Die Cheops-Pyramide wird auch als die „große Pyramide“ bezeichnet und stellt die imposanteste und älteste Pyramide der drei „Pyramiden von Gizeh“ auf dem Giza-Plateau in Ägypten dar. Sie wurde als Grabmal für den ägyptischen Pharao Cheops erbaut, der etwa 2600 vor Christi das Alte Reich regierte.

Da mit dem Bau der Cheops-Pyramide schätzungsweise bereits etwa 2580 vor Christi begonnen wurde und diese sich von den anderen beiden Pyramiden von Giza in vielen Details unterscheidet, gehört dies zu den „Sieben Weltwundern der Antike“.

Besonderheiten dieses gewaltigen Bauwerkes der Antike

Viele Legenden und Geheimnisse umranken bis in die heutige Zeit die Cheops-Pyramide. Dieses Meisterwerk der ägyptischen Baukunst des Altertums verbindet nur wenig mit den beiden anderen Pyramiden dieses Pyramidenkomplexes, der Mykerinos-Pyramide und der Chephren-Pyramide. Sie besitzt zwar wie diese beiden anderen Pyramiden auch drei Hauptkammern, aber diese wurden nicht nebeneinander, sondern übereinander angeordnet und verfügen über einen separaten Zugang.

Die Cheops-Pyramide ist die größte der Pyramiden von Gizeh

Die Cheops-Pyramide ist die größte der Pyramiden von Gizeh

Als besonders typische Besonderheiten der Cheops-Pyramide gelten:
  • die „Felsenkammer“ im unteren Teil dieser Pyramide blieb unvollendet
  • die „Königinnenkammer“ befindet sich im mittleren Teil der Pyramide, exakt auf der ostwestlichen Zentralachse der Pyramide und sollte offensichtlich ursprünglich als Grabkammer für die Königsgemahlin genutzt werden
  • die „Königskammer“, die eigentliche Grabkammer für den Pharao, befindet sich im oberen Teil der Cheops-Pyramide und wurde durch drei gewaltige Steinkonstruktionen verschlossen
  • die gigantischen Maße mit einer Höhe von ursprünglich 146,60 Metern und einer Länge von ursprünglich 130,38 Metern wurden von keiner anderen ägyptischen Pyramide übertroffen.

Beeindruckende Bauweise der Cheops-Pyramide

Zum Bau der Cheops-Pyramide wurde Granitstein, Kalkstein und für die Außenhülle weißer Tura-Kalkstein verwendet. Leider wurde diese äußere Hülle durch Witterungseinflüsse angegriffen und teilweise abgetragen. Deshalb ist die Cheops-Pyramide heute um einige Zentimeter kleiner. Als für diese Zeit fast unvorstellbar, gilt die Tatsache, dass die Seitenwände der Cheops-Pyramide genau nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet worden sind.

Archäologischen Funden zufolge muss die Bauzeit etwa 30 Jahre betragen haben, wobei ungefähr jährlich 100.000 Arbeiter benötigt wurden. Da leider vom einstigen „Taltempel“ und dem „Verehrungstempel“ nur noch wenige Überreste erhalten geblieben sind, gelangen Wissenschaftler und Besucher nur noch über einen von Grabräubern angelegten Gang in das Innere der Cheops-Pyramide. Dennoch wurden die Überreste des ursprünglichen Gangsystems freigelegt, das bis heute als einmalig und überwältigend gilt.