Wer an Brüssel denkt, denkt gleichzeitig auch an flämische Bürgerhäuser, belgische Schokolade, Kaffeehäuser und auch an die Brüsseler Börse. Die belgische Hauptstadt hat dennoch viel mehr zu bieten und wird alljährlich von zahlreichen Touristen besucht. Gerade für einen Wochenend-Trip eignet sich die traumhafte Stadt hervorragend. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten gibt es in Brüssel zu bestaunen und Kultur wird in der Stadt ebenfalls großgeschrieben. Auch kulinarisch kann Brüssel sich durchaus sehen lassen und damit ist nicht nur die weltbekannte Schokolade gemeint. Wer die Nacht zum Tag machen will, wird in der belgischen Hauptstadt ebenfalls fündig. Als Brüssels Wahrzeichen gilt das Atomium und während einem Rundgang durch die „Hauptstadt des Comics“, wie die Stadt bisweilen gerne genannt wird, begegnen Gäste auch dem einen oder anderen Comic-Helden. Brüssel ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert, wobei die wärmeren Monate bevorzugt für einen Besuch genutzt werden. Aber auch im Frühjahr und Herbst hat die Stadt durchaus seinen Reiz.

Welche Möglichkeiten gibt es, die Stadt zu erkunden?

Wer für ein Wochenende in Belgiens Hauptstadt fährt, sollte sich im Vorfeld über die Sehenswürdigkeiten informieren, denn die gibt es in Brüssel zuhauf. Es macht durchaus Sinn, sich zu überlegen, was man anschauen möchte und welche Sehenswürdigkeiten weniger das eigene Interesse wecken. Es besteht die Möglichkeit, sich alleine auf den Weg durch die sehenswerte Stadt zu machen oder sich einer professionellen Stadtführung anzuschließen. Auch Stadtrundfahrten mit dem Bus werden angeboten, bei denen man an den wichtigsten Plätzen und Bauwerken vorbeikommt und viel Wissenswertes über die Stadt erfahren wird.Vielleicht plant man auch einen Mix von beidem:

  • Einen ersten Eindruck und viel Hintergrundwissen erfährt man bei einer professionellen Führung und beim eigenen Rundgang erlebt man Brüssel ganz individuell
  • Wie ein Wochenende in Brüssel aussieht, hängt von der eigenen Vorstellung ab: Neben Sightseeing kann Shoppen zum ultimativen Erlebnis werden oder der Besuch einer kulturellen Veranstaltung steht ganz oben auf dem Programm
  • Mancher Besucher wird sich in den Museen wiederfinden und freut sich auf das Brüsseler Nachtleben genauso wie auf die zahlreichen Restaurants und Imbissstände der Stadt
  • Ebenso schön ist es, nach der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten in einem der zahlreichen Cafés Platz zu nehmen und das besondere Flair der Stadt zu genießen

Sehenswertes in der belgischen Hauptstadt

  • Das Atomium
    Das Atomium ist das Wahrzeichen der Stadt und für Brüsselbesucher ein Muss. Es findet seine Wurzeln Ende der 50er Jahre und ist 100 Meter hoch. Auf der obersten Kugel befinden sich die Aussichtsplattform und ein Restaurant.
  • Das Rathaus
    Wer sich für prunkvolle historische Bauwerke interessiert, sollte einen Besuch des Rathauses mit einplanen. Das Gebäude gilt als Schmuckstück der Stadt und befindet sich am „Grand Place“. Besonders imposant ist der Ostflügel des Bauwerks mit der Löwentreppe. Die Außenfassade zeigt sich reich verziert und auf der Spitze des fast 100 Meter hohen Turms, thront Erzengel Michael, der mit einem Drachen kämpft.
  • Der Große Platz
    Der „Grand Place“ beheimatet nicht nur das prunkvolle Rathaus, vielmehr gilt er als einer der sehenswertesten Plätze in Europa. Und das nicht ohne Grund: Der als Stadtmittelpunkt geltende Platz präsentiert sich mit verzierten Zunfthäusern aus längst vergangenen Tagen, die alle einen eigenen Namen haben. Außerdem finden Besucher dort auch das Maison des Ducs de Brabant und das Maison du Roi, beides sehr sehenswerte Gebäude. Hier trifft man sich in einem der zahlreichen Cafés oder zum Wochenmarkt. Ein eindrucksvoller Platz, den man gesehen und erlebt haben muss.
  • Die mittelalterliche Kirche „Eglise Saint-Nicolas“
    Eine kleine Kirche, die ihren Ursprung als Kapelle im 11. Jahrhundert findet. Das Bauwerk nahm im Laufe der Zeit immer wieder Schaden und beheimatet heute einige wunderschöne Kirchenschätze. Unter anderem finden interessierte Besucher hier einen Reliquienschrein und ein Bild des bekannten Malers Pieter Paul Rubens. An den Seitenfassaden der Kirche haben sich kleine Geschäfte angesiedelt, die neben Schmuck und vielerlei Essbarem auch die bekannten Brüsseler Waffeln anbieten.
  • Cathedrale Saint-Michel – die berühmteste Kirche der Stadt
    Mit dem Bau der heutigen Hauptkirche von Brüssel wurde bereits im Jahre 1226 begonnen. Sehr sehenswert sind die Schwalbennestorgel sowie die 16 Chorfenster, die aus Buntglas gefertigt sind. Ein wahrlich beeindruckendes Bauwerk, das sich sehen lassen kann.
  • Manneken Pis und Jeanneke Pis
    Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt stellt die Brunnenfigur „Manneken Pis“ dar. „Petit Julien“, etwa 60 Zentimeter groß, ist aus Bronze gefertigt und wird zu bestimmten Anlässen auch gerne verkleidet. So sieht man den „pinkelnden Jungen“ dann und wann im Trikot der Fußballmannschaft oder in Paradeuniform der Irish Guards. Für Gleichberechtigung sorgt eine weitere Brunnenfigur: „Jeanneke Pis“ ist das Gegenstück von Petit Julien und weitaus weniger bekannt, dennoch ebenso sehenswert.

Rund um die Kulinarik

Belgien gilt als Land des Schlemmens und auch in Brüssel haben die Kulinarik und die Gaumenfreuden ihren Platz. In der ganzen Stadt verteilt, stößt der Besucher immer wieder auf Restaurants und Cafés. Imbissstuben finden sich quasi an jeder Ecke und der Supermarkt hält hochwertige Nahrungsmittel auf Feinschmeckerniveau bereit. In Brüssel lässt es sich nicht nur gut essen, auch das Bier ist über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt.
Als Nationalgericht der Belgier gilt Moules und Frites. Freunde des Fisches werden auf den Speisekarten viele Gerichte mit Aal und Krabben entdecken. Die meisten Speisen reicht man in Brüssel mit Pommes, denn Pommes gehören in der Stadt einfach dazu. In der „Rue des Bouchers“ (bekannteste Fressgasse der Stadt) reihen sich zahlreiche Restaurants aneinander und bieten für jeden Gaumen die richtige Speise.

Wer Süßes mag, ist in der Stadt an der idealen Adresse. Brüssel ist die Stadt der Schokolade und der Pralinen und in dieser Sparte gibt es nichts, was es nicht gibt. Die Geschichte der Pralinen geht ins Jahr 1857 zurück und ist längst schon Tradition. Aber auch Waffeln, Kekse und Törtchen werden Feinschmecker in Brüssel zuhauf finden. Die Süßspeisen aus Brüssel eigenen sich hervorragend als Mitbringsel für Daheimgebliebene und natürlich auch zum eigenen Genuss.

Achtung Kultur vom Feinsten!

Ein Wochenende in Brüssel beinhaltet nicht nur die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten und gutem Essen, vielmehr gibt es in der belgischen Hauptstadt Kultur pur: Einerseits überzeugt Brüssel durch zahlreiche sehenswerte Museen, die teilweise auf dem Kunstberg beheimatet sind. Andererseits laden Opernhäuser und Theater zu sehenswerten Veranstaltungen ein.

Wenn es Nacht wird in Brüssel …

Für Nachtschwärmer bietet Brüssel ein tolles Nachtleben, das zum Tanzen und Abfeiern einlädt. Gerade in Brüssels Zentrum wird „Nightlife“ großgeschrieben, aber auch in den bekannten Szenevierteln kommen Feierlustige auf ihre Kosten. Wichtig zu wissen: Es gibt keine Sperrstunde! In zahlreichen Klubs, Bars und bei Open-Air-Veranstaltungen darf getanzt und gefeiert werden. Wenn es Nacht wird, verwandelt sich die Stadt in ein Lichtermeer und lädt zu einem Spaziergang der besonderen Art ein.

 

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