Einzigartige Stätten, die für die ganze Welt eine außergewöhnliche Bedeutung haben und zum Weltkulturerbe oder zum Weltnaturerbe gehören, werden von der UNESCO, entsprechend der 1972 beschlossenen Welterbe Konvention, mit dem Titel Welterbe bedacht.

Die Staaten haben die Möglichkeit solche unvergleichlichen Stätten für diesen Titel vorzuschlagen. Ein Komitee der UNESCO prüft jährlich, welche von den Staaten vorgeschlagenen Stätten den Kriterien für das Weltkulturerbe entsprechen und in die „Liste des Welterbes“ neu aufzunehmen sind. Mit der Verabschiedung des „Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“ haben sich die Staaten verpflichtet, die auf ­ihrem Territorium befindlichen Welterbestätten für kommende Generationen zu schützen und zu erhalten.

Weltkulturerbe: Pfaueninsel

Die in der Havel befindliche Pfaueninsel wurde 1990 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen. Der Landschaftspark Pfaueninsel gehört mit den Parks und Schlössern von Sanssouci, die sich in Potsdam und in Berlin

Die Pfaueninsel wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt

Die Pfaueninsel wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt

(Glienicke) befinden, zu der Stiftung ­Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Mit der Pfaueninsel sind wichtige Personen und Ereignisse brandenburgisch-preußischer Geschichte verbunden. Das auf der Pfaueninsel befindliche Schlösschen lies Friedrich Wilhelm II. von Preußen von Johann Gottlieb Brendel, nach dem Geschmack der Zeit, im Stil einer künstlichen Ruine errichten.

Die Insel ist circa einen Quadratkilometer groß und befindet sich im Süden des ­Großen Wannsee. Der einzigartige Tier- und Pflanzenreichtum sorgt dafür, dass die Pfaueninsel zu einem der schönsten Naturgebiete Berlins gezählt wird. Neben Flora und Fauna, die unter Naturschutz gestellt wurden, begeistert die Besucher sprichwörtliche Idylle und weite Ausblicke. Freilaufende Pfauen, die ab und an ein Rad schlagen, gehören wie die Wasserbüffel, die den Rasen kurz halten, mit zu den Besonderheiten auf der Pfaueninsel. Ihr märchenhafter Charakter, der sich dem Besucher bei ausgedehnten Spaziergängen offenbart, hat dieses Naturparadies zu einem sehr beliebten Ausflugsziel werden lassen. Ein Schloss im romantischen Ruinenstil, eine eiserne Wandelbrücke, die Insel ein Kunstwerk als Landschaftspark, Pfauen, die mit erlesenen botanischen Gewächsen um die Aufmerksamkeit des Betrachters buhlen; selten sind so viele märchenhafte Ingredienzien auf einem Fleck der Erde vereint und lassen die Menschen träumen. Dass die Pfaueninsel, als Weltkulturerbe, bewahrt wird und auch die nachfolgenden Generationen sich an diesen Schätzen der Menschheit erfreuen können, stimmt zuversichtlich.