Was ist der Nockherberg

Der Nockherberg ist eine auffällig kleine Geländeterrasse. Sie liegt an einer Hangkante des östlichen Isarhochufers in der Stadt München in dem Stadtteil Au.

Unter anderem befindet sich dort die Paulaner-Brauerei. Auf dem Nockenberg findet dort jährlich der Salvator-Ausschank statt, welches ein traditionsreiches Starkbierfest ist. Der Begriff „Nockherberg“ wird oft als Synonym für „Fest“ oder dessen Auftakt verstanden. Grund dafür ist der oben genannte Salvatos-Ausschank, der seit vielen Generationen dort jährlich veranstaltet wird.

Der Name des Ortes und zwei sich dort befindende Straßen gehen auf die Familie Nockher zurück. Seite dem frühen 18. Jahrhundert war die Bankiersfamilie in der Stadt München anässig und besaß bereits im Jahr 1789 an der Isarhöhe ein Sommerhaus, das so genannte „Nockherschlösschen„. Dieses befand sich an der heutigen Strage „Am Nockherberg“. Er liegt in der Hochau in dem Stadtbezirk „Au Haidhausen„.

Wofür ist er bekannt und was ist das Besondere an diesem Ort?

Der bereits genannte „Salvatos-Ausschank“ wird jeweils zur Zeit der Fastenzeit veranstaltet. Jedes Jahr beginnt es um den Josephtag, der am 19. März ist. Das Fest dauert genau 17 Tage und wird in München auch als „fünfte Jahreszeit“ bezeichnet. Aufgrund der aufgebauten Bierbänken, der Stimmungsmusik und des großen Besucherandrangs ähnelt das Fest auf dem Nockherberg dem Münchner Oktoberfest.

Des weiteren wird das Bier auf dem Nockherberg nicht in Glaskrügen, sondern in den dort einmaligen Keferloher Maßkrügen aus Ton ausgeschenkt. Auch kann das Bier durch die Krüge schnell eingefüllt werden, was bei einem solchen Fest von großem Vorteil ist.

Das Starkbierfest lässt sich auf eine Ordensregel der Paulaner-Mönche aus dem Kloster Neudeck zurückführen. In ihrer Klosterbrauerei fingen sie spätestens im Jahr 1634 damit an, ihr eigenes Bier zu brauen.

Zu den Ehren des Ordengründers wurde seit 1651 jedes Jahr im Frühling Starkbier, das „Sankt-Vater-Bier“ ausgeschenkt. Im 18. Jahrhundert wurde es dann auch üblich, den bayerischen Kurfürsten am 2. April für das Starkbierfest einzuladen.

In den folgenden Jahren entwickelte sich das Fest immer weiter, sodass später auch das restliche Volk an dem Starkbierfest teilnehmen konnte.
Bis heute findet es noch jährlich zur Fastenzeit statt und hat seitdem eine unerwartete Größe angenommen. Die Anzahl der Besucher steigt jedes Jahr an.

Dazu steigen auch die Anfragen von Jahr zu Jahr, den „Salvatos-Ausschank“ besuchen zu können. Aus diesem Grund steht es sinnbildlich für die Tradition in München und wird sogar mit dem einzigen und außergewöhnlichen Oktoberfest in München verglichen.

Wer langjährige Tradition in Verbindung mit einmaligen Spaß zu schätzen weiß, wird sich auf dem Fest gut aufgehoben fühlen.