Das Opera-House in Sydney besichtigen, Robben und Pinguine in Neuseeland beobachten oder die endlosen Weiten Kanadas erkunden – immer mehr junge Menschen möchten mit »Work and Travel«-Programmen ins Ausland reisen, um neue interessante Erfahrungen zu sammeln

Die Programme richten sich vor allem an junge Reisende, meistens zwischen 18 und 30 Jahren, die mit dem Work and Travel Programmen ins Ausland reisen und dort arbeiten können. Einige Länder wie zum Beispiel Kanada gewähren sogar »Work and Travel«-Visa bis zum Alter von 35 Jahren. Das Visum ist oft für ein Jahr gültig, teilweise kann es um ein weiteres Jahr verlängert werden. Durch die Kombination aus Reisen und Arbeiten, soll auch jungen Menschen ein längerer Aufenthalt in einem anderen Land ermöglicht werden, um eine neue Kultur besser kennenlernen zu können.

Work and Travel zu Zweit

Besonders beliebt ist die gemeinsame Reise mit Freunden und Bekannten. Und falls diese keine Zeit oder Lust auf einen »Work and Travel«-Urlaub haben, hilft das Internet weiter, um einen Reisepartner finden: Auf praktikawelten.de etwa lassen sich die Reisedaten von anderen Teilnehmern einsehen. Dadurch ist bereits vor dem Abflug eine Kontaktaufnahme mit der neuen Reisebegleitung möglich. So reist man nicht allein und kann schon Pläne schmieden oder Erfahrungen austauschen.

Schwieriger hingegen kann ein »Work and Travel«-Aufenthalt mit dem eigenen Nachwuchs sein, da viele Länder kein Visum gewähren, wenn man selbst Kinder hat. Hier gilt es also die Visumsbestimmungen vorab gründlich zu lesen, um keine böse Überraschung zu erleben. Wird ein Visumsantrag nämlich abgelehnt, so werden die Visumsgebühren im Regelfall nicht erstattet.

Reisen mit Hund

Bei einem Langzeitaufenthalt stellt sich für viele Reisende zudem die Frage, wohin mit dem eigenen Hund. Wer den eigenen Vierbeiner nicht zu Hause, sondern mit auf die Reise nehmen will, muss sich auf teilweise lange bürokratische Verfahren einstellen. Neuseeland und Australien sind hier besonders streng, wenn es um die Einreise eines Tieres geht. Bereits sechs bis neun Monate vor dem geplanten Aufenthalt müssen beim deutschen Tierarzt verschiedene Tests gemacht werden, um zu belegen, dass das Tier gesund ist. Anschließend muss eine Importgenehmigung beantragt werden. Ist man dann Down Under angekommen, darf der eigene Hund die Quarantänestation für mindestens zehn Tage nicht verlassen. Vor diesem Hintergrund entscheiden sich die Meisten, beim Work and Travel ohne das eigene Haustier zu verreisen.

Die Wahl des richtigen Jobs

Um die Reisekasse aufzubessern, muss dann noch der passende Job gefunden werden. Besonders beliebt bei vielen »Work and Travel« Teilnehmern ist die Arbeit als Erntehelfer oder auf Farmen. Spezielle »Working Hostel« vermitteln oft die eigenen Gäste an Farmer in der Umgebung. Prinzipiell steht aber eine Vielzahl an verschiedenen Jobs zur Verfügung, vom einfachen Kellnern bis hin zu qualifizierteren Berufen etwa als Elektriker, Kfz-Mechaniker oder Tischler. Jobagenturen helfen dabei eine Arbeit zu finden, darüber hinaus gibt es in vielen Hostels auch ein Schwarzes Brett mit den aktuellen Jobangeboten.