Im Frühmittelalter erobern die Franken die römische Stadt und bald leben fränkische und römische Bevölkerungsteile nebeneinander in Köln. Ab dem 10. Jahrhundert entwickelt sich Köln zum geistlichen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen und die Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige im Jahr 1164 machen es zu einer wichtigen Pilgerstätte.

Im Hochmittelalter ist Köln mit ca. 40.000 Einwohnern bereits die größte Stadt Deutschlands und führt den Namen Sancta im Namen, was außerdem nur noch Jerusalem, Konstantinopel und Rom tun. Ihr vollständiger Name lautet nun Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia – Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Noch heute wird Köln auch et hillije Kölle genannt.

Obwohl schon 1288 durch die Schlacht von Worringen von der Oberherrschaft der Erzbischöfe befreit, wird Köln erst 1475 zur Freien Reichsstadt erklärt. Ab 1396 regeln anstelle des Patrizierrates die Gaffeln auf Basis einer ständischen Verfassung die Angelegenheiten der Stadt. Diese Gaffeln setzen sich zusammen aus den entmachteten Patriziern, den Zünften, Ämtern und Einzelpersonen. Jeder Bürger war verpflichtet, einer solchen Gaffel beizutreten.

1794 verliert Köln mit dem Einmarsch der französischen Truppen den Status der Freien Reichsstadt und wird von der Französischen Republik annektiert. 1798 wird Köln unter dem Namen Cologne Teil desDépartements de la Roer, dessen Hauptstadt allerdings Aachen wird. Nach den Befreiungskriegen wird Köln dann 1815 ins Königreich Preußen eingegliedert. Eine der ersten Maßnahmen ist die Germanisierung des Namens. Ab 1900 bestimmt ein Erlass die Schreibung des Namens mit C, bis das Städtische Nachrichtenamt unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer am 1. Februar 1919 wieder die Schreibung mit K einführt.

Während des Zweiten Weltkrieges wird die Stadt zu ungefähr 90 Prozent zerstört. Der Kölner Dom, die größte gotische Kirche Nordeuropas, wird schwer beschädigt.

Mit 13 Hochschulen ist Köln einer der bedeutendsten Hochschulstädte in Deutschland. Die Universität ist eine der größten und ältesten und die Fachhochschule ist sogar die größte Deutschlands. Außerdem ist die Deutsche Sporthochschule Köln die einzige des Landes. Des Weiteren gibt es noch Fachhochschulen für Musik und Tanz, Film, Kunst, Wirtschaft, Medien und Kommunikation, Film und Oekonomie und Management.Heute ist Köln eine der wichtigsten kulturellen Zentren Deutschlands. Mit unzähligen Museen, Galerien und einer äußerst aktiven Kunst- und Musikszene zieht die Stadt jährlich mehr als eine Million Touristen in ihren Bann. Museen wie das Museum Ludwig, das Museum für Angewandte Kunst oder das Wallraf-Richartz-Museum locken die Besucher in Scharen ebenso wie die zahlreichen Theater, auf denen traditionelle Volksstücke, politisches Kabarett oder Comedy zu bewundern sind. Die verschiedensten Veranstaltungen wie die lit.COLOGNE, die Kölner Lichter oder natürlich der Kölner Karneval machen Köln weltbekannt.