Die Insel Gran Canaria wird zu den Kanarischen Inseln gezählt, die im Atlantik westlich der marokkanischen Küste liegen. Mit den Nachbarinseln Teneriffa und Fuerteventura gehört sie zu den beliebtesten Urlaubszielen in Europa. Alle diese Inseln haben gemeinsam, dass sie vulkanischen Ursprungs sind.

Urlaub auf dem „Miniaturkontinent“

Gran Canaria hat ein sehr besonderes Mikroklima. Aus diesem Grund wird sie auch als Miniaturkontinent bezeichnet. Der ehemalige Vulkan, dem sie ihre Entstehung verdankt, erhebt sich bis auf fast 2.000 Meter Höhe. Dieser Höhenunterschied zur Küste ist eine erste Ursache für die unterschiedlichen Klimazonen, die man auf der Insel findet und die zum Teil erstaunliche Erlebnisse innerhalb kurzer Zeit vermitteln. Hinzu kommen die Passatwinde, die aus Nordosten auf die Insel treffen und die Nordhänge der Berge mit reichlich Niederschlag versorgen, meist in Form von Nebel. Dies führt zur Zweiteilung der Insel in einen feuchteren Norden und einen trockeneren und wärmeren Süden. Immer wieder auftretende heiße Winde aus der Sahara, die auf den Süden der Insel treffen, verschärfen diesen Klimagegensatz noch mehr. Diese klimatischen Unterschiede führen zu einer sehr differenzierten Flora und Fauna auf der Insel, die für Naturfreunde und Wanderer sehr interessant ist. Im Norden gibt es große Lorbeerwälder, während im Süden eher eine Halbwüstenvegetation vorherrscht.

Endeckungsreisen auf Gran Canaria

Gran Canaria ist eine vielseitige Insel mit ganz unterschiedlichen Dingen, die es wert sind gesehen oder getan zu werden. Die Insel ist von einem ganzen Netz an Aussichtspunkten durchzogen, und wenn man sich auf eine Wandertour durch das Inselinnere begibt, bescheren sie wunderbare Ausblicke weit über die schöne Insellandschaft. Der Reisende findet hier mit dem Botanischen Garten Viera y Clavijo und dem Biosphärenreservat zwei weitere sehenswerte Naturlandschaften. Zum Kennenlernen der Lebensweise der Bewohner ist es spannend, den Fischerort Puerto de Mogán zu besuchen, den einige auch Venedig des Südens nennen. Auch der Ort Teros mit seiner typisch kanarischen Architektur ist einen Besuch wert, ebenso wie die Hauptstadt der Insel, Las Palmas, die eine sehenswerte Altstadt hat. Einen ganz anderen Charakter haben die Dünenlandschaften rund um Maspalomas, die dann schon Lust auch auf einen Strandaufenthalt an einem der schönen Strände im Süden der Insel machen, wie die berühmte Playa del Inglés oder Las Canteras und San Augustín.

Leben auf Gran Canaria

Gran Canaria ist eine der „Inseln des ewigen Frühlings“. Dies bedeutet, es ist nie sehr kalt, aber auch selten sehr heiß, außer im Süden hin und wieder bei „Saharawetterlage“. Dies hat die Insel zu einem bevorzugten Urlaubsort für viele Europäer gemacht und viele Bewohner der Insel leben vom Tourismus. Die meisten Touristen haben die Insel nicht nur als Urlaubsort, sondern als dauerhaftes Domizil ausgewählt, vor allem für ältere Menschen ist das milde Klima auf der Insel ein Grund, ihren letzten Lebensabschnitt hier zu verbringen. Es gibt einen deutschen Radiosender und deutsche Zeitungen. Aufgrund des Klimas kann man auch zu jeder Jahreszeit nach Gran Canaria reisen um dort seinen Urlaub zu verbringen. Die Insel hat, vor allem in Küstennähe, ein gut ausgebautes Infrastrukturnetz und alles, was für gelungene Ferien nötig ist, findet man dort. Ob man ein Hotel mietet oder eine Ferienwohnung, die Auswahl ist groß. Im Inneren der Insel sind die touristischen Unterkünfte seltener, jedoch gibt es zur Entdeckung der Insellandschaften viele Tagestouren und Ausflugsprogramme für die vielen interessanten Sehenswürdigkeiten, welche die Insel zu bieten hat. Auch für diejenigen, die im milden Klima der Insel überwintern möchten, gibt es preiswerte Lösungen.

 

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