Klettern wird allgemein oft zum Extremsport gezählt, dabei stellt das Freiklettern eine besonders extreme Herausforderung dar. Das Freiklettern unterscheidet sich im wesentlichen dadurch von anderen Kletter Disziplinen, dass es entweder am Fels in der Natur oder an einer künstlichen Wand durchgeführt wird. Dabei ist die Fortbewegung mittels Händen und Füßen erlaubt. Hilfsmittel sind beim Freiklettern grundsätzlich verboten. Seile und Karabiner sind zwar erlaubt, dienen aber nur zur Sicherung des Sportlers und dürfen nicht zum schnelleren Vorankommen verwendet werden.

Beim Freiklettern schafft sich der Kletterer seine eigene Route: Eine Absicherung ist dabei unbedingt notwendig.

Beim Freiklettern schafft sich der Kletterer seine eigene Route: Eine Absicherung ist dabei unbedingt notwendig.

Das sächsische Freiklettern findet ausschließlich in der freien Natur statt. Die Routen die bei dieser Art des Freikletterns zurück gelegt werden sind nie von Menschenhandgeschaffen. Der besondere Anreiz entsteht dadurch, dass die Route absolut natürlich entstanden ist. Somit kann vorher nie sicher gesagt werden ob die Route geschafft wird, da kein Mensch sich Überlegungen zum Schwierigkeitsgrad gemacht hat.
Da die Disziplin meist im Freien ausgeübt wird ist der Kletterer weitestgehend auf sich allein gestellt. Hier entsteht keine Ablenkung durch andere Sportler in der Kletterhalle. Dennoch ist der Sportler viel härteren Bedingungen ausgesetzt. Gerade bei Routen die mehrere Stunden beanspruchen, ist es durchaus möglich das der Sportler während des Freikletterns von einem plötzlichen Wetterumschwung überrascht wird.
Der wesentliche Unterschied zwischen Freiklettern und Bergsteigen liegt darin begründet, dass beim Freiklettern stets eine Sicherung verwendet werden muss. Das Bergsteigen erfolgt nicht ausschließlich an der Steilwand und ist somit oftmals körperlich weniger herausfordernd.
Wer ein richtiges Gefühl für das Freiklettern bekommen möchte, muss in die Berge.
Eine besonderes beliebte Herausforderung stellt dabei die Eiger Nordwand dar. Die Nordostwand ist besonders anspruchsvoll so gelang es erst 1932 den ersten Menschen den Gipfel über die Nordostwand zu erklimmen.

Für wen ist diese Sportart interessant?

Dieser Extremsport ist für all jene spannend die eine besondere Herausforderung suchen.
Dabei ist diese Sportart absolut einzigartig und mit nichts wirklich vergleichbar. Dabei stellt die Kombination aus hoher konditioneller Anforderung und der benötigten Kraftausdauer die größte Herausforderung dar. Ein Kletterer sollte durchaus in der Lage sein Ängste zu überwinden und über den Willen verfügen bis an die äußerste Belastungsgrenze zu gehen. Dabei muss der Sport nicht zwangsläufig für Menschen ungeeignet sein, die nicht schwindelfrei sind. Höhenangst hat auch immer etwas mit Selbstbeherrschung und Gewohnheit zu tun. Wer sich für das Klettern interessiert, jedoch nicht schwindelfrei ist sollte sich davon nicht abhalten lassen. Stattdessen empfiehlt es sich die Höhe nach und nach zu steigern, bis schließlich kein Schwindelgefühl mehr auftritt unabhängig von der momentanen Höhe.