Die Pfaueninsel liegt im Berliner Wannsee und ist seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO. Die Insel hat eine lange und ereignisreiche Geschichte, die bis in das 17. Jahrhundert zurückgeht.

Geschichte der Pfaueninsel

Mitte des 17. Jahrhunderts erstand der Große Kurfürst die Pfaueninsel und ließ darauf eine Kaninchenzucht anlegen. Aus diesem Grund wurde die Insel viele Jahre als Kaninchenwerder bezeichnet. Der Begriff Pfaueninsel wurde erst einige Jahrhunderte später eingeführt. 1685 erbte schließlich der Glasmacher Johannes Kunckel die Insel, da er ein enger Vertrauter und Geschäftspartner des Kurfürsten war. Als die Glashütte und das Laboratorium jedoch bis auf die Grundmauern niederbrannten, war Kunckel wirtschaftlich ruiniert und floh nach Schweden. Die Insel war daraufhin für viele Jahre ungenutzt.

Erst im Jahre 1793 wurde die Pfaueninsel von dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. erworben. Dieser lies anschließend das berühmte Schloss nach den Plänen des Hofzimmermeisters Brendel für die Gräfin Lichtenau erbauen. Friedrich Wilhelm II. lies in den folgenden Jahren die Parkanlagen der Insel erweitern. Eine Meierei (Molkerei) sowie das Kavaliershaus wurden erbaut und so platziert, dass sie vom Potsdamer Ufer aus zu sehen waren. Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm II. wurde die Insel von Friedrich Wilhelm III. übernommen. Dieser nutzte die Insel hauptsächlich als Sommeraufenthalt, lies jedoch berühmte Gebäude wie das Palmenhaus errichten. Friedrich Wilhelm IV. schließlich, besuchte die Insel nur noch selten. Als er verstarb, wurde die Insel zunehmend von Ausflüglern beschädigt. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Pfaueninsel verschiedene Funktionen. So diente sie zeitweise als Internat, Villenkolonie und Sanatorium. Im Jahre 1924 wurde die Pfaueninsel schließlich zum Naturschutzgebiet erklärt. 1936 wurden auf der Insel die Feierlichkeiten zum Abschluss der Olympischen Spiele ausgetragen.

Die Pfaueninsel als Ausflugsziel

Heutzutage ist die Pfaueninsel ein beliebtes Ausflugsziel. Sie zeichnet sich durch die Artenvielfalt der zahlreichen Pflanzen, Bäume und Tiere aus. Auch die namensgebenden Pfaue sind auf der Insel zu finden. Daneben finden sich dort viele Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert wie beispielsweise der Luisentempel, das Kavalierhaus, der Fregattenhafen und die holländische Küche. Auch das von König Friedrich Wilhelm II. errichtete Schloss kann bestaunt werden. Die Insel liegt im Berliner Bereich der Havel.