Um etwa 4.000 v. Chr. entwickelte sich die frühe Hochkultur der Sumerer in Mesopotamien, zwischen Euphrat und Tigris, dem Gebiet des heutigen Irak.
Die Bezeichnung Mesopotamien ist wahrscheinlich auf Alexander den Großen zurückzuführen, der das Land „zwischen den Flüssen“ so bezeichnete.

Das Volk der Sumerer nannte sich selbst „sag-giga!, das „die Menschen mit schwarzen Köpfen“ bedeutet. Die Sumerer betrieben Landwirtschaft und Viehzucht und entwickelten ein System, um ihre Felder künstlich zu bewässern. Dieses interessante Volk hat den entscheidenden Schritt zur Entwicklung der Hochkultur geleistet. Auf sie ist die Einteilung der Stunde in 60 Minuten zurückzuführen. Sie erfanden eine Reihe bedeutende Dinge, wie zum Beispiel die Töpferscheibe und höchstwahrscheinlich das Rad. Um 3.200 v. Chr. erfanden sie die Keilschrift, die älteste Schrift der Menschheit und sie verfügten bereits übern erstaunlich großes Wissen im Bereich der Astronomie, der Mathematik und der Literatur. Diese sumerische Hochkultur hatte damals bereits Schulen und Bibliotheken!

Mystisch und erfindungsreich

Anfangs wurde die von ihnen entwickelte Keilschrift zum Berechnen der Wassergräben, zur Vermessung von Land und für andere praktische Zwecke benutzt. Bald jedoch begannen Schreiber und Priester die bis dahin nur mündlich überlieferten, zahlreichen Mythen und Geschichten in Stein zu meißeln. Als ältestes literarisches Werk gilt das Gilgamesh-Epos, aus dem später die Geschichte von Noah und der Sintflut für das alte Testament übernommen wurde. Neben zahlreichen Göttererzählungen erfahren wir dank archäologischer Funde auch, wie die Sumerer über die Grundfragen des Lebens, über die Liebe und den Tod dachten. Das sumerische Volk glaubte an viele Götter, denen sie auch Opfergaben darbrachten und sie in verschiedenen magischen Ritualen um Schutz und Hilfe baten.

Hochentwickelt und geheimnisvoll

Fehlverhalten und schlimme Vergehen wurden bei den Sumerern in einem fairen Prozess vor einem Gericht verhandelt. Ein Mörder konnte bestraft werden, indem er mitsamt seiner Familie und seinem Besitz der Familie des Opfers übereignet wurde. Die Sumerer hielten auch Zauberei für real und auch Vergehen in diesem Bereich konnten bestraft werden. Ihre Häuser bauten die Sumerer aus Lehm erst in kleinen Dörfern, aber bald schon entstanden die ersten Städte: Ur, Ninive, Babylon. Trotz moderner Forschung und vielen archäologischen Fundstücken, bleiben Heute noch viele Fragen über diese interessante Hochkultur offen! Woher kamen die Sumerer? Was bedeuten die mystischen Abbildungen auf ihren Tonwaren wirklich? Ein großes Geheimnis bleibt!