Das Klima in Tunesien ist einer der Gründe dafür, dass das Land in Nordafrika, ein beliebtes Urlauberziel ist. Dabei werden die klimatischen Bedingungen des Landes maßgeblich durch seine geografische Lage bestimmt. Mit dem Mittelmeer im Norden und Osten wird mediterranes Klima ins Land gebracht, der Westen des Landes grenzt an Algerien, der Südosten an Libyen und damit an weiteres Festland. Mit einer Sonnenscheindauer von 300 – 324 Tagen im Jahr zählt Tunesien als Domizil mit Sonnengarant für Besucher aus der ganzen Welt.

Ein Land der Kontraste

Das Klima in Tunesien ist sehr kontrastreich ebenso wie die Temperaturen. Zwischen Mittelmeer und Sahara gelegen, wird das Land von Regenzeiten im Winter und sehr heißen Winden bestimmt. Allgemein herrscht mediterranes und arides Klima in Tunesien vor. Die Niederschlagsmenge nimmt vom Norden zum Süden ab, währenddem sie vom Osten zum Westen, einer leichten Zunahme unterliegt. Die meisten Niederschläge fallen in den Wintermonaten, ausgelöst durch Tiefausläufer des Westwinddrifts.

Folgende Zonen des Klimas können in Tunesien festgehalten werden:

Der Norden besticht mit trockenen Sommern und feuchten Wintern. Die zentraltunesische Steppe wartet mit heißen Sommern und kalten Wintern auf. Die Mittelmeerküste bringt ausgeglicheneres Klima durch die Meeresluft. In der Wüste herrschen die größten Temperaturunterschiede. Hier gibt es im Winter Bodenfrost, im Sommer klettert das Thermometer auf bis zu 50 °C. Das Klima am Wüstenrand zeigt unregelmäßige Niederschläge und maximale Temperaturen von 45 °C. Je mehr man sich vom Mittelmeer weg bewegt, umso kontinentaler wird das Klima und zeigt Durchschnittstemperaturen von 10°C im Januar und 26 °C im August.

Weitere Klimagestalter und der Wandel

Der Saharawind Schirokko, der hier „Chehili“ genannt wird, bringt regelmäßig sehr heiße Wüstenluft ins Land. Wenn es im Sommer durch angestaute Hochdruckzonen doch einmal zu starkem Regen kommt, macht dieser aus den kleinen Wadis recht schnell reißende Ströme. Man möchte das Klima in Tunesien als mannigfaltig und extrem in vielerlei Richtungen bezeichnen. Da verwundert es nicht, wenn sich auch der globale Klimawandel in besonderem Ausmaß auf Tunesien auswirkt. Eine Erwärmung von 1,6 – 2,7°C bis 2050 wird von Experten prognostiziert und das wird heftige Auswirkung auf ein Entwicklungsland wie Tunesien haben. Hier gilt es, von außen helfend, einzugreifen und Klimarahmenrichtlinien in die richtige Bahn zu lenken.

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