In Bootsklassen werden Boote mit gleicher Bauweise eingeteilt, damit auf einer Regatta ein direkter Vergleich der Boote möglich ist. Es gibt dabei Einheitsklassen und Konstruktionsklassen. Boote in Einheitsklassen sind weitestgehend identisch.

Sind Abweichungen vorgenommen worden, wie zum Beispiel die Wahl eines anderen Segels, müssen diese vor der Regatta durch die Klassenvorschriften erlaubt worden sein. Für den Besitzer ist es finanziell vorteilhaft, zu dieser Bootsklasse zu gehören, da ihm nicht erlaubt ist, teure Veränderungen vorzunehmen oder teures Baumaterial zu verwenden. Die Konstruktionsklasse konzentriert sich auf bauliche Vorschriften. Die Boote dürfen optisch deutlich voneinander abweichen, müssen aber unter den gleichen Bedingungen konstruiert worden sein. Die Bootsklasse mit den wenigsten Vorschriften ist die Box Rule-Klasse. Dort sind nur grobe Maße vorgegeben, wie zum Beispiel die maximale Länge oder Breite.

Boote werden in verschiedene Klassen unterteilt

Boote werden in verschiedene Klassen unterteilt

Wer ein Boot hat, das in keine der Bootsklassen passt, kann in ein Handicap-System eingeorndet werden. Dabei wird das Geschwindigkeitspotenzial berechnet, welches nach der Regatta mit der geleisteten Segel-Geschwindigkeit verglichen wird. So wird unter den verschiedenen Booten der Gewinner ermittelt. Es gibt offene und geschlossene Bootsklassen. In den Offenen ist alles erlaubt, was nicht durch das Regelwerk verboten ist. In den Geschlossenen ist alles, was nicht im Regelwerk spezifisch erlaubt worden ist, verboten. Die Einheitsklassen haben eher ein geschlossenes, die Konstruktions-klassen eher ein offenes Regelsystem. Nicht alle Boote sind für jedes Gewässer geeignet. Hinsichtlich der Stabilität, des Auftriebs und anderen baulichen Voraussetzungen sind sie in verschiedene Klassen eingeteilt. Sportboote der Klasse A sind für Fahrten auf der Hochsee konstruiert worden. Hierbei könnten Wetter-verhältnisse auftreten, in der die Windstärke über 8 steigen kann und Wellen über 4 Meter auftreten können. Die Klasse B ist außerhalb von Küstengewässern am besten aufgehoben. Gut auszuhalten ist Wind bis Windstärke 8 und Wellen bis zu 4 Metern. Klasse C ist für küstennahe Gewässer konstruiert. Dazu gehören große Buchten, Flußmündungen, Flüsse und Seen. Gut zu schaffen sind Windstärken bis 6 und Wellenhöhen bis zu 2 Metern. Die Bootsklasse D dagegen hält nicht ganz so viel aus und ist am ehesten für geschützte Gewässer geeignet. Kleine Seen, schmale Flüsse und Kanäle sind mit den Booten der Klasse D gut befahrbar, solange eine Windstärke der Stufe 4 nicht überstiegen wird und die Wellen nicht die Höhe von 0,5 Metern übersteigen.