Im Jahre 780 nach Christus gründet Karl der Große die Friedensstadt Osnabrück. Nach und nach entwickelte sie sich zu einer bedeutenden Industriestadt, vor allem in der Metallverarbeitung. Heute wohnen hier etwa 165 000 Menschen, wobei im Einzugsgebiet mehr als eine Million Menschen leben.

Die Anfänge Osnabrücks

Der Name Osnabrück leitet sich aus dem niederdeutschen Sprachgebrauch ab und bedeutet soviel wie “Brücke über den Fluss“. Die Bezeichnung “Friedensstadt” rührt daher, dass in den Jahren 1643 und 1648 in den Ratshäusern der Städte Münster und Osnabrück der Westfälische Frieden ausgehandelt wurde. Da beide Städte im Dreißigjährigen Krieg kaum beschädigt wurden, wählte man sie für die Friedensverhandlungen.
1940 wird Osnabrück zu einer Großstadt, nachdem die Einwohnerzahl die 100 000er Marke überschritt. Das Osnabrücker Stadtgebiet umfasst eine Fläche von ca. 120 qkm; damit ist sie die drittgrößte Stadt Niedersachsens.

Kulturvielfalt in Osnabrück

Osnabrück bietet ein unglaubliches Angebot an kultureller Vielfalt ( Bildquelle: © Joerg Sabel - Fotolia.com )

Osnabrück bietet ein unglaubliches Angebot an kultureller Vielfalt ( Bildquelle: © Joerg Sabel – Fotolia.com )

Osnabrück hat eine ausgeprägte Theater- und Museumslandschaft. Der botanische Garten, der Zoo Osnabrück sowie die jährliche Ausrichtung des europäischen Medienkunstfestivals, runden das großartige Kulturangebot ab. Touristen schätzen vor allem die Vielfalt an historischen Bauwerken, wie z. B. das Osnabrücker Rathaus, das gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt ist. Oder das Osnabrücker Schloss im Barockstil, welches in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden ist. Des Weiteren ist, der im 13. Jahrhundert als Wachturm in der Stadtmauer erbaute, “Bucksturm” zu nennen, der im Mittelalter als städtisches Gefängnis diente. Bereits im Jahr 785 wurde der Dom St. Peter eingeweiht, der heutige Bau stammt aber aus dem 13. Jahrhundert. Außerdem finden sich in Osnabrück zwei historische Friedhöfe, der Hase- und der Johannisfriedhof. Beide entstanden 1808, außerhalb der Stadt und bieten heute noch interessante Einblicke in die Osnabrücker Kulturgeschichte.

Neben der Universität Osnabrück und der Fachhochschule, bietet die Stadt das vollständige Angebot allgemeinbildender und beruflicher Schulen. Es wird sogar behauptet, dass das Gymnasium Carolinum bereits 804 vom Karl dem Großen gegründet worden ist. Damit gehört es zu den am längsten bestehenden Schulen in Deutschland.

Das kulinarische Angebot

Wie jede Stadt hat auch Osnabrück ein individuelles kulinarisches Angebot. So gehören Springbrötchen und Hedeweggen zu den Osnabrücker Spezialitäten. Ansonsten ist die Küche geprägt von westfälischer Hausmannskost. Im Winter kommen traditionell Grünkohl, Stopsel, Ramankeneintopf (Steckrübeneintopf) oder Leberbrot und Wurstbrote auf den Tisch. Das ganze Jahr über stehen verschiedene Sülzen, Mettendchen, Knochenschinken, Pumpernickel und Zwiebelmettbrötchen sowie Gerichte wie Himmel und Erde, Stippgrütze und Sauerbraten auf dem Speiseplan. Zum Essen trinkt man eines der zahlreichen in der Region gebrauten Biere, während man sich im Anschluss an das reichhaltige Mahl, dann einen Kornhäger oder einen Wacholderschnaps gönnt, um die Verdauung anzukurbeln.

Weihnachten in Osnabrück

Der Weihnachtsmarkt Osnabrück ist die größte touristische Veranstaltung in Osnabrück. Im Winter 2010 wurde der Weihnachtsmarkt Osnabrück von etwa 600 000 Menschen besucht. Von den insgesamt 1200 Reisebussen kamen 300 aus den Niederlanden, um an diesem großartigen Event teilzuhaben. Damit ist der Weihnachtsmarkt Osnabrück, die beliebteste und gleichzeitig größte touristische Veranstaltung der Stadt.

Wunderschön – Weihnachtsmarkt in Osnabrück

Doch was macht diese alljährliche Winterveranstaltung so besonders? Laut Umfragen ist der Weihnachtsmarkt Osnabrück einer der schönsten im Land. Deshalb zieht er Besucher aus allen umliegenden Gebieten an, vor allem aus NRW und natürlich aus Holland. Der Weihnachtsmarkt Osnabrück fügt sich perfekt in die historische Kulisse der Osnabrücker Altstadt ein und sorgt mit seiner umfangreichen Beleuchtung für eine stimmunsgvolle Atmosphäre.

Das bietet der Weihnachtsmarkt in Osnabrück:

Der Weihnachtsmarkt in Osnabrück gehört zu den Beliebtesten ( Bildquelle: © Smileus - Fotolia.com )

Der Weihnachtsmarkt in Osnabrück gehört zu den Beliebtesten ( Bildquelle: © Smileus – Fotolia.com )

Die zahlreichen Verkaufsstände des Osnabrücker Weihnachtsmarkts bieten vielerlei Kunsthandwerk, weihnachtliche Leckereien und jede Menge Geschenkideen. Eine regionale Spezialität sind die sogenannten Mandelmutzen. Sie werden aus einem Mürbeteig, der aus Mehl, Butter, Eiern, Zucker, Backsoda, Hirschhornlatz und Aromen von Bittermandeln besteht, geformt und in heißem Öl gebadet. Anschließend verleiht man ihnen durch Staubzucker eine leckere, weiße Hülle. Neben den Süßigkeiten darf der Nikolaus selbstverständlich nicht fehlen. Täglich um 16 Uhr öffnet er zusammen mit den kleinen Besuchern des Weihnachtsmarkts, Osnabrück ein Türchen im Adventskalender.

Ein ganz besonderes Highlight auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück ist die weltgrößte Weihnachtsspieldose. Lebensgroße Figuren tanzen dabei zu Melodien von 25 verschiedenen Weihnachtsliedern. Zudem können Besucher den sechs Meter hohen, voll funktionstüchtigen Nussknacker bewundern.

Kindervergnügen auf dem Weihnachtsmarkt

Für die Kleinen lohnt sich ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Osnabrück selbstverständlich auch. Jeden Tag zwischen 15 und 17 Uhr findet auf dem Markt ein spezielles Kinderprogramm statt. So laden Rudolph, der singende Elch oder Santa Claus, der rockende Weihnachtsmann, zum gemeinsamen Weihnachtslieder Singen ein. An anderen Tagen ziehen in einer Märchenstunde die schönsten Weihnachtsgeschichten die Kleinen in ihren Bann oder aber das Altwestfälische Puppentheater.

Während der Weihnachtsmarktzeit kann man samstags bis 20 Uhr in den kleinen Geschäften bummeln und Weihnachtsgeschenke einkaufen.

Der Zoo in Osnabrück

Der Zoo in Osnabrück wurde im Jahre 1935 als Heimattiergarten gegründet und beherbergt auf einer Fläche von 23,5 Hektar mehr als 2.000 Tiere in naturnahen und weitläufigen Gehegen. Den Fokus setzt die Einrichtung auf den Bereich Afrika. Weiterhin zählen das Aquarium und der, in dieser Form einmalige, Unterirdische Zoo zu den Attraktionen der Einrichtung. Der Zoo Osnabrück wird jährlich von etwa 900.000 Gästen besucht.

Im Sommer 1936 feierte der Zoo Osnabrück, als Heimattiergarten, Eröffnung. Die Anlage an den Hängen des Schölerbergs wurde aus Spenden finanziert und Bär, Fuchs und Dachs galten als erste Zoobewohner. Wenig später kamen ein Rehgehege, eine Voliere und das Aquarium hinzu. In den 1980er Jahren wurde das Areal umfangreich erweitert und im Jahre 2009 wurde der Zoo Osnabrück mit dem Unterirdischen Zoo, um eine einmalige Attraktion bereichert. Derzeit in Planung befinden sich eine Nordamerika-Landschaft und der Nachbau des Tempels von Angkor Wat.

Themenlandschaften im Zoo in Osnabrück

Im Zoo in Osnabrück gibt es viel zu entdecken ( Bildquelle: © Andrew Bayda - Fotolia.com )

Im Zoo in Osnabrück gibt es viel zu entdecken ( Bildquelle: © Andrew Bayda – Fotolia.com )

Eingebettet in eine hüglige Waldlandschaft, findet der Besucher im Zoo Osnabrück vielfältige Themenlandschaften vor. Die Afrikalandschaft “Takamanda” wurde der Savanne nachempfunden und erhielt ihren Namen nach einem Nationalpark in Kamerun. Die Anlage verfügt über Schakale, Paviane, Servale und Schimpansen. Im Safari-Camp “Samburu” können sich Besucher kulinarisch verwöhnen lassen und Zebras, Strauße oder Giraffen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Das Tal der grauen Riesen wird von Elefanten und Nashörnern bewohnt.

Der Unterirdische Teil des Zoos Osnabrück

Der Zoo Osnabrück verfügt mit dem Unterirdischen Zoo über eine einmalige Attraktion. Die 500 Quadratmeter große Anlage gleicht einem Stollen und gewährt einzigartige Einblicke in die Lebensweise bodenbewohnender Feldhamster, Mulle und Präriehunde. Die Bewohner der Weltmeere tummeln sich im “Tetra” Aquarium. Im Regenwaldklima des Terrariums fühlen sich Schlangen und Riesenschildkröten wohl. Das Kajanaland entführt die Besucher in eine nordische Taigalandschaft. Die Gehege sind zum Teil über einen Baumhöhenpfad begehbar, dies ist ebenfalls eine einmalige Attraktion im Zoo Osnabrück. Das Kajanaland wird von Luchsen, Füchsen, Waschbären oder Wisenten bewohnt.

Ein Abenteuer für alle Kinder

Kinder finden im Zoo Osnabrück mit dem OZ-Kinderland einen der schönsten Spielplätze in Deutschland. Auf 2.000 Quadratmetern können sie sich im afrikanischen Hüttendorf austoben oder den Matschspielplatz belagern. Der Zoo in Osnabrück hat in den Sommermonaten täglich zwischen 8 und 18.30 Uhr geöffnet. Im Winter kann die Anlage zwischen 9 und 17 Uhr besucht werden. Erwachsene zahlen 15 Euro Eintritt, für Kinder werden 10 Euro verlangt.

Das Wetter in Osnabrück

Osnabrück liegt in einer sogenannten warm-gemäßigten Klimazone. Typisch ist für Osnabrück Wetter, das von West- und Nordwinden geprägt ist. Sie bringen in der Regel milde Temperaturen mit, sorgen also für kühle Sommer und regnerische Winter. Im Juli werden durchschnittlich etwa 17°C erreicht, im Winter etwa 2°C.

Die Stadt existiert seit 1348 und ein Grund für ihre Gründung war auch, dass das Land um Osnabrück Wetter aufzuweisen hatte, welches eine Besiedlung begünstigte. Es war und ist noch durch die Milde und Feuchte nämlich besonders geeignet, um Landwirtschaft zu betreiben. Die Erträge waren groß und brachten der Region schnell relativen Wohlstand.

Regen in Osnabrück

Das Osnabrück Wetter ist von Regen geprägt, selbst im Sommer sinken die hohen Niederschlagswerte von durchschnittlich 70mm nicht erheblich. So kommt die Stadt auf 1456 Sonnenstunden im Jahr. Das sind etwa vier Sonnenstunden am Tag durchschnittlich. Auf ihre Kosten kommen in Osnabrück wetter-mäßig Solche, die Regen mögen oder sehr kalte Winter fürchten. Richtig kalt wird es im Winter mit der durchschnittlichen Tiefsttemperatur von -1° C in Osnabrück nämlich nicht. Trotzdem ist ein Besuch in Osnabrück allemal lohnenswert, denn mit der richtigen Ausrüstung, lassen sich Stadt und Umgebung wunderbar erkunden – auch wenn Osnabrück wetter-technisch vielleicht etwas größere Anforderungen an die Besucher stellt.

Osnabrücks Wetterstation

Die Wetterstation in Osnabrück ist auch für das Umland zuständig ( Bildquelle: © unitypix - Fotolia.com )

Die Wetterstation in Osnabrück ist auch für das Umland zuständig ( Bildquelle: © unitypix – Fotolia.com )

Die Stadt Osnabrück betreibt auf dem Dach des Museums Schölerberg eine Wetterstation. Hier werden die wichtigsten Wetterdaten erfasst und ausgewertet. Sie werden zudem in den Vorraum des Museums übertragen. Zahlreiche Wetterdienste im Internet beziehen ihre Daten von der Wetterstation und errechnen ihre eigenen Prognosen zum Osnabrück Wetter.

Das regnerische Wetter wird in Osnabrück zur Regulierung der Kanalisationsabläufe genutzt. In 90 städtischen Regenrückhaltebecken wird das Wasser zunächst gesammelt und dann in Phasen mit wenig Regen der Kanalisation zugefügt. Obwohl Osnabrück Wetter-Bedingungen unterliegt, die sich durch Kühle und Feuchtigkeit auszeichnen, leben 164.119 Menschen in Osnabrück, Tendenz leicht steigend. So schlimm scheint es also nicht zu sein.