Unter dem Namen Etihad Airways hätte sich vor einem Jahrzehnt kaum jemand etwas vorstellen können. Das Wort Etihad ist arabisch und bedeutet ‚Verbindung’. Genau dafür steht die Fluggesellschaft.

Sie versteht sich als die Nationalfluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate, wurde 2003 in Abu Dhabi gegründet und gehört der dortigen Regierung. Während man 2004 nur 340.000 Passagiere beförderte, waren es 2013 schon 10,3 Millionen, ein Wachstumsrekord in der Geschichte der Luftfahrt.

Beliebt bei den Passagieren

Das rasante Wachstum ist nicht der einzige Superlativ. Etihad Airways ist seit 2009 ständiger Gewinner des Titels „World’s Leading Airline“. Mit ihm wird die beste Fluggesellschaft der Welt ausgezeichnet. Eine moderne Flotte, ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm, freundliches Personal und gutes Essen tragen zur großen Beliebtheit bei. Da die Herrscherfamilie Al Nahyan hinter der Etihad steht, sind schnelle Profite nicht das Hauptziel, sondern eine langfristige Strategie. Erst 2012 machte Etihad ihren ersten Gewinn.

Die Flugzeugflotte der Etihad Airways

Die Flotte der Etihad ist auf Langstreckenflüge ausgelegt und umfasst 89 Maschinen. Es sind

  • zwei Airbus A 319
  • 22 Airbus A 320
  • ein Airbus A 321
  • ein 31 Airbus A 330
  • 11 Airbus A 340
  • 22 Boeing 777

Weitere 220 Maschinen sind bestellt, darunter

  • 71 Boeing 787 Dreamliner
  • 25 Boeing 777X
  • 62 Airbus A350
  • 10 Airbus A380

Kooperation mit Air Berlin

In Deutschland wurde Etihad 2011 bekannt, als die Airline ankündigte, dass sie 29 % an Air Berlin übernimmt. Die zweitgrößte deutsche Fluglinie war in finanzieller Bedrängnis. Air Berlin verlegte ihre Nahoststrecke von Dubai nach Abu Dhabi, dem Drehkreuz von Etihad. Beide Gesellschaften praktizieren seitdem ein Codesharing. Bei dieser Kooperation werden Streckennetze kombiniert, gemeinsam vermarktet und Kosten reduziert. So wurden die Flüge der Air Berlin nach Asien durch Flüge nach Abu Dhabi und Anschlussflüge von Etihad ersetzt. Inzwischen gibt es wöchentlich 49 Verbindungen zwischen Abu Dhabi und deutschen Flughäfen.

Aufbau eines weltweiten Streckenetzes

Ähnliche Anteilskäufe, eine Kooperation und ein Codesharing geschahen auch zwischen Etihad mit Aer Lingus aus Irland, Air Seychelles, Jet Airways aus Indien und seit kurzem mit Air Serbia und der Darwin Airline in der Schweiz, die zu Etihad Regional wurde. Auch bei Alitalia plant Etihad bald den Einstieg. Die Beteiligungen verschaffen ihr ein Zubringernetz für die Langstreckenflüge. Die Hauptrouten verbinden die USA und Europa mit Asien und Australien über das Drehkreuz Abu Dhabi.

Bildquelle:
(By Konstantin von Wedelstaedt [GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html) or GFDL 1.2 (http://www.gnu.org/licenses/old-licenses/fdl-1.2.html)], via Wikimedia Commons)