Italien hat eine, Frankreich hat eine und viele andere Länder haben auch eine: Die Rede ist von der Riviera. Doch wovon spricht man eigentlich, wenn man die Riviera erwähnt? Worum es sich dabei handelt, wo es überall so etwas gibt und was bestimmte Typen der Riviera so besonders macht, zeigt dieser Artikel.

Was versteht man unter „Riviera“?

Das Wort stammt vom französischen Ausdruck „rive“, beziehungsweise von „riva“ aus dem Italienischen ab, was übersetzt nichts anderes als „Ufer“ bedeutet. Der Terminus bezeichnet jedoch weit mehr, als lediglich den Übergang eines Gewässers zum Land. Riviera beschreibt die Orte, die an einem bestimmten Abschnitt einer Küste liegen, die Menschen die dort Leben, ihre Lebensart und einfach alles, was mit diesem Küstenabschnitt einhergeht. Die bekanntesten Küstenstreifen mit diesem Namen gibt es in Frankreich und in Italien. In den letzten Jahren wurden jedoch auch Küstenstreifen in vielen anderen Ländern überall auf der Welt „Riviera“ getauft. Das hat im Wesentlichen drei Gründe: Zum einen wurden Küsten Riviera benannt, die von der Beschaffenheit des Ufers, des Strandes und des Wassers ähnlich denen in Frankreich und Italien sind. Ein zweiter Anlass war, Küstenabschnitte so zu taufen, deren Klima, Flora und Fauna ähnlich der von Blumenriviera und Cote d’Azur sind. Ein dritter Grund ist rein finanzieller Natur: Etwas, das Riviera heißt, lässt sich besser vermarkten, als ein Strand mit einem unbekannten Namen. Heute gibt es Küstenabschnitte, die den bekannten Namen tragen neben Frankreich und Italien auch in der Türkei, in Ägypten, Kroatien, in Russland und sogar in Norwegen.

Was macht französische, italienische und türkische Riviera aus?

Die Cote d’Azur ist deshalb so berüchtigt, weil sich in Städten, die an dieser Küste liegen, wie beispielsweise Toulon, Saint-Tropez und Monaco, Stars und Sternchen sonnen und den Tag genießen. Ihren Namen trägt die Küste aufgrund des azurblauen Wassers. Die Temperaturen liegen meist über 20 Grad und laden dazu ein, den Duft von Palmen und Blumen einzuatmen. Die Stadt Cinque Terre bildet den Übergang von Frankreich nach Italien. Die Küste hier trägt auch den Namen Blumenriviera, weil sich in der Umgebung viele Blumengewächshäuser befinden. Die Küste ist in zwei Teile getrennt, die nach den verschiedenen Winden, die am jeweiligen Abschnitt herrschen, benannt sind – Ponente: von der Grenze zu Frankreich bis zur Hafenstadt Genua und Levante: von Genua bis in das Gebiet der Toskana. Die Südküste der Türkei wird ebenfalls Riviera genannt. Städte wie Antalya und Alanya zählen hinzu.