Beim Martin-Gropius-Bau handelt es sich um ein, in den Jahren 1877 bis 1881, im Stile der italienischen Renaissance, erbautes Gebäude, in Berlin. Der Architekt, Martin Gropius, welcher zusammen mit Heino Schmieden den Bau plante, gab dem Gebäude seinen Namen.

Standort des Gebäudes

Der Martin-Gropius-Bau liegt in Berlin-Kreuzberg. Kreuzberg ist einer der meistbewohnten Stadtteile Berlins und für sein lebendiges Kulturleben bekannt. Der Bereich zwischen Oberbaumbrücke und Görlitzer Bahnhof beherbergt tausende Wohnungen und wird als Wrangelkiez bezeichnet.

Der Martin-Gropius-Bau wurde, neben der Stresemannstraße Berlins gelegen, in der Niederkirchnerstraße gebaut. Direkt gegenüber findet man das Abgeordnetenhaus, sowie, in unmittelbarer Nachbarschaft, das Bundesfinanzministerium und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Wie wird der imposante Bau genutzt?

Der Martin-Gropius-Bau beherbergt wechselnde Ausstellungen sowie eine Ausstellung über die Geschichte der Bundesrepublik.

Der Martin-Gropius-Bau beherbergt wechselnde Ausstellungen sowie eine Ausstellung über die Geschichte der Bundesrepublik.

Er wurde zunächst als Museum für das Kunstgewerbe Berlins genutzt. Weiter
befand sich, nach dem ersten Weltkrieg, u.a. ein Museum darin, welches eine Kunstsammlung aus dem ostasiatischen Bereich beherbergte.

Heute beherbergt der Martin-Gropius-Bau große und ständig wechselnde Ausstellungen. Die Architektur des Gebäudes ist hierfür perfekt. Das Gebäude ist etwa 26 Meter hoch und quadratisch angelegt, wobei jede Seite etwa 70 Meter lang ist. Im Inneren befindet sich ein Lichthof und das Gebäude selbst ist bereits ein Kunstwerk. Die Fensterzwischenräume sind mit Mosaiken und Wappen deutscher Länder verziert. Außerdem sind bildhauerische Arbeiten wie Schmuckrelieffe zu bewundern. Deshalb werden auch Führungen, welche rein das architektonische Werk des Hauses in den Vordergrund stellen, angeboten.

Betrieben wird der Martin-Gropius-Bau im Auftrag der Bundesregierung, speziell durch das Ministerium für Kultur und Medien. Verantwortlich für die Ausstellungen zeichnen sich aber die jeweiligen Veranstalter.

Die weitere Geschichte des Baus

Nachdem das Gebäude im zweiten Weltkrieg fast zerstört wurde, sollte es zunächst abgerissen werden. Dies wurde jedoch von Walter Gropius, dem Großneffen des Architekten Martin Gropius, verhindert. Seit 1966 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Ab 1978 wurde es wieder aufgebaut. Die neuerliche Einweihung fand 1981 statt, obwohl die Bauarbeiten noch nicht beendet waren.

Auch der Bau der Berliner Mauer gingen nicht spurlos am Martin-Gropius-Bau vorbei. Der Haupteingang war auf die Berliner Mauer ausgerichtet, weshalb dieser auf die Gebäuderückseite verlegt wurde. Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde der Eingang wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückverlegt. Passenderweise befindet sich seit 1999 auch eine Ausstellung, welche die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt, im Haus.

Für jeden was dabei

Beispielsweise fand 2003 die Ausstellung „Berlin-Moskau/Moskau-Berlin“ und im Hinblick auf die Fußballweltmeiterschaft 2006, von Oktober 2005 bis Januar 2006, eine spezielle Ausstellung über das „runde Leder“, statt. Von Mai bis September 2006 besuchten insgesamt 450.000 Besucher die Ausstellung „Ägyptens versunkene Schätze“ und 2012 wurden die Fotografien Dennis Hoppers, einem US-Schauspieler, gezeigt.

Bereits dieser Auszug vermittelt, dass es dort immer etwas zu sehen gibt. Egal für welches Alter und welche Interessen.