Fliegenfischen ist eine der beliebtesten Methoden, zu angeln. Hochgelobt ist die Nähe zur Natur, die ruhige, fast meditative Art, zu angeln, und das Wissen guter Fliegenfischer über die Fische, die sie fangen.

Der Name Fliegenfischen leitet sich von der Art der verwendeten Köder ab.
Beim Fliegenfischen werden Köder verwendet, die Fliegen oder andere Insekten imitieren, und die aus Federn, Fell oder, in der neueren Zeit, auch aus Plastik gefertigt werden. Das Binden dieser Köder nimmt einen großen Teil der Zeit der Fliegenfischer in Anspruch und wird bisweilen wie ein eigenes Hobby betrachtet und betrieben.

Wie funktioniert das Fliegenfischen?

Fliegenfischen unterscheidet sich aber nicht nur durch die Art der verwendeten Köder von anderen Arten des Angelns:
Beim Fliegenfischen wird des Weiteren kein Gewicht verwendet, um die Angel auszuwerfen. Das Auswerfen geschieht lediglich mit dem Gewicht der Angelschnur selbst und wird mit einem bestimmten, festgelegten Bewegungsablauf vollzogen, der viel Übung und Geschick erfordert. Inzwischen haben sich hier viele verschiedene Techniken und Stile ausgeprägt. Außerdem werden aufgrunddessen besondere Schnüre verwendet, die verschiedene Eigenschaften aufweisen. Einige schwimmen auf dem Wasser, andere sinken ab.

Orte zum Fliegenfischen

Fliegenfischen kann im Prinzip überall vollzogen werden und auf diesem Weg können theoretisch alle Fische gefangen werden, die auf die Köder reagieren. Besonders verbreitet ist es jedoch in Deutschland an den Küsten und auch an Flüssen. Besonders bekannt ist das Fliegenfischen auf Lachse, häufig werden auch Forellen oder andere Salmoniden (Lachsfische) auf diese Art und Weise geangelt.

Arten des Fliegenfischens

Man unterscheidet zwischen zwei Arten beim Fliegenfischen:
Das 
Trockenfliegenfischen, bei dem künstliche Fliegen verwendet werden, die auf der Wasseroberfläche schwimmen und das Nassfliegenfischen, bei dem der Köder tote, oder im Larvenstadium befindliche Insekten imitiert und unter die Wasseroberfläche sinkt. Auch das Nymphenfischen und das Streamerfischen zählen noch in diese Kategorie. Beim Nymphenfischen sinkt der Köder, wodurch tiefere Gewässer beangelt werden können. Beim Streamerfischen sollen mit den Ködern speziell Raubfische angelockt werden, hierzu werden häufig grelle Farben benutzt.

Die richtige Tageszeit wählen

Fliegenfischen wird vor allem abends betrieben, wenn die Insekten, als natürliche Beutetiere der Fische, aktiv werden und die Fische zum Fressen ins freiere Wasser kommen.

Die Besonderheiten des Fliegenfischens

Das Besondere am Fliegenfischen ist, dass der Fischer sich mit der Natur auseinandersetzt, dass heißt:
Die bevorzugte Nahrung der Fische und ihre Fressgewohnheiten kennt und diese imitiert. Fliegenfischen setzt also einiges an Vorwissen voraus.
Es geht hier nicht in erster Linie darum, die Fische wirklich als Nahrung zu fangen, 
sondern um das Erlebnis des Angelns an sich, das Binden der perfekten Köder und das Gelingen der Imitation, um die Fische zu fangen. Nicht umsonst findet das Fliegenfischen als naturnahes, entspannendes Hobby immer wieder Erwähnung in Filmen und Literatur.

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