Paul Klee wurde am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern in der Schweiz geboren. Er starb am 29. Juni 1940 in Muralto im Tessin in der Schweiz an systemischer Sklerose (Sklerodomie) als Folge einer Lungenentzündung. Im Alter von 19 Jahren siedelte er nach München um und widmete sein Leben der Kunst.

Als einer der bedeutendsten Vertreter des Expressionismus und Anhänger der Redaktionsgemeinschaft des Blauen Reiters, einer Bezeichnung der Publikationstätigkeit von Franz Marc und Wassily Kandinsky, ging Paul Klee in die Kunstgeschichte ein. Seine Grafiken und ab 1914 auch seine Gemälde werden neben dem Expressionismus dem Kubismus, Surrealismus und Konstruktivismus zugeordnet. Als Sohn eines Deutschen war Paul Klee wehrpflichtig und musste 1916 in den Ersten Weltkrieg. 1933 emigrierte er in die Schweiz, wo er bis zu seinem Tod lebte. In der Ausstellung „Entartete Kunst“ der Nazis war Paul Klee mit 17 Werken vertreten.

Im Herbst 1923 verbrachte er mit seiner Familie einen Urlaub als „Sommerfrischler“ auf Baltrum. In einer Zeit, in der es noch Männer- und Frauenstrände gab und Badekabinen von Pferden durch das Wasser gezogen wurden. Knapp 50 flache Häuser ohne Strom, aber immerhin zwei Hotels inspirierten Paul Klee zu seinen „Nordseebildern„. Auch das satte Grün der Deiche und das stahlblaue Meer regten seine Fantasie als Künstler an. Es handelt sich um 16 Aquarelle und drei Zeichnungen – eine bemerkenswerte Ausbeute für drei Wochen. Und so bedeutend, dass sie im Gesamtwerk von Paul Klee als eigene Stilepoche bezeichnet werden. Was ebenfalls bemerkenswert ist, denn das Lebenswerk von Paul Klee wird auf ca. 9000 Grafiken, Aquarelle, Zeichnungen und Gemälde beziffert.