Türkiye Cumhuriyeti T.C., besser bekannt unter Republik Türkei, ist seit der Gründung im Jahr 1923 laizistisch wie kemalistisch geprägt und gilt als Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches, welches nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zerfällt.

Mustafa Kemal Atatürk ist dafür verantwortlich, dass die Türkei bzw. das damalige Osmanische Reich modernisiert wird und dass ein gesellschaftlicher Staat entsteht, welcher sich als Vorbild viele europäische Staaten nimmt. Auf Grund der geografischen Lage (die Türkei erstreckt sich über Europa und Asien) gibt es immer wieder Spannungen mit Europa, da sich die Türken sehr wohl europäisch sehen und auch gerne Mitglied der Europäischen Union wären.

Die Geschichte vom Osmanischen Reich zur Türkei

Am 29.10.1923 ruft Mustafa Kemal Atatürk die Republik Türkei aus.

Am 29.10.1923 ruft Mustafa Kemal Atatürk die Republik Türkei aus.

Die Geschichte der Türkei beginnt ab dem Jahr 1920, als Kämpfe gegen die Griechen und die Rückeroberung Izmirs die Geschichtsbücher prägen. Nach 1922 werden die Griechen aus der Türkei vertrieben bzw. die Türken aus Griechenland. Der Vertrag von Lausanne ist zudem dafür ausschlaggebend, dass die Grenzen mit Griechenland nun noch immer aufrecht bestehen. Nach dem Ende des Krieges und dem Vertrag ruft Mustafa Kemal Atatürk am 29. Oktober 1923 die Republik aus. Atatürk versucht in seiner Amtszeit, Reformen umzusetzen und den orientalischen Staat europäisch werden zu lassen. So wird bereits im Jahr 1922 das Sultanat abgeschafft und im Jahr 1924 auch das Kalifat. Ebenfalls wird im Jahr 1925 die Scharia abgeschafft wie auch eine Reform der Kleider durchgeführt, indem Atatürk den Schleier für die Frau verbietet. Atatürk setzt viel Wert darauf, das orientalische Land gesellschaftstauglich zu machen, und passt auch das Rechtssystem den europäischen Ländern an. Als Atatürk im Jahr 1938 stirbt, wird Ismet Inönü der Staatspräsident, welcher damals als „Wegbegleiter“ Atatürks gesehen wird.

Die Entwicklung der Türken

1946, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in welchem sich die Türken bis zum 1945 neutral verhalten und erst dann auf die Seite der Alliierten treten, werden erstmals Parteien gegründet. Wegen des ständigen Ost-West-Konflikts wie auch Konflikten mit Russland tritt das Land im Jahr 1952 der NATO bei. Ab den 1980er Jahren, die geprägt sind von politischen Unruhen, wird ein neuer Konflikt begonnen – mit den Kurden. Dieser wird 1998 beendet, entflammt 2004 aber neu. Aus diesem Grund gibt es bis 2007 immer wieder Kämpfe zwischen dem türkischen Militär und der PKK.
Im November 2003 ist Istanbul Ziel mehrerer Angriffe durch die Terrororganisation Al Qaida.