Die Eiger Nordwand befindet sich am gleichnamigen Berg, dem Eiger, in den Alpen. Der Eiger selbst ist 3970 Meter hoch. Die Nordwand ist mit ungefähr 1650 Metern eine der größten Nordwände der Alpen. Eine Kletterroute an der Eigen Nordwand kann sich bis zu einer Strecke von vier Kilometern erstrecken. Eine solche Route zählt damit zu den längsten und anstrengendsten der Alpenregion. Dabei ist die Gefahr von Lawinen und Steinschläger ziemlich groß. Viele dramatische Geschichten von Besteigungen gibt es. Da die Wand von Grindelwald und vom Kleinen Scheidegg sehr gut einsehbar ist, hat sie ein gehobenes öffentliches Interesse.

Die Eiger Nordwand ist ein Kletterparadies mit Herrausforderungen.

Die Eiger Nordwand ist ein Kletterparadies mit Herrausforderungen.

Die Eiger Nordwand steht südwestlich von Grindelwald, im Kanton Bern. Somit ist die Wand Teil der Schweizer Alpen, spezieller, der Berner Alpen. Genaugenommen ist die berühmte Wand sogar eine Nordwestwand. Die Grenze des UNESCO Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn verläuft am Fuße der Nordseite. Teile des Grossen Tunnels der Jungfraubahn sind im Fels hinter der Nordwand, auf dem Jungfraujoch, zu finden. Die Aussichtsgalerie der Stadion Eigerwand befindet sich auch in der Wand. Die komplette Eiger Nordwand besteht aus Kalkstein, und ist eine beliebstes Ziel zum Klettern.

 

Viele Menschen starben an der Eiger Nordwand. So verunglückte 1935 eine zweier Seilschaft beim Durchsteigungsversuch tödlich. Ein Jahr später ereignete sich das wohl bekannteste Bergsteigerdrama der Eiger Nordwand. Alle Bergsteiger einer vierer Seilschaft, darunter Toni Kurz starben. Erst 1938 gelang einer vierer Seilschaft die Erstbegehung. Anderl Heckmair, Ludwig Vörg, Heinrich Harrer, sowie Fritz Kasparek waren die ersten Bezwinger der Wand.

Rekordjagt an der Wand

Die Erstbesteiger brauchten für ihr Vorhaben noch drei Tage. Dagegen wurde im April 2011 auf der Heckmair-Route ein neuer Rekord von 2 Stunden und 28 Minuten aufgestellt. Spitzenalpinisten sind durchaus in der Lage die Wand innerhalb weniger Stunden zu bezwingen.

Bergsteiger, die allein die Eiger Nordwand bezwingen wollen, brauchen in der Regel weniger Zeit, da sie sich nicht um die Partnersicherung kümmern müssen. Speedklettern ist damit auch an der Nordwand beliebt. Ein neuer Klettertrand ist der des Freikletterns. Die Jagd nach Rekorden sieht so aus:

1963 Michel Darbellay 2 Tage
1981 Ueli Bühler 8 Std. 30 Min.
1982 Francek Knez 6 Std.
1983 Thomas Bubendorfer 4 Std. 50 Min.
2003 Christoph Hainz 4 Std. 30 Min.
2007 Ueli Steck 3 Std. 54 Min.
2008 Ueli Steck 2 Std. 48 Min.
2011 Daniel Arnold 2 Std. 28 Min.

Routen und Schwierigkeitsgrade

Es führen heute mehr als 30 Routen durch die Wand. Bis 1969 waren es erst sechs Routen. 16 weitere folgten zwischen 1971 und 1988. Alle weiteren Routen entstanden nach 1991. Der Schwierigkeitsgrad der Routen wird durchschnittlich als sehr schwierig bewertet. Unter dem mittleren Schwierigkeitsgrad IV+ findet man hier keine Route. Der schwierigste Aufstieg wird mit einem Schwierigkeitsgrad von X- angegeben. Dies ist im übrigen die Leistungsobergrenze bei Alpinklettern und fällt unter die Klassifizierung des Extremsports.