Der Kölner Dom ist eine katholische Kirche in Köln und zudem für seine Architektur weltbekannt. Von der UNESCO wurde er 1996 zum Weltkulturerbe erklärt. Sein Bau begann 1248. Zuvor waren an der gleichen Stelle zahlreiche Kirchen erbaut, erweitert und ersetzt worden. Als 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln gebracht wurden, stieg Köln zu einem Wallfahrtsort auf. Eine architektonische Antwort auf die Pilgerströme wurde nötig und so begann der Bau des heutigen Kölner Doms. Nach und nach entstanden über die Jahrhunderte verschiedene Teile des Kölner Doms, die im zweiten Weltkrieg stark beschädigt, aber nicht zerstört wurden. Die Grundform des heutigen Doms besteht seit 1880. Auch heute noch ist der Kölner Dom im Bau. Aktuelle Dombaumeisterin ist Prof. Dr. Barbara Schock-Werner. Sie wird 2012 von Michael Hauck abgelöst.Der Kölner Dom gehört zu den weltweit größten gotischen Kathedralen (157,38 Meter hoch). Interessant ist dies insbesondere, weil zum Zeitpunkt der Fertigstellung die Gotik schon aus der Mode war. 1814 wurden die Originalpläne aus dem Mittelalter wieder gefunden, nach welchen der Kölner Dom 1880 mit den Mitteln des Industriezeitalters vollendet wurde. Neben dem Kölner Dom gibt es nur zwei kirchliche Meisterwerke, die architektonisch der Gotik zuzuordnen sind: das Münster in Straßburg und das Münster in Freiburg.
Damit die Architektur des Kölner Doms besser zur Geltung kommt, wurden seit dem 19. Jahrhundert sogenannte Freilegungen durchgeführt. Umliegende Gebäude wurden abgerissen und es gab eine Höhenbegrenzung für Neubauten.Neben der interessanten Architektur, ist der Kölner Dom aber auch wegen seiner Kunstschätze bekannt. Die typisch gotischen Fenstermalereien sorgen zudem für wunderschöne Lichtspiele im Dom. Sie erstrecken sich auf ca. 10.000 qm Fensterfläche. Die ältesten Fenstermalereien stammen aus dem 13. Jahrhundert. Die St. Petersglocke hängt seit 1924 im Kölner Dom, die meisten anderen Glocken wurden ebenfalls Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Die wichtigsten Schätze sind die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Sie befinden sich im Dreikönigsschrein, der seit seiner Herstellung immer wieder rekonstruiert werden musste. Er befindet sich nun am Kopf des Doms, hinter dem Altar. Besonders ist auch die Domschatzkammer. In sechs Räumen werden hier besonders wertvolle Reliquiare, Skulpturen, Gewänder und andere Schätze aufbewahrt. Auch viele der Bischöfe fanden hier ihre letzte Ruhestätte.
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