Billigflüge sind inzwischen weltweit bekannt und werden von vielen Leuten genutzt. Besonders günstige Lockangebote bringen die Kunden dazu, auch bei bekannten Billig-Airlines Flüge zu buchen, obwohl eigentlich immer mehr publik gemacht wird, wie die Kunden teilweise über`s Ohr gehauen werden. Billigflüge sind nämlich in vielen Fällen nicht wirklich billig – der Anbieter hat viele Methoden, um dem Kunden trotzdem das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Bei Billigflügen kommen oft Kosten für jedes einzelne Gepäckstück hinzu

Bei Billigflügen kommen oft Kosten für jedes einzelne Gepäckstück hinzu

Das beginnt meist schon bei den Gebühren für Gepäckstücke, die bei einem Anbieter schon 22 Euro pro Gepäckstück betragen können. Und das auch nur, wenn man die Gepäckstücke schon vorher angemeldet hat, ansonsten verdoppelt sich der Preis gerne noch am Flughafen. Auch entstehen Kosten für Service und Buchung. Eine irische Fluggesellschaft überlegt zudem momentan ernsthaft, ob Toilettengebühren an Bord des Flugzeuges eingeführt werden sollen. Bei einigen Fluggesellschaften zahlt man nun auch für ein Kind ab zwei Jahre den vollen Flugpreis. Hier ein kleines Rechenbeispiel für eine bekannte Fluggesellschaft, die viele Billigflüge anbietet:

Wir wollen von Berlin nach Dublin fliegen. Die Gesellschaft lockt mit einem der absoluten Billigflüge: Hinflug 17,99 Euro, Rückflug 26,99 Euro. Das klingt erstmal nach einem Schnäppchen. Dann werden aber schon beim Online-Check-In 5 Euro Gebühren fällig, wir zahlen für unser eines Gepäckstück 15 Euro und für allgemeine Steuern und Gebühren 22,61 Euro. Für den Rückflüg zahlen wir weitere 5 Euro für den Online-Check-In, weitere 15 Euro für unser Gepäckstück, nur Steuern kommen nicht nochmal hinzu. Macht einen Gesamtpreis von 107,59 Euro. Sind das noch Billigflüge?

Eine andere Fluggesellschaft bietet ebenfalls Billigflüge an, berechnet aber zu den oben genannten Gebühren auch noch das Essen an Bord zusätzlich, Kleinkinder unter zwei Jahren müssen auf dem Schoß der Mutter mitfliegen (und zahlen trotzdem 18 Euro) und wer per Telefon bucht, darf pro Person auch gleich 9 Euro zusätzlich zahlen. Auch bei den Kerosinzuschlägen wird bei Anbietern für Billigflüge gerne mal aufgerundet: Bis zu 50 Euro pro Person und pro Strecke kann hier der Kerosinzuschlag kosten – auch für Kinder! Besondere Vorsicht ist auch bei Sportgeräten geboten: Skier, Snowboards oder Angelausrüstungen können saftige Zuschläge bringen.

Dass allerdings die Ausstattung des Fliegers und der Service des Personals in Billigflügen schlechter ist als in anderen Flugzeugen, kann man pauschal nicht sagen. In der Economy-Class ist es fast in allen Airlines relativ eng und das Essen wird auf die gleiche Art serviert wie in Billigflügen, ob man nun extra dafür bezahlt hat oder nicht. Wer sich also über alle Kosten vorher informiert, kann zumindest hin und wieder durchaus Billigflüge buchen – sofern sie denn noch billig sind.