Die Niederlausitz ist ein Teil der Lausitz und wird begrenzt durch die Flüsse Spree (Norden), Bober (Osten), Schwarze Elster (Süden und Dahme (Westen). Territorial gehört der Süden Brandenburgs, der Norden von Sachsen und der westliche Teil von Polen dazu. Im Zentrum der Niederlausitz liegt die Stadt Cottbus (sorbisch Chó?ebuz). In der Nieder-, und Oberlausitz sind die Sorben mit ihrer eigenen Sprache und Tradition beheimatet.

Zur Niederlausitzt gehören noch die sehr kleinen Städte Lübben/Spreewald (Lubin/B?óta), Luckau (?ukow), Guben (Gubin), Calau (Kalawa), Finsterwalde (Grabin), Forst (Barš?), Senftenberg (Z?y Komorów), Spremberg (Grodk), Lübbenau/Spreewald (Lubnjow/B?óta), Vetschau (W?tošow) und im Südwesten Doberlug-Kirchhain (früher Dobrilugk) und Lauchhammer (?uchow; obersorbisch: Železarnje). Auf polnischer Seite gehört die Stadt ?ary (Žarow; deutsch: Sorau) dazu.

Land und Leute in der Niederlausitz

Geprägt ist dieses Gebiet durch landwirtschaftliche Nutzflächen, Grünland und Äcker, aber auch durch Kiefernforste, Heiden und auwaldartige Erlenbruchwälder. Nicht zu übersehen sind die großen Braunkohlentagebaue mit den angeschlossenen Kraftwerken zur Stromversorgung als größte Arbeitgeber der Region.

Nach der Wiedervereinigung blieben von den bedeutenden Industriezweigen der Glasindustrie, dem Textilgewerbe und der Holzverarbeitung nur noch kleine Betriebe übrig. Die Folge war eine starke Abwanderung von Menschen in andere Regionen.
Neue Industriezweige, wie Gewinnung erneuerbarer Energie in Solarparks, Kupfererzgewinnung ab 2015 und der Tourismus sind im entstehen. Trotzdem ist die relativ dünn besiedelte Region heute eine intensiv gestaltete Kulturlandschaft. Hier werden sorbische Traditionen und Bräuche, bis hin zur sorbischen Sprache in den Schulen bewahrt und weiter gepflegt. Auch die sorbischen Trachten, die heute fast nur noch an besonderen Tagen und zu touristischen Zwecken angelegt werden, gehören zur Niederlausitz. Traditionell gehören auch die sorbische Vogelhochzeit, oder das nur hier typische verzieren der Ostereier dazu.

Das Lausitzer Seenland

Die Niederlausitz ist zum Teil von Seen und Flüssen geprägt

Die Niederlausitz ist zum Teil von Seen und Flüssen geprägt

Als neuer touristischer Höhepunkt entwickelt sich die Lausitzer Seenlandschaft. Alte Braunkohlentagebauer wurden und werden zu Seenlandschaften umgestaltet. Hier entstehen neue und touristische Attraktionen. Eine besondere Attraktion, die neu entstanden ist, ist der Urlaubspark Tropical Islands. Hier kann unter einem riesigen Zelt bei jedem Wetter Sonne und Strand pur getankt werden. Der traditionelle Spreewald wurde weiter ausgebaut und erschlossen, so dass heute die Besucher und Gäste vielseitige Möglichkeiten finden. Besonders sehenswert ist der neu gestaltete Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau, der heute ungehindert auf deutscher und polnischer Seite den Besuchern offen steht. Für aktive Urlauber sind viele Radwege ausgebaut und neu entstanden, wie zum Beispiel der Froschradweg und die Niederlausitzer Bergbautour, oder im Norden der Gurken-Radweg und die Fürst-Pückler-Tour.