel und Umwälzungen.

Dies macht Rom in der heutigen Zeit zum größten Touristenmagneten in Italien. Die Geschichte der italienischen Hauptstadt wird maßgeblich durch das Imperium Romanum geprägt, welches als Weltreich ausgedehnt, Rom zum Nabel der Welt machte. Die „ewige Stadt“ hat viel von ihrem Glanz erhalten und bietet für Touristen viele Sehenswürdigkeit und eine imposante Geschichte, die es zu entdecken gibt. Zudem bildet Rom mit dem Sitz des Papstes im Vatikan das Zentrum der christlich-katholischen Kirche. Die Bedeutung dieser Zentrale ist bis heute weltweit unübertroffen.

Rom, die ewige Stadt, ist voll von touristischen Sehenswürdigkeiten ( Bildquelle: © Sergii Figurnyi - Fotolia.com )

Rom, die ewige Stadt, ist voll von touristischen Sehenswürdigkeiten ( Bildquelle: © Sergii Figurnyi – Fotolia.com )

Burgen in Rom

Im Zentrum der Stadt befindet sich die Engelsburg. Die Engelsburg wurde von Kaiser Hadrian errichtet und war eigentlich als Mausoleum vorgesehen. Doch in der Nachfolge wurde es immer mehr zu einer Burg. Besonders die nachfolgenden Päpste hatten hierauf einen großen Einfluss. Die Burg ist heutzutage zu besichtigen, in ihr befindet sich ein Museum, welches für jeden Besucher geöffnet ist. Diese Sehenswürdigkeit sollte bei keiner Romreise fehlen. Das Gebäude spiegelt erneut die Stellung der Kirche und die wichtige Bedeutung der Päpste für Rom dar.

Ein Ausflug zum Vatikan ist ein Muss in Rom

Als religiöses Zentrum ist der Vatikan, für alle katholischen Christen, das Zentrum der Welt. Die Bedeutung wird zudem im monumentalen Bau des Petersdoms deutlich, welcher das Herz des Vatikans ist. Bei einer Reise nach Rom, sollte ein Besuch in diesem ehrwürdigen Teil der Stadt auf jeden Fall stattfinden. Bei genug Freizeit für die Besichtigung der prachtvollen Gebäude, sollte nach einem erlebnisreichen Tag am Abend am Tiber eingekehrt werden, hier kann sich in kleinen Restaurants den Sonnenuntergang ansehen. Man sollte in Rom auf jeden Fall über Nacht bleiben, um die tolle Atmosphäre in sich aufzunehmen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Rom

Es gibt etliche Bauten die man gesehen haben sollte. So kann man auch spontan, die vielen am Straßenrand stehenden Säulen oder kleinen Kapellen, besuchen. Einen immer neuen Eindruck in der ewigen Stadt ist so jedem Touristen sicher. Doch die zentralen Anlaufstellen sollten auch besichtigt werden. Das Colloseum, welches das größte Amphitheater der Geschichte ist, sollte auf keiner Route fehlen. Ein beeindruckender Bau, welcher vor der Zerstörung bewart wurde. Denn zuerst war es im Mittelalter als Steinburg genutzt worden. Aus diesem Grund fehlen an den oberen Ringen eine Meter die abgetragen wurden.

Weiter imposante und sehenswerte Bauwerke sind selbstverständlich die Trajanssäule, das Pantheon und der Trevi – Brunnen. Alle bilden die beeindruckende und umfassende Geschichte Roms ab und ziehen den Besucher in den Bann, der römischen Geschichte. Man sollte ruhig einige Tage in Rom verweilen, um alle Sehenswürdigkeiten zu besuchen und im Besonderen auch den Charme der ewigen Stadt wahrzunehmen.

Die Engelsburg

Die Engelsburg – einst die größte Burg in Rom – wird heute als Museum genutzt. Auf der Engelsburg wacht noch immer der Erzengel Michael, der 1753 von Peter Anton erschaffen wurde. Heute können die Besucher fast jeden Teil der Engelsburg besuchen, allerdings sind Teile der Engelsburg oft noch nur eingeschränkt für eine Besichtigung freigegeben, um die Bausubstanz nicht weiter zu belasten.

Leider konnte die Engelsburg ihrem Namen nicht gerecht werden. Hier wurde dramatische Geschichte geschrieben, die wenig an Engel erinnert. Heute können die prächtigen Gemächer der Päpste besichtigt werden und wer sich für diese Attraktionen interessiert, sollte sich diesen Anblick nicht entgehen lassen.

Das Mausoleum für einen Kaiser

Mit der Engelsburg wollte sich der römische Kaiser Hadrian ein Grabmal in der ewigen Stadt errichten lassen. Sein Grabmal sollte auf einer der beeindruckensten Brücken des alten Rom errichtet werden und schon von Weitem deutlich zu erkennen sein. Leider erlebte Kaiser Hadrian die Fertigstellung seiner Burg nicht mehr, er verstarb während der Bauarbeiten. Die Engelsburg wurde erst Jahre nach dem Ableben des Herrschers vollendet.

Der Umbau der Engelsburg

Ursprünglich war die Engelsburg als Masoleum für Kaiser Hadrian gedacht. ( Bildquelle: © shimyra - Fotolia.com )

Ursprünglich war die Engelsburg als Masoleum für Kaiser Hadrian gedacht. ( Bildquelle: © shimyra – Fotolia.com )

Da die damaligen Päpste ständig die Bedrohung der Kaiser fürchteten, wurde die Engelsburg ab dem 10. Jahrhundert als Festung genutzt. Da der Papst das Oberhaupt des Klerus war und die meisten Entscheidungen des Kaisers absegnete, kam es durchaus vor, dass Kaiser wie Heinrich IV oder Führer wie Napoleon Bonaparte, den aktuellen Papst stürzen wollten, um dadurch mehr Autorität zu erlangen und sein Vorhaben, ohne päpstlichen Widerspruch, durchsetzen konnte. Dieser Gefahr bewusst, nutzten verschiedene Päpste die verwobenen Gänge und solide gebauten Mauern der Burg, um sich zu verschanzen.

Folgende Päpste waren Flüchtlinge in der Engelsburg

  • Papst Gregor VII., der vor Kaiser Heinrich IV floh
  • Papst Clemens VII., der vor Kaiser Karl V. floh
  • Papst Pius VII., der vor Napoleon Bonaparte

Ab dem 15. Jahrhundert nach Christus wurde der Umbau des Mausoleums, in eine Festung, von den Päpsten Alexander VI. und Nikolaus V. begonnen. Außerdem wurden gleichzeitig, für die damalige Zeit sehr gut ausgestattete, Wohnungen für den jeweiligen Papst eingerichtet. Man könnte fast sagen, dass im Laufe der Zeit so gut, wie jeder Papst an der Engelsburg, weitere Veränderungen vornehmen ließ. So wurden nach und nach eine Schatzkammer, Fluchtgänge und weitere prunkvolle Zimmer hinzugefügt. Außerdem wurde das eigentliche Mausoleum von verschiedenen Päpsten als Gefängnis für zum Teil berühmte Persönlichkeiten, die Opfer der Inquisition wurden, genutzt. Darunter befand sich auch Galileo Galilei.

Festung der Stadt und Zufluchtsort für Bewohner des Vatikan

Die imposante Engelsburg steht direkt auf der gleichnamigen Engelsbrücke und wird an ihren Seiten von zehn Engeln gespeist. Die Engelsbrücke gehört wirklich zu den schönsten Brücken in ganz Rom. Sie bleibt eine der frequentierten Sehenswürdigkeiten in Rom. Durch die frühere Distanz zum Zentrum der Stadt, war die Engelsburg ein idealer Zufluchtsort, durch mehrere Verbindungsgänge konnte man ungesehen in die Engelsburg kommen und sich dort vor feindlichen Truppen schützen, in dem die Zugänge verbarrikadierte. 
Als die Spanier den Vatikan überfielen, waren es die Kardinäle und der Papst, die sich hier in Sicherheit brachten. Aus dieser Zeit stammt auch ein, 
nachträglich eingebauter, Zugang vom Vatikan zur Engelsburg, der vom Vatikan auch genutzt wurde, als dieser die Burg als ständigen Sitz in Beschlag nahm.

Die Herkunft des Namens

Der heutige Name, des einstigen Hadrianeums, stammt aus dem Jahr 590 nach Christus und wurde der Anlage von Papst Gregor I. verliehen. Damals wütete in Rom die schlimmste der damaligen Krankheiten, die Pest. Als Papst Gregor I. verkündete, er habe den Engel Michael gesehen, der dadurch, dass er das Schwert in die Scheide steckte, das Ende der Pest voraussagte. Da die Pest anschließend wirklich endete, wurde das Hadrianeum in Engelsburg umbenannt und zum Zeichen eine riesige Engelsstatue auf seine Spitze gestellt. Diese wurde mit der Zeit durch eine neuere ersetzt, ist aber heute noch im Original in der Mitte der Anlage zu sehen.

Das Collosseum

Eines der berühmtesten Bauwerke der italienischen Hauptstadt ist das Colloseum, das größte Amphitheater des antiken Roms und Beweis für die überragende Baukunst der Römer. Es wurde zwischen den Jahren 72 und 80 nach Christus vom Kaiser Vespasian erbaut und war lange Zeit Schauplatz blutiger Gladiatorenkämpfe.

Die Geschichte der Entstehung des Colloseums

Vor dem Bau des Colloseums war das, von Kaiser Augustus, erbaute Amphitheater des Statilius Taurus die größte Arena Roms. Es wurde beim großen Brand Roms, im Jahr 64 nach Christus, ein Opfer der Flammen. Kaiser Nero ließ, nach dem Brand, ein hölzernes Provisorium errichten, der Bau eines neuen Amphitheaters ließ jedoch viele Jahre auf sich warten. Dieser begann erst nach dem Sturz Neros, durch seinen Nachfolger, Kaiser Vespasian. Das Colloseum sollte größer und eindrucksvoller werden, als alle bis dahin bekannten Amphitheater. Da der Bau des Colloseums mit der Beute aus dem judäischen Krieg finanziert wurde, musste sich Kaiser Vespasian keinen finanziellen Beschränkungen unterwerfen. Die drei unteren Ebenen wurden in verschiedenen Stilrichtungen erbaut. Jede Ebene bestand aus 80 Bögen, mit Halbsäulen unterteilt. Die auf Wunsch von Vespasians Sohn Titus aufgesetzte, vierte Ebene, war massiv und wurde lediglich von rechteckigen Fensteröffnungen durchbrochen.

Die bauliche Anordnung im Inneren des Colloseums

Das Colloseum ist das größte Amphitheater der Welt. ( Bildquelle: © steschum - Fotolia.com )

Das Colloseum ist das größte Amphitheater der Welt. ( Bildquelle: © steschum – Fotolia.com )

Das Amphitheater hatte 80 Eingänge, die rund um das Bauwerk verteilt waren. Das ermöglichte den 50.000 Zuschauern, auf kürzestem Weg zu ihren Plätzen zu gelangen. Während 4 dieser Eingänge der römischen Oberschicht vorbehalten waren, gelangten normale Bürger Roms durch die verbleibenden 76 Portale ins Innere der Arena. Die Sitzplätze waren auch standesgemäß aufgeteilt. Während bedeutende Persönlichkeiten auf den unteren Reihen Platz fanden, mussten gewöhnliche Zeitgenossen mit den oberen Sitzreihen vorlieb nehmen. Das Colloseum hatte die Form einer Ellipse mit den Ausmaßen von 156m Breite auf 188m Länge. Der Umfang betrug 527 Meter und die Höhe 48 Meter. Holzbohlen bildeten den Boden der Arena, unter diesem befanden sich der Keller und ein 7 Meter dickes Fundament.

Die Veranstaltungen im Colloseum

Ungefähr 400 Jahre lang war das Amphitheater ein Schauplatz für brutale Gladiatorenkämpfe und blutiger Tierhetzen. Ausgerichtet wurden diese von den jeweils Herrschenden, mit dem Zweck, sich die Gunst der Bevölkerung zu sichern. Brot und Spiele waren seit Kaiser Nero gerne genommene Unterhaltungen für die einfachen römischen Bürger. Mit dem Untergang des Römischen Reiches verlor sich auch das Interesse an den blutigen Spielen und damit am Colloseum. Schwere Erdbeben im 9. Und 14. Jahrhundert trugen maßgeblich zur Zerstörung des Bauwerks bei. Erst Papst Benedikt XIV setzte dem Verfall ein Ende, indem er das Colloseum zur Märtyrerstätte erklärte und Kapellen in dem Amphitheater errichten lies.