Wenn wir an Wüsten denken, kommt uns direkt das Bild von viel Sand, Kamelen und kleinen Oasen in den Kopf. Doch ist das wirklich so? Was genau sind eigentlich „Wüsten“? Und ist in Ihnen wirklich jegliches Leben unmöglich?

Wüsten sind vegetationsarme Gebiete

Als Wüste wird ein Landstrich bezeichnet, der mit weniger als fünf Prozent Vegetationsfläche bedeckt ist. Und da gibt es viele Möglichkeiten, nämlich:

  • Sandwüsten
  • Salzwüsten
  • Kieswüsten
  • Steinwüsten
  • Eiswüsten

Leben in der Wüste

Doch die schon genannten fünf Prozent machen eins deutlich: Wüsten müssen nicht völlig leblos oder lebensfeindlich sein. Das trifft nur auf einige zu. Sie sind zwar zunächst von starkem Wassermangel betroffen, was das Überleben sehr erschwert. Doch auch wenn Regen in der Wüste sehr selten ist – wenn er kommt, dann heftig. Danach beginnt ein neues Leben – alles wächst und gedeiht für kurze Zeit, um dann wieder in den alten Zustand zurückzufallen (ausgenommen Eiswüsten natürlich). Einige Pflanzen haben sich an die unwirtliche Umgebung angepasst und gedeihen trotz Wassermangels und hoher Salzkonzentration. Und nicht nur Pflanzen sind in den Wüstenzonen der Erde zu Hause: Kleine Insekten, Skorpione, sogar Gazellen fühlen sich in den trockenen Gebieten heimisch. Jeder kennt Eisbären und Pinguine an den polaren Eiswüsten. In den trockenen, warmen Wüstengebieten finden sich immer wieder Oasen – Orte an einer Quelle, einer Wasserstelle. Oasen können winzig klein sein, oder so groß, dass sich ganze Städte auf ihr gegründet haben.

Die größten Wüsten der Erde

Die Sahara ist groß, aber nicht die größte Wüste unseres Planeten. Die bekanntesten Wüsten der Erde der Größe nach:

  1. Antarktis – 13.200 000 Quadratkilometer groß – Eiswüste
  2. Sahara – 8.700 000 Quadratkilometer groß – Steinwüste, Kieswüste, Sandwüste
  3. Grönland – 2.160 000 Quadratkilometer groß – Eiswüste
  4. Arabische Wüsten – 1.200 000 Quadratkilometer groß – Sandwüste, Steinwüste
  5. Gobi – 1.040 000 Quadratkilometer groß – Sandwüste, Halbwüste