Das Mittelmeer: Ein Ort, wo das Salz gut riecht und der Fisch besser schmeckt – Urlaubsidylle unserer Kindheit und ein Stück friedliches Paradies in Sommermonaten. Die abwechslungsreiche Region, die sich von den Alpen bis zur Sahara erstreckt, teilt sich über die drei Kontinente Europa, Afrika und Asien auf. Kein Wunder also, dass wir auf diesem 3,8 Millionen km² großen Areal eine unglaublich abwechslungsreiche Artenvielfalt finden.

Dies betrifft besonders das Mittelmeer selbst. Neben zahlreichen Fischarten wie Sardinen, Thunfischen und Schwertfischen, finden sich auch eingewanderte und immer schon ansässige Meeressäuger wie Defline und Wale.

Welche Delfinarten findet man im Mittelmeer?

Schätzungen zufolge haben rund 15 verschiedene Wal- und Delfinarten ihren Lebensraum im Mittelmeer. Im Schutzgebiet Pelagos werden verbleibende Arten erforscht und lassen sich gut beobachten. Hier findet man beispielsweise den blau-weißen Delfin, den gemeinen Delfin, den großen Tümmler und den Rundkopfdelfin. Insgesamt sind folgende Delfinarten im Mittelmeerraum zu finden:

  • Der große Tümmler: im gesamten Mittelmeerraum
  • Der Fleckendelfin: kommt in den südlichen subtropischen Gewässern Europas und im offenen Nordatlantik vor
  • Der atlantische Fleckendelfin: im gesamten Mittelmeerraum
  • Der Streifendelfin: im gesamten Mittelmeerraum
  • Der Kurzschnabeldelfin: im gesamten Mittelmeerraum
  • Der gemeine Delfin: kommt in gemäßigten bis subtropischen Gewässern
  • Europas vor
  • Der Rundkopfdelfin: in der Straße von Gibraltar

Die beste Jahreszeit um Delfine zu sehen

Die beste Zeit, um möglichst viele der Tiere in Bootsnähe zu sehen, ist in fast ganz Europa die Zeit vom späten Frühling bis in den frühen Herbst hinein, wie die Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) mitteilt. Besonders gut bieten sich die Monate Juli und August an.

Wo ist der beste Platz, um Delfine zu sehen und wer bietet die Touren an?

  • Gibraltar

Es gibt mehrere Bereiche im Mittelmeerraum, an denen verschiedene Delfinarten zu sehen sind. Ausgehend von der westlichsten Spitze des Mittelmeers fangen wir bei Gibraltar an. Hier finden schon seit 1980 Delfinbeobachtungen statt. Seither lassen sich hier seit vielen Jahren gemeine und Streifendelfine, manchmal sogar große Tümmler finden. Der Familienbetrieb Dolphin Safari bietet seit 1980 die Touren an. Außerdem können über den Anbieter Whale Spot, Teil der „Discover the World Group„, von Mai bis Oktober viertägige Delfintouren ab Marina Bay gebucht werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Reiseveranstalter und Agenturen, die die beliebten Delfintouren im Mittelmeerraum anbieten. Einige Reiseveranstalter bieten schon seit längerem spezielle Delfintouren an, dennoch legen sie einen enormen Wert auf die Einhaltung der Schutzregeln für diese besonderen und gefährdeten Tiere.

  • Spanien

Weiter geht’s nach Spanien, wo fünf unterschiedliche Regionen zu finden sind, in den man Delfine beobachten kann. Von den 21 Wal- und Deflinarten, die im Mittelmeer anzutreffen sind, sind viele rund um Mallorca zu finden. Gerne begleiten die Delfine die Schiffe in den balearischen Gewässern und offenbaren ihre Einzigartigkeit. Also am besten schon einmal die Finca buchen! Von Gijón bis San Sebastian können in Küstennähe regelmäßig Gruppen von gemeinen Delfinen, Streifendelfinen und großen Tümmlern beobachtet werden. Der Großteil dieser Arten ist auch in Galizien, vor Tarifa und am Golf von Valencia zu sehen. Der beinahe beste Ort des Mittelmeers, um Delfine zu sehen, ist aber mit Sicherheit das Gebiet von der Costa del Sol bis zur Costa Blanca. Die Organisationen NaturetrekWildWings undPeople’s Trust for Endangered Species bieten unterschiedliche Touren in diesen Regionen an.

  • Italien

Wir bewegen uns nun weiter östlich auf unserer Suche nach Delfinen und siehe da: der Stiefel Italiens, der so schön ins Mittelmeer ragt, ist kaum zu übersehen. In der ligurischen See finden wir Streifendelfine, gemeine Delfine und Rundkopfdelfine. In der Adria und rund um Sardinien machen die großen Tümmler die Meere unsicher. Über WDCS in Deutschland können Forschungsreisen des Tethys Research Institutes gebucht werden, bei denen die Teilnehmer die Wissenschaftler begleiten können.

  • Kroatien

Neben Südeuropa gibt es auch an der Balkanhalbinsel geeignete Stellen, um die Meeressäuger zu beobachten. Die Gewässer zwischen den Inseln von Cres und Losinj sind Heimat einer großen Population großer Tümmler und wurden für die Einrichtung eines Meeresschutzgebietes vorgeschlagen. Die kroatische Organisation Blue World bietet hier seit 2001 Delfinbeobachtungstouren an. Diese zwölftägige Tour wird von Wissenschaftlern geleitet, die informative Vorträge zum Thema halten.

  • Griechenland

Die letzte Etappe im Mittelmeerraum bildet Griechenland. Bereits Aristoteles hat vor tausenden von Jahren schon hier Delfinarten beobachtet. Auch heute ist es noch möglich große Tümmler und gemeine Delfine zu beobachten. Auch hier können wieder Touren mit dem Tethys Research Institute gebucht werden.

Entlang der Mittelmeerküsten lassen sich noch zahlreiche andere Spots finden, an denen Delfinpopulationen im Laufe der Jahre gesichtet wurden. Jedoch bieten die betreffenden Länder derzeit keine Wal- oder Delfinbeobachtungstouren an, weshalb man sich bei einem Urlaub in die betreffenden Länder eher auf sein Glück verlassen muss.