Ein Lastminute-Flug kann ein wahres Schnäppchen sein oder aber eine böse Überraschung. Viele Menschen erhoffen sich, durch ein kurzfristiges Buchen der Reise bares Geld zu sparen, leider ist das nicht immer so.

Früher wurde das Abwarten mit dem Buchen einer Reise noch belohnt, heut gilt auch beim Lastminute-Urlaub: genauer hinschauen lohnt sich. Wer schon einmal die Flugpreise über einen gewissen Zeitraum beobachtet hat, der hat sicher festgestellt, dass lastminute zu buchen manchmal sogar teurer ist, als wenn man einige Zeit vorher gebucht hätte. Die Lastminute-Angebote sind eigentlich entstanden, weil die Anbieter früher ihre Flieger auslasten mussten. Aber mit der steigenden Nachfrage nach Reisen in alle Welt ist ein günstiges Lastminute-Angebot nicht mehr die Regel. Darüber hinaus bot das Lastminute-Angebot den Reiseveranstaltern nicht genügend Sicherheit, oftmals lohnte sich das Geschäft nicht mehr.

Bei den Reisenden ist aber der Zauber von lastminute und billig immer noch in den Köpfen hängen geblieben. Erst wenn man dann versucht, einen günstigen Lastminute-Flug zu ergattern, wird man aus seinen Illusionen gerissen und landet voller Entsetzen über die Preise auf den Boden der Tatsachen. 2011 sind in Deutschland 40 Millionen Menschen mit einem Pauschalangebot verreist, nur ein Viertel davon hatte frühzeitig gebucht und konnten so die Frühbucherrabatte nutzen. Die Frühbucherrabatte sollen dem Kunden ähnlich wie bei einem Lastminute-Angebot, Reisen zu einem günstigen Preis garantieren. Dies wird vor allem von Familien oder Rentnern in Anspruch genommen, die genau sagen können, wann sie verreisen wollen.

Lastminute ist aber noch nicht ganz ausgestorben. Wer also wirklich ganz spontan verreisen möchte, also gerade mal eine Woche vorher seine Reise bucht, der kann schon mit Schnäppchen rechnen. Vorsicht ist jedoch geboten, einige Lastminute-Reiseveranstalter sind nicht insolvenzversichert, das heißt, wenn der Anbieter insolvent gehen sollte, werden die Kosten der Reise nicht an den Kunden zurückerstattet. Auskunft über vertrauenswürdige Reiseveranstalter gibt die Verbraucherzentrale oder Stiftung Warentest. Versteckte Kosten lauern oft dort, wo man sich gar nicht vermutet, deshalb sind die Reiseveranstalter eigentlich gesetzlich verpflichtet, im Angebot den kompletten Reisepreis inklusive Steuern und Gebühren auszuweisen. Schützen kann man sich, indem man das Lastminute-Angebot ausdruckt, inklusive Datum, damit man auch den Preis bekommt, den man gesehen hat.