Das westafrikanische Land Senegal liegt am Atlantik und ist etwa halb so groß wie Deutschland. Die Einwohnerzahl beträgt knapp 12,7 Millionen Menschen. Seit dem 11. Jahrhundert gehört der Senegal zur Welt des Islams.

Das Land weist kontrastreiche landschaftliche Merkmale auf: Ausläufer der Sahara-Wüste im Norden, eine vom Atlantikklima beeinflusste Küstenregion und die von Hitze geprägte Sahel-Zone an der Westgrenze zu Mali. Der Süden, den man hier Casamance nennt, wird durch das Land Gambia mit dem gleichnamigen Fluss vom übrigen Senegal abgetrennt. Französisch ist die Amtssprache der ehemaligen Kolonie, die 1960 ihre Unabhängigkeit erreichte. Heute gehört das kulturell reiche Land wirtschaftlich – u. a. wegen des Mangels an Exportgütern – zu den ärmsten Staaten der Welt. Der einzige internationale Airport des Senegals befindet sich in der Hauptstadt Dakar.

Der Tourismus im Senegal gehört zu den wichtigen Einnahmequellen der Einheimischen, denn trotz der weit verbreiteten Armut gibt es immer mehr Europäer, die Urlaub im Senegal machen . Vor allem die lange Atlantikküste ist ein Anziehungspunkt, z. B. der Urlaubsort Somone südlich von Dakar auf der Halbinsel Kap Verde, der mit über einer Million Einwohnern größten Stadt des Landes und westlichsten Stadt in ganz Afrika. Wer sich für fremde Kulturen interessiert und die Regeln des islamischen Lebens respektiert, könnte sich für Senegal Reisen interessieren. Naturfreunde kommen hier garantiert auf ihre Kosten, denn das Land bietet einige landschaftliche Sehenswürdigkeiten.

Dazu gehört z. B. der Lac Rose, 30 Kilometer nordöstlich von Dakar. Sein Wasser hat einen ähnlich hohen Salzgehalt wie das Tote Meer, seinen Namen verdankt er der durch bestimmte Bakterien hervorgerufenen rosafarbenen Wasserfärbung. Turmhohe Salzkegel und eine Düne zum Atlantik prägen die Landschaft. Spannend sind auch die Inseln des Saloum, die sich rund 200 Kilometer südlich von Dakar befinden. Eine Fahrt durch die zahllosen Fluss-Seitenarme eröffnet eine Welt mit fantastischer Flora und Fauna. In dieser Region lassen sich viele Urlauber gegrillte Austern schmecken.

Die landesübliche Küche bietet Touristen, die durch den Senegal reisen, eine große Auswahl an Gerichten. Besonders Thieboudienne, das Nationalgericht, das aus Reis, Gemüse und Fisch besteht, wird in diversen Variationen zubereitet. Huhn, Lamm und Rind sind die Fleischsorten, die im Senegal überwiegend verwendet werden.

Der Senegal gilt als relativ sicher, allein reisende Frauen sollten sich aber in Dakar nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf der Straße aufhalten. Auch bestimmte Grenzgebiete z. B. zu Gambia sollten auf Senegal Reisen gemieden werden – dafür ist es ratsam, sich vorher gut zu informieren.