Die antike Supermacht entlang des Nils, der das Wüstenland fruchtbar macht, siedelten schon früh erste Menschen. Ägypten konnte so zu einer der ersten Hochkulturen der Frühgeschichte aufsteigen. Bereits um 3000 v. Chr. war Ägypten eine Großmacht im Mittelmeerraum.

Die Pyramiden in Ägyten wurden als Gräber erbaut

Die Pyramiden in Ägyten wurden als Gräber erbaut

In der Zeit des so genannten Alten Reichs, die gegen 2700 v. Chr. begann, wurden die ersten der uns noch heute als typisch ägyptisch bekannten Pyramiden als Grabstätten der Pharaonen erbaut. Im Mittleren Reich, das sich etwa bis 1650 vor unserer Zeit erstreckte, gelangte Ägypten zu einem großen Wohlstand. Das Neue Reich, das sich im zweiten vorchristlichen Jahrtausend entwickelte, war schließlich mit die erfolgreichste Periode Ägyptens. In dieser Zeit entwickelten sich Memphis und Theben zu wichtigen Städten des Reiches und Herrschernamen wie Echnaton, Tutenchamun und Ramses sind uns bis heute noch wohl bekannt und werden mit dem Alten Ägypten verbunden. 1274 fand während dieser Zeit die Schlacht von Kadesch zwischen zwei antiken Supermächten, den Ägyptern unter Ramses II. und den Hethitern, statt. Sie gilt als eine der ersten weltgeschichtlich überlieferten Schlachten.

Fremdherrschaft über Ägypten

In der Folgezeit ließ die Stärke des Reiches jedoch langsam nach 332 v. Chr. besiegte Alexander der Große schließlich die Ägypter und begründete die Herrschaft der griechischstämmigen Ptolemaier als neue Pharaonen. Um die Zeitenwende schließlich gelang das Land unter Julius Caesar unter römische Vorherrschaft, wo es lange Jahrhunderte als „Kornkammer des Reiches“ verbleiben sollte. Auch nach dem Untergang des römischen Reiches sollte Ägypten seine Unabhängigkeit nicht wiedererlangen: Araber und später Türken unter der Fahne des neu aufbrandenden Islam eroberten das Land und hielten es lange Zeit unter ihrer Herrschaft. So konnte das ägyptische Kairo jedoch auch über viele Jahrhunderte zu einem Zentrum von Handel und Wissenschaft werden.

1798 konnte Napoleons Ägyptenfeldzug die osmanische Hegemonie über das Land kurzzeitig beenden, nur um es ein Jahr später wieder in osmanische Vorherrschaft gehen zu lassen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts geriet das Land jedoch immer mehr unter die wirtschaftliche Vormachtstellung Britanniens, das das Land 1882 erst besetzt und 1914 zu einem Protektorat umwandelte. Während des Zweiten Weltkriegs versuchten deutsche und italienische Truppen stetig, Ägypten von den Briten zu erobern.

Wiedererlangte Unabhängigkeit

Nach dem Weltkrieg jedoch, konnte das Land seine Unabhängigkeit zurückerlangen, nur um sich kurze Zeit später am ersten Arabisch-Israelischen-Krieg zu beteiligen. Unter den späteren Präsidenten Nasser und as-Sadat sollte sich Ägypten erst weiter an kriegerischen Handlungen gegen Israel beteiligen, um aber ab den späten 70er-Jahren wieder einen Friedenskurs einzuleiten. 2011 brach im Rahmen des Arabischen Frühlings auch in Ägypten die Revolution aus und stürzte as-Sadats Nachfolger, den Diktator Husni Mubarak.