Jedes Kind wird früher oder später flügge und plötzlich wird der Kontakt zu Gleichaltrigen interessanter als der Familienurlaub mit Mama und Papa. Kinder fühlen sich „groß“ und unabhängig, wenn sie ihren Sommerurlaub in einem Kinderferienlager verbringen dürfen. Die Erfahrung, für zwei oder drei Wochen auf sich gestellt zu sein, fördert außerdem die soziale Kompetenz und die Fähigkeiten des Kindes. Auch vorsichtige Eltern sollten sich daher einen Ruck geben und ihrem Kind einen Urlaub ohne ihre Begleitung zutrauen.

Das richtige Ferienlager finden

Ein Ferienlager sollte den Vorlieben des Kindes entsprechen

Ein Ferienlager sollte den Vorlieben des Kindes entsprechen

Natürlich hat jedes Kind seine speziellen Vorlieben, die bei der Auswahl des Ferienlagers berücksichtigt werden sollten. Das eine Kind klettert gern, das andere ist verrückt nach Pferden oder Strandurlaub. Eltern sollten also ihr Kind bei der Auswahl des Urlaubsortes mit einbeziehen, denn sonst kann bei sensiblen Kindern leicht der Eindruck entstehen, dass es nicht um ihre Bedürfnisse geht, sondern darum, sie „wegzuschicken“. Dürfen die Kinder aber ihre Wünsche über Ferienaktivitäten äußern, spüren sie schnell, dass es „ihr“ Urlaub ist, den sie selbst aussuchen durften.

Anbietersuche

Oft ergibt sich die Wahl des richtigen Anbieters ganz von allein, weil Kinder mit ihren Freunden aus dem Sportverein, der Schule oder der Kirchengemeinde verreisen wollen. Wer solche Möglichkeiten allerdings nicht hat, kann Bewertungen über Anbieter im Internet lesen und nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis suchen.

Vorbereitungen und Gepäck

Ist das Ferienlager einmal gebucht, geht es an die weiteren Vorbereitungen. Eltern sollten überlegen, welches Gepäck für ihre Kinder notwendig ist, sie aber beim Packen auch mit einbeziehen. Zum Verstauen eignen sich am besten Trolleys für Kinder, denn diese sind leicht zu handhaben. Kinder müssen dann nicht mühselig schleppen, sondern können sie ganz bequem hinter sich herziehen. Gut sichtbar am Trolley sollten Name und Adresse des Kindes sowie evtl. die Telefonnummer der Eltern befestigt werden, damit diese in bestimmten Fällen gleich zur Hand sind. Wenn das Kind seinen Koffer irgendwo verliert oder vergisst, ist die Chance außerdem größer, dass dieser nach Hause gesendet wird.

Gesundheitliche Beschwerden mitteilen

Ein wichtiger Vorbereitungspunkt ist außerdem die Gesundheit des Kindes. Sollte dieses spezielle Medikamente benötigen oder bestimmte Erkrankungen haben, müssen Eltern die Betreuer des Ferienlagers unbedingt vorher darüber informieren, damit eine optimale Versorgung des Kindes garantiert ist. Eine „Reiseapotheke“, etwa mit Kopfschmerztabletten oder Ähnlichem, sollten Eltern dem Spross nur mitgeben, wenn dieser alt genug ist und die enthaltenen Medikamente kennt. Generell ist das Team des Ferienlagers aber für eventuelle Beschwerden ausgerüstet.