Die Tiefsee beginnt ab 800 Metern und ab 1.000 Metern ist absolute Dunkelheit. Viele Jahre dachten die Menschen, in dieser lebensfeindlichen Umgebung gibt es weder Tiere noch Pflanzen. Erst mit speziellen U-Booten, welche so konstruiert waren, dass sie den immnesen Druck standhielten, konnte in die unbekannte Welt abgetaucht werden.

Die Besonderheiten in der Tiefsee

Die Wissenschaftler entdeckten große hydrothermale Quellen, welche auch als Schwarze Raucher bezeichnet werden. In diesem Umfeld der Tiefsee hat sich eine Nahrungskette gebildet, an dessen Ende der Riesenkalmar zu finden ist. Es gibt auch viele andere Fischarten und einige davon sehen wie gefährliche Monster, aus einer anderen Welt, aus. Die Temperatur in der Tiefsee beträgt bis zu -2 °C und trotzdem gefriert das Wasser nicht. Der Grund sind zum Einen, die Schwefelwasserstoffionen und zum Anderen, die schwarzen Raucher, welche den Gefrierpunkt nach unten setzen.

Die Tiefsee ist unbekannter als das Weltall

Zur Zeit ist etwa 1% der Tiefsee erforscht. Die Menschen wissen über das Weltall besser Bescheid, als über die Gegebenheiten in der Tiefsee. Der tiefste Ort befindet sich im Pazifischen Ozean. Hier ist der Marianengraben zu finden, welcher eine Tiefe von 11.000 Meter hat. Die tiefste Stelle wird als Witjastief 1 bezeichnet. Zur Gegenüberstellung: Der höchste Berg der Welt, der Mount Everest, ist 8.848 Meter hoch. Der höchste Berg der Welt würde also ohne Probleme, in den Marianengraben passen. Am 23. Januar 1960 machten sich die Forscher Jacques Piccard und Don Walsh auf den Weg, um mit einem speziellen Tauchboot den Marianengraben, zu erforschen. Die Wissenschaftler bekamen vielfältiges Leben im Ozean zu sehen, wo immer davon ausgegangen worden war, diese Bereiche seien lebensfeindlich.

Die Tiefsee beeinflusst die Oberfläche

Auch für das Leben an der Erdoberfläche hat die Tiefsee eine große Bedeutung. In den Meeren gibt es Strömungen, welche sich um den gesamten Globus bewegen. Einige der Strömungen bewegen sich nahe der Oberfläche und die bekannteste davon ist der Golfstrom. In einer tieferen Ebene wird das Wasser wieder zurückgeführt und dadurch ist ein ewiger Kreislauf entstanden. Diese Strömungen haben sehr großen Einfluss auf unser Wetter. Ohne diese Wasserbewegungen würde es auf der Erde ganz anders aussehen.

Die Menschen waren schon immer von den Tiefen der Meere fasziniert und einige glaubten, da unten lebten riesige Ungeheuer. Gestützt wurden diese Gedanken von einem Roman von Jules Verne mit dem Titel „20.000 Meilen unter dem Meer“, welcher im Jahr 1870 erschien. Später gab es zu diesem Thema noch mehrere Verfilmungen.

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