Die Oper Köln ist die Spielstätte der Sparte Musik der Bühnen der Stadt Köln. Sie gehört zu den großen Häusern, sowohl in ihrer Bedeutung als auch was ihr Fassungsvermögen betrifft, so weist sie 1346 Sitzplätze auf.

Sie unterliegt seit 1905 in städtischer Verwaltung, wie auch das Schauspiel Köln und weitere Teile der städtischer Bühnen. Eröffnet wurde sie am 6. Februar 1902 mit dem dritten Akt aus Richard Wagners Die Meistersinger, damals lag sie noch am Habsburgerring. Das Gebäude wurde von dem Architekten Carl Moritz im Stile des Historismus errichtet, einer Mischung aus Barock und Jugendstil. Es zählte schon damals zu den größten Theatern Deutschlands mit 1800 Sitzplätzen. Das repräsentative und moderne Aussehen der Oper Köln wurde hochgelobt.
Die alte Oper Köln diente vielen namhaften Künstlern wie Claire Dux und Peter Anders als Sprungbrett zur großen Karriere. Elsa Oehme-Förster, die bereits als Kind an der Metropolitan Opera in New York sang, blieb der Oper Köln jahrzehntelang treu und trat immer wieder dort auf. Auch für den Dirigent Otto Klemperer war die Oper Köln ein Meilenstein seines künstlerischen Lebens.
Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieg veranstaltete das Opernhaus große Musikfestivals, bei denen auch Berühmtheiten wie Richard Strauss dirigierten.
1958 wurde das alte Operngebäude abgerissen, obwohl es im 2. Weltkrieg nur leicht beschädtigt wurde.

Die neue Oper Köln entstand auf dem Offenbachplatz. An ihrer Stelle stand bis zur Progromnacht die Kölner Synagoge und bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg das alte Schauspielhaus. Wilhelm Riphahn, ein deutscher Architekt, entwarf den Bau, der die Moderne an sich und das moderne Musiktheater repräsentieren sollte. Bis heute spricht man in Köln von der alten und der neuen Oper, obwohl die alte längst abgerissen ist. Eröffnet wurde die neue Oper Köln am 8. Mai 1957. Die Presse lobte das Haus als den „schönsten Theaterbau Deutschlands“. Schon damals gab es aber auch Stimmen, die die trockene Akustik kritisierten, ein Problem, das bis heute nicht behoben wurde. Dennoch war es seit seiner Eröffnung Spielstätte vieler Uraufführungen, zuletzt 2010 mit Peter Eötvös‘ Love and other demons.

Von Sommer 2010 bis 2014 wird die Oper renoviert. Übergansheimat der Musiksparte ist das Palladium in Köln-Müplheim.

Foto: Raymond (via wikipedia.de)